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Tesla Aktie: Vor dem Robotaxi-Event - Rally oder "Sell the News"-Moment?




11.06.25 14:33
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Tesla-Aktienanalyse von XTB:

Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB in Deutschland, nimmt die Aktie von Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol: TL0, NASDAQ-Symbol: TSLA) in einer aktuellen Marktanalyse unter die Lupe.

Die Aktie von Tesla habe ausgehend von der Eskalation zwischen US-Präsident Donald Trump und Tesla-CEO Elon Musk vergangene Woche Donnerstag massive Abschläge zu sehen bekommen, sich zwischenzeitlich aber zurück auf die Ausgangskursniveaus bewegt.

Kurzfristig scheint die Aktie technisch auf der Oberseite eventuell etwas "überdehnt" und mit dem anstehenden "Robo-Taxi-Event" könnten wir vor einem "Sell the News Event" stehen, welches dann aber im Anschluss zügig Käufer finden könnte, so die Experten von XTB.

So hätten jüngst Schlagzeilen die Runde gemacht, dass Elon Musk ein erstes Robotaxi-Angebot am 22. Juni an den Start bringen wolle - ein Datum, das sich aber verschieben könnte, da Musk über seine Plattform X habe wissen lassen, dass Tesla "super-paranoid" in Bezug auf das Thema Sicherheit sei. Zudem habe Musk geschrieben, dass man zum 28. Juni einen in Austin gebauten Tesla Model Y dem Käufer direkt vor die Tür fahren lassen wolle.

Spannend sei sicherlich der Einsatz von Kameras, statt der zum Beispiel von Google bzw. Waymo eingesetzten Laser-Radare (LIDAR). Diese sollten Objekte und Personen wohl besser erkennen können und Experten würden sagen, dass der Verzicht auf die teureren Laser-Radare darauf hindeuten könnte, dass die Robotaxi-Teslas wirklich verlässlich seien.

Zur Einordnung: Nach Lektüre seiner Biografie offenbare sich, dass Musks Präferenz für Kameras gegenüber LIDAR in Teslas Robotaxis auf einer Kombination aus philosophischen, technischen und wirtschaftlichen Überlegungen beruhe.

Musk argumentiere zum Beispiel, dass sich menschliche Fahrer beim Navigieren auf Straßen in erster Linie auf ihr Sehvermögen verlassen und ihre Augen und ihr Gehirn zur Verarbeitung visueller Informationen nutzen würden, ohne Laserstrahlen auszusenden. Er glaube, dass ein robustes System künstlicher Intelligenz (KI) in Verbindung mit Kameras die visuelle Wahrnehmung des Menschen beim Fahren nachbilden und sogar übertreffen könne. Diese Philosophie sei der Grund für Teslas Ansatz, "Silizium-Neuronale Netze und Kameras" zu verwenden, um das menschliche Fahrverhalten nachzuahmen, da Musk erklärt habe, dass Straßen für biologische neuronale Netzwerke und Augen konzipiert seien, wodurch Kameras die am besten geeigneten Sensoren für diese Aufgabe seien.

Diese Philosophie kombiniere Musk mit Kosteneffizienz: Kameras seien deutlich günstiger als LIDAR-Systeme, die pro Einheit Tausende von Dollar kosten könnten. Musk habe LIDAR immer wieder als "teuer" und "unnötig" kritisiert und argumentiere, dass es kostspielige Hardware hinzufüge, die er für überflüssig halte. Durch den Einsatz von Kameras, die bereits in Tesla-Fahrzeugen integriert seien, könne das Unternehmen die mit LIDAR verbundenen hohen Kosten vermeiden und die Technologie für autonome Fahrzeuge für den Massenmarkt wie Robotaxis skalierbarer und erschwinglicher machen.

Zudem sei Musk der Ansicht, dass ein kamerabasiertes System in Verbindung mit fortschrittlicher KI die Hardwareanforderungen vereinfachen und eine leichtere Skalierung ermöglichen könne. Er habe behauptet, dass die meisten neuen Tesla-Fahrzeuge bereits über die erforderliche Hardware (Kameras und Rechenleistung) verfügten, um durch Software-Updates vollständige Autonomie zu erreichen, sodass zusätzliche Sensoren wie LIDAR überflüssig würden. Dieser Ansatz stehe im Einklang mit dem Ziel von Tesla, Millionen von autonomen Robotaxis effizient einzusetzen.

In Bezug auf LIDAR sei Musk sehr kritisch und skeptisch: Er habe LIDAR wiederholt als "sinnlos" bezeichnet und sage voraus, dass Konkurrenten, die darauf setzen würden, es letztendlich aufgeben würden, argumentiere, dass die hochauflösende 3D-Kartierung von LIDAR zwar präzise sei, für autonomes Fahren jedoch überdimensioniert sei, da Kameras in Kombination mit fortschrittlicher KI ähnliche Ergebnisse erzielen könnten.

Nichtsdestotrotz: Tesla habe LIDAR-Sensoren von Unternehmen wie Luminar zu Forschungszwecken getestet, bleibe hier also nicht untätig. Das habe eventuell auch mit den geäußerten Sicherheitsbedenken großer Autobauer wie BMW zu tun. So hätten Ferdinand Dudenhöffer und Frank Weber von BMW darauf hingewiesen, dass Kameras allein bestimmte Hindernisse (z.B. eine Palette auf der Straße) möglicherweise nicht erkennen könnten und dass eine Kombination aus Sensoren (LIDAR, Radar und Kameras) für höhere Autonomiestufen (Level 3 und höher) sicherer sei.

Die Zeit werde zeigen, ob Musk hier - wie sehr häufig in der Vergangenheit - Recht behalten werde oder Tesla zu einem Strategiewechsel gezwungen werde.

Außer Frage stehe, dass ein neues Zeitalter eingeläutet werde - und Tesla scheine für dieses sehr gut aufgestellt zu sein. Ausgehend hiervon bleibt die Aktie, trotz jüngster und auch zeitnah weiter zu erwartender, hoher Volatilität als Beimischung im Portfolio im Bereich KI durchaus eine wesentliche Komponente für mittel- bis längerfristige Investoren, so Jens Klatt, Marktanalyst bei XTB, in einer aktuellen Marktanalyse. (Analyse vom 11.06.2025)


Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (11.06.2025/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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