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USA: Gute Aussichten für die Industrie




11.01.13 15:53
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der Berichtswoche stehen in den USA neben Daten zum Wohnungsbau vor allem Indikatoren zum privaten Konsum und zur Industrie an, so die Analysten der Helaba.

Könnte der lange als "Achillesferse" der US-Wirtschaft bezeichnete Konsument die Expansion abwürgen? Oder sei ein Einbruch im Industriezyklus zu erwarten? Entgegen der teilweise schon fast religiösen Überzeugung der Pessimisten habe der Konsum in den USA seit dem Ende der Rezession nicht stagniert, sondern sei real im Schnitt um etwa 2% pro Jahr gestiegen. Im Dezember dürften die nominalen Einzelhandelsumsätze von niedrigeren Benzinpreisen und einer leichten Korrektur beim Pkw-Absatz belastet worden sein. Die Analysten würden aber mit einem Plus von 0,1 bis 0,2% rechnen. In Q4 insgesamt habe der reale Konsum wohl um annualisiert fast 2,5% zugelegt. Auch wenn die angehobenen Rentenbeiträge die verfügbaren Einkommen im Januar dämpfen würden, sollte dies nur eine temporäre Delle beim Konsum nach sich ziehen.

Der fiskalpolitische Unfall sei ausgeblieben. Die politische Unsicherheit nehme ab. China habe seinen zyklischen Tiefpunkt hinter sich. Der Euro habe überlebt und die konjunkturelle Lage in der Eurozone dürfte sich in den kommenden Monaten verbessern. Die Investitionsnachfrage in den USA ziehe nach einer Delle in Q3 wieder an. Vor diesem Hintergrund werde sich auch der globale Industriezyklus 2013 beleben. Die regionalen Stimmungsbarometer im Verarbeitenden Gewerbe sollten daher auf einem Aufwärtstrend bleiben. In diesem Sektor sei die Produktion im Dezember wohl um 0,5% gestiegen. Allerdings dürfte die vergleichsweise milde Witterung den Versorger-Output gedrückt haben, so dass für die Industrie insgesamt nur ein Anstieg von 0,3% gegenüber Vormonat zu Buche stehen dürfte. Die Produktion im Bergbau boome schon seit längerem.

Insgesamt scheine die Industrie auf einen Wachstumskurs einzuschwenken. Auch aus diesem Teil der US-Wirtschaft kämen also eher positive Zeichen. Die Tatsache, dass das Protokoll einer FOMC-Sitzung, auf der zeitlich unbegrenzte Käufe von Staatsanleihen im Umfang von monatlich 45 Mrd. US-Dollar - zusätzlich zum bestehenden Kaufprogramm von Hypothekenanleihen (40 Mrd. US-Dollar pro Monat) - beschlossen worden seien, nun als Signal für eine baldige Wende in der Geldpolitik herangezogen werde, zeige, wie dünn die Argumente der Pessimisten geworden seien. Die Frage sei nur, ob das letztlich ein gutes Zeichen sei, oder ob der Expansion nur aus einer Richtung Gefahr drohe, die derzeit noch kein Beobachter auf dem Radarschirm habe. (11.01.2013/ac/a/m)






 
 

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