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EMC-Aktie: EDV für Firmen, jederzeit, überall




27.08.12 10:12
Heibel-Ticker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Die Experten von "Heibel-Ticker" werden die aktuelle Kursschwäche der Aktie von EMC zum Nachkaufen nutzen.

Günstig bewertet, überdurchschnittliche Wachstumsraten und strategisch heute schon sowie auch für die Zukunft bestens positioniert. Was wolle man mehr von einer Aktie bzw. einem Unternehmen? Hier passe alles zusammen, und die Aktie sei daher ein wichtiger Bestandteil des Portfolios von "Heibel-Ticker".

Wie würden eigentlich Unternehmen die eigene EDV auf den Stand der heutigen Zeit bringen? Nun, es gebe zwei Möglichkeiten: Entweder sie würden die EDV von anderen betreiben lassen oder sie würden sich eine eigene Infrastruktur basteln. Beim Outsourcing seien die Angebote von IBM (ISIN US4592001014 / WKN 851399) weltweit führend. Beim Aufbau eigener Rechenzentren stehe EMC mit Beratung, Software und Hardware zur Seite.

Dabei verfüge EMC über einige wichtige Bausteine: Ein großes Beraterteam, das in den Rechenzentren internationaler Unternehmen zu Hause sei. An Software biete EMC die Logik für die Verwaltung großer Datenbanken, über RSA Security das führende Zugriffssicherungssystem und über VMware die führende Virtualisierungssoftware für die Administration von Serverlandschaften. In Sachen Hardware habe man kürzlich den Partner gewechselt: Statt Dell werde nun Lenovo (ISIN HK0992009065 / WKN 894983) die Server liefern.

So habe Dell heute ein verheerend schlechtes Quartalsergebnis vermeldet, das erste ohne EMC als Partner. Der Umsatz mit Servern und Datenspeichern, bis vor kurzem Orte des Umsatzwachstums bei Dell, hätten sich schwach entwickelt. Michael Dell wolle das Privatkundengeschäft durch das Firmenkundengeschäft ersetzen, doch offensichtlich gehe das nicht so einfach wie geplant.

Gleichzeitig sei von Lenovo zu hören, dass sich der Server- und Speicherbereich überaus erfreulich entwickle. Der Ausblick von Lenovo sei rosig, während Michael Dell die eigenen Prognosen kräftig habe kürzen müssen. Hieran zeige sich, wie mächtig die Position von EMC in den EDV-Abteilungen internationaler Unternehmen sei.

Die Kooperation mit Lenovo habe für EMC gleich zweierlei Vorteile: Zum einen sei die Hardware der Chinesen günstiger als die von Dell. Und Hardware sei heute in der Server-Welt ein Allgemeingut, das sich kaum noch in der Qualität unterscheide, der Preiswettbewerb sei dadurch härter geworden.

Zum anderen erhalte EMC durch Lenovo Zutritt zum begehrten chinesischen Markt. Möge sein, dass das rückläufige Wirtschaftswachstum in China jüngst die Euphorie für das Land etwas getrübt habe, doch auch weiterhin seien dort Wachstumsraten zu erwarten, von denen die entwickelten Industrieländer nur träumen könnten. Ohne starke chinesische Partner komme kein westliches Unternehmen auf den dortigen Markt. Mit Lenovo als Partner habe sich EMC so eine wichtige Tür geöffnet.

Nur eine Datenbank und dennoch den Zugriff für verschiedenste Betriebssysteme ermöglichen? Früher habe man dazu je Betriebssystem einen eigenen Computer gebraucht. Oder man habe den Rechner unter dem neuen Betriebssystem neu starten müssen, um die dort installierte Software zu nutzen. VMware biete Softwarelösungen, mit denen auf einem Rechner viele unterschiedliche Betriebssysteme laufen und administriert werden könnten. Sie könnten aus einer Excel-Tabelle in Windows ein Tabellenblatt ins Excel von Linux oder MacOS kopieren. Direkt über den Bildschirm mit Kopieren und Einfügen.

So ermöglichse es die VMware Virtualisierungssoftware der EDV-Abteilung, von nur einem Rechner aus viele Server zu adminsitrieren. Und die Server könnten jeweils mehrere Betriebssysteme laufen lassen, d. h. deren Hardware könne mehrfach genutzt werden.

Wichtig sei das insbesondere bei der effizienten Resourcenverwendung: Wenn man einen Hochleistungsserver benötige, weil man einmal im Monat umfangreiche Auswertungen berechnen müsse, dann langweile sich dieser Server 29 Tage im Monat. In dieser Zeit könnten die Hardware-Resourcen (Arbeitsspeicher, Prozessorleistung, ...) für andere Dienste zur Verfügung gestellt werden.

In großen Konzernen gebe es so viele "Spitzenbelastungen", dass ein dynamisches Verwalten der Resourcen unterm Strich zu Einsparungen bei Hardwareinvestitionen in Millionenhöhe führe.

VMware, Anbieter der Virtualisierungssoftware vSphere, wachse im Umsatz mit 25% p.a., seit fünf Jahren und den Erwartungen zufolge auch in den nächsten fünf Jahren. Das Unternehmen sei vor fünf Jahren aus dem EMC-Konzern ausgegliedert worden, gehöre aber bis heute zu 80% noch immer EMC.

