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DAX: Neuer Höchststand




17.01.25 09:23
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Der DAX