Sechs Quartale in Folge sinkende Bruttomargen, ein Umsatzrückgang in China von zuletzt 10 Prozent — und nun die zweite große Entlassungswelle innerhalb weniger Monate. Nike kämpft auf mehreren Fronten gleichzeitig.
Der Konzern baut rund 1.400 Stellen ab, schwerpunktmäßig in der Technologieabteilung und im globalen Betrieb. Das entspricht knapp 2 Prozent der Gesamtbelegschaft. Bereits im Januar 2026 hatte Nike 775 Positionen in Distributionszentren gestrichen. Die aktuelle Runde folgt der intern kommunizierten „Win Now"-Strategie, die Chief Operating Officer Venkatesh Alagirisamy verantwortet: Technologiefunktionen werden zentralisiert und auf den Hauptsitz in Beaverton, Oregon sowie das Nike India Technology Center konzentriert.
Operative Umstrukturierung mit Millionenkosten
Die Stellenkürzungen sind nur ein Teil des Umbaus. Nike modernisiert den Fertigungsprozess für die „Air"-Produktlinie, verzahnt die globale Lieferkette enger und verlagert die Produktion der Marke Converse näher an ihre Hauptfertigungspartner. Für Abfindungszahlungen rechnet der Konzern mit Restrukturierungskosten von rund 300 Millionen Dollar vor Steuern, die bis Februar 2026 anfallen sollen.
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China und sinkende Margen belasten die Zahlen
Die Zahlen zeigen, wie ernst die Lage ist. Im dritten Quartal sank der Umsatz um 3 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar, der Nettogewinn brach um 35 Prozent auf 520 Millionen Dollar ein. Die Bruttomarge fiel auf 40,2 Prozent — der sechste Rückgang in Folge.
Besonders das China-Geschäft belastet. Nach einem Umsatzminus von 10 Prozent im letzten Quartal erwartet das Management für das laufende Quartal einen weiteren Rückgang von 20 Prozent in der Region. Beim Direktvertrieb (Nike Direct) sanken die Erlöse um 4 Prozent, während der Großhandel leicht um 5 Prozent zulegte — ein Hinweis auf eine veränderte Vertriebsdynamik.
Insider kaufen, der Markt bleibt skeptisch
CEO Elliott Hill, seit Ende 2024 an der Spitze des Unternehmens, kaufte am 13. April 2026 rund 23.660 Aktien zu durchschnittlich 42,27 Dollar — ein Investment von rund einer Million Dollar. Verwaltungsratsmitglied John W. Rogers erwarb ebenfalls Anteile. Insgesamt summierten sich die Insiderkäufe im letzten Quartal auf knapp 64.400 Aktien im Wert von rund 2,7 Millionen Dollar.
Der Markt zeigt sich davon bislang unbeeindruckt. Die Aktie notiert aktuell bei 38,28 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 29 Prozent verloren. Mit einem RSI von 17,5 ist das Papier technisch stark überverkauft — doch das Analysten-Konsensus-Rating lautet weiterhin „Hold", mit je 17 Kauf- und Halteempfehlungen. Das Short-Interest stieg im April um fast 23 Prozent auf 56,1 Millionen Aktien. Wetten auf eine Erholung und auf weiteren Kursverfall halten sich damit fast die Waage — die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob Hills Umbaukurs greift.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 44,69 $ | 44,78 $ | -0,09 $ | -0,20% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US6541061031 | 866993 | 80,16 $ | 42,09 $ | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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38,16 € | -0,40% | 24.04.26 |
| München | 38,36 € | +0,67% | 24.04.26 |
| Düsseldorf | 38,28 € | +0,08% | 24.04.26 |
| Hamburg | 38,39 € | +0,07% | 24.04.26 |
| Hannover | 38,39 € | +0,07% | 24.04.26 |
| Xetra | 38,365 € | -0,01% | 24.04.26 |
| Stuttgart | 38,155 € | -0,20% | 24.04.26 |
| NYSE | 44,69 $ | -0,20% | 24.04.26 |
| Nasdaq | 44,675 $ | -0,23% | 24.04.26 |
| Frankfurt | 38,20 € | -0,33% | 24.04.26 |
| AMEX | 44,74 $ | -1,12% | 24.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 1083 | NIKE buy | 24.04.26 |
| 14 | Call auf Nike von HSBC 13.01. | 02.10.13 |
| Good News from Nike | 28.06.01 |