Die Verfügbarkeit von Unternehmensdaten überall und jederzeit, zugriffssicher und auf jeder Plattform sei ein Megatrend, der noch Jahre anhalten werde. Egal an welchem Fleck der Welt und egal mit welchem Endgerät, vom PC über das Touchpad bis hin zum Smartphone, die aktuellen Unternehmensdaten müssten überall jederzeit abrufbar sein. Es sei ein Wettbewerbsnachteil, wenn man hier nicht mitziehe.

So habe der Umsatz von EMC in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 22,5% p.a. anwachsen können, für die nächsten fünf Jahre werde ein Wachstum von 15% p.a. erwartet. Wenn die Experten die Cloud und den Trend zu SSD-Festplatten einbeziehen würden (EMC habe gerade eine israelische SSD-Plattenfirma gekauft), dann würden sie erwarten, dass die 15% p.a. locker übertroffen würden.

15% Umsatzwachstum könnten der Faustregel der Experten zufolge mit einem KGV von bis zu 30 bewertet werden. Das KGV von EMC betrage aktuell 21, auf Basis der Schätzungen für 2013 nur noch 13. Da bestehe noch eine Menge Kurspotenzial.

Die Gewinnmarge sei mit 12,75% nicht besonders hoch. Der hohe Beratungsanteil habe hier seine Auswirkung. Der Anteil an Softwarelizenzen sei jedoch steigend, und so würden die Experten zusätzlich zum Umsatzwachstum ein überproportionales Gewinnwachstum in den nächsten Jahren erwarten.

21 Mrd. USD Jahresumsatz würden mit 55 Mrd. USD Marktkapitalisierung bewertet. 4 Mrd. USD Nettoliquidität seien eine stolze Kriegskasse für das Unternehmen, mit der weitere strategische Akquisitionen vorgenommen werden könnten.

Nach der Finanzkrise sei die Aktie im Zeitraum 2009 bis 2011 von 7 auf 20 Euro angestiegen. Seither pendle die Aktie zwischen 15 und 22,50 Euro, wobei die Wechselkursschwankungen hier stärkeren Einfluss hätten als das Geschäft selbst. In US-Dollar gerechnet sei die Kursschwankung nur halb so heftig gewesen.

In der EDV-Branche würden Finanzinstitute als besonders investierfreudig gelten, und somit habe die doppelte Abhängigkeit von der Finanzbranche auf dem Aktienkurs gelastet. Zum einen habe man die wegbrechenden Investitionen der Finanzbranche nach dem reihenweisen Kollaps von Banken und Brokern gefürchtet. Zum anderen habe die Kreditklemme dafür gesorgt, dass auch andere Branchen ihre Investitionsvorhaben schwerer hätten finanzieren können.

So sei der Kurs im Rahmen der Euro-Schuldenkrise erneut kräftig eingebrochen, zunächst von 20 auf 15 Euro, als die Griechenland-Probleme bekannt geworden seien, und sodann von 22,50 auf 19 Euro, als in den vergangenen Monaten die harte deutsche Linie den Euroraum zu zerbrechen gedroht habe.

Seit Ende Juli erhole sich die Aktie im Rahmen der Draghi-Merkel-Rally und habe Ende letzter Woche bei 22 Euro gestanden. Doch nun habe das schwache Ergebnis von Dell den Kurs zurückgeholt, und vermutlich werde ein schwaches Ergebnis am Donnerstag von Hewlett-Packard die Aktie weiter unter Druck setzen.

Dabei seien die Probleme von Dell und Hewlett-Packard überwiegend im Privatkundengeschäft zu finden. Und EMC sei im Firmenkundengeschäft zu Hause. Die Aktie von EMC werde also nach Erachten der Experten zu Unrecht mit in den Keller gezogen.

Die aktuelle Kursschwäche sei in den Augen der Experten eine Einstiegsgelegenheit. EMC sei bestens positioniert und habe bereits für die Zukunft die richtigen Investitionen getätigt. Der Megatrend im Bereich der Unternehmens-EDV bleibe weiter intakt und werde durch die zunehmende Internationalisierung sowie durch die Zersplitterung des Endgerätemarktes (Smartphones, Touchpads) noch viele Herausforderungen bieten, die das Wachstum auf absehbare Zeit sichern dürften.

Die Experten hätten EMC in ihrem Börsenbrief "Heibel-Ticker" zu durchschnittlich 16,20 Euro gekauft (bereits 2011).

Doch die Experten von "Heibel-Ticker" werden die aktuelle Kursschwäche der EMC-Aktie zum Nachkaufen nutzen. Insbesondere zum Ende des Sommers würden Technologiewerte in Portfolios geholt, da wie hier bei EMC häufig übersehen werde, welches Wachstum das Unternehmen aufweise. Und wenn im Herbst Anleger ihre Bewertungsmodelle von 2012er auf 2013er Zahlen umstellen würden, werde das günstige Kursniveau von EMC offensichtlich werden, der Kurs sollte dann nach Erwartung der Experten anziehen. (Ausgabe 34 vom 24.08.2012) (27.08.2012/ac/a/a)

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