Adidas verliert den Champions-League-Ball nach 25 Jahren an Nike — und muss gleichzeitig zeigen, dass das operative Geschäft trotz Zollbelastungen und Währungsgegenwind trägt. Am Dienstag folgen die Q1-Zahlen. Das ist kein gewöhnlicher Berichtstag.
Symbolischer Verlust trifft auf reale Belastungen
Nike befindet sich in exklusiven Verhandlungen, die Matchbälle der UEFA Champions League ab der Saison 2027/28 zu liefern — ein Vertrag, den Adidas seit einem Vierteljahrhundert hält. Das Ausscheiden aus der Partnerschaft ist offiziell bestätigt. Bis Ende der Saison 2026/27 bleibt Adidas noch Lieferant, danach verliert der Konzern eine der sichtbarsten Werbeplattformen im europäischen Fußball.
Die Aktie schloss am Freitag bei 137,40 Euro und liegt damit knapp 18,4 Prozent im Minus seit Jahresbeginn. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Minus fast 37 Prozent — die Aktie notiert weit unterhalb aller relevanten gleitenden Durchschnitte.
Q1-Zahlen als erster Stresstest
Am 29. April legt Adidas die Q1-2026-Ergebnisse vor. Der Bericht gilt als erster konkreter Test der im März revidierten Unternehmensführung. Für das Gesamtjahr erwartet Adidas ein operatives Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro — trotz eines kalkulierten Gegenwinds von 400 Millionen Euro durch US-Zölle und Währungseffekte.
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Vietnam ist dabei der kritische Punkt: Das Land verantwortet 27 Prozent des gesamten Produktionsvolumens und 41 Prozent der globalen Schuhfertigung. Steigen die Zölle weiter oder bleiben sie strukturell hoch, gerät diese Kalkulation schnell unter Druck.
Erschwerend kommt der makroökonomische Kontext hinzu. Am selben Tag wird der US-Consumer-Confidence-Index erwartet — Ökonomen prognostizieren den niedrigsten Wert seit Anfang 2021. Schwache Konsumentendaten wären für Nordamerika, einen der wichtigsten Adidas-Märkte, ein ungünstiges Signal.
Insider kaufen, Bernstein bleibt optimistisch
Vertrauen signalisierten zuletzt Unternehmensinsider: Großaktionär Nassef Sawiris investierte Ende März rund 11 Millionen Euro in Adidas-Aktien, Finanzvorstand Harm Ohlmeyer erwarb persönlich Anteile im Wert von über 330.000 Euro — beide Käufe nahe dem 52-Wochen-Tief von 130,60 Euro.
Bernstein Research senkte das Kursziel von 255 auf 245 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf "Outperform". Die Analysten verweisen auf verstärkte Produktinnovationen im Vorfeld der Fußball-WM — eine starke WM-Performance könnte das Anlegerinteresse neu entfachen.
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WM 2026 als mittelfristiger Anker
Adidas hat sich seit dem vierten Quartal intensiv auf WM-Produkte fokussiert: neue Trikots, frische Farbvarianten der Predator- und F50-Stollenschuhe, Partnerschaften mit Argentinien und Spanien. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem deutschen Nationalteam — 2026 ist das letzte WM-Turnier, bei dem die Mannschaft in den Drei Streifen antritt.
Für das Aktionärstreffen am 7. Mai schlägt der Vorstand eine Dividende von 2,80 Euro je Aktie vor, mit Ex-Dividende-Tag am 8. Mai. Die Q1-Zahlen am Dienstag werden zeigen, ob die operative Basis stabil genug ist, um diese Versprechen zu tragen.
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