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Gold: Das klingt gut




30.01.26 07:52
DER AKTIONÄR

Trotz des gestrigen Kursrücksetzers setzte der Goldpreis auch in dieser Woche seine Rekordjagd fort. Natürlich kann einem beim Blick auf die Fahnenstange, die Gold im Langfristig-Chart ausgebildet hat, schwindelig werden. Auf der anderen Seite ist die Rally auch fundamental unterfüttert, wie der Bericht „Gold Demand Trends“ des World Gold Council zeigt.


Demnach erreichte die weltweite Goldnachfrage im vergangenen Jahr mit 5.002 Tonnen einen neuen Rekord. Besonders das vierte Quartal setzte mit einem Spitzenwert den Schlusspunkt unter ein außergewöhnliches Jahr. Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten sorgten für hohe Investitionen in Gold im Gesamtwert von 555 Milliarden US-Dollar.


Die Investitionsnachfrage stieg auf 2.175 Tonnen und war damit der wichtigste Treiber. Anleger bauten ihre Bestände an Gold-ETFs um 801 Tonnen aus und kauften zudem verstärkt Barren und Münzen. In dieser Kategorie lag die Nachfrage bei 1.374 Tonnen beziehungsweise 154 Milliarden US-Dollar. China und Indien verzeichneten dabei deutliche Zuwächse und machten zusammen mehr als die Hälfte der Nachfrage aus.


Zentralbanken stockten ihre Reserven 2025 um 863 Tonnen auf und blieben damit ein stabiler Faktor, auch wenn die Käufe unter dem Niveau der drei Vorjahre lagen.


Louise Street, Senior Markets Analyst beim World Gold Council, erklärte: „Im Jahr 2025 stieg die Nachfrage nach Gold sprunghaft an und die Preise schossen in die Höhe. Sowohl Verbraucher als auch Investoren kauften und hielten Gold in einem Umfeld, in dem wirtschaftliche und geopolitische Risiken zur neuen Normalität geworden sind. Die Investitionsnachfrage stand im Vordergrund, da Investoren über alle verfügbaren Kanäle in Gold strömten – doch auch andere Segmente spielten eine unterstützende Rolle.“ Auch für die kommenden Monate zeigte sich Street indes weiterhin optimistisch. So betonte sie: „Da die wirtschaftliche und geopolitische Instabilität im Jahr 2026 kaum Anzeichen eines Rückgangs zeigt, dürfte die Dynamik der starken Goldnachfrage aus dem vergangenen Jahr anhalten. Im ersten Monat dieses Jahres hat Gold bereits erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar pro Unze überschritten, was die Rolle von Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten unterstreicht.“









 
 
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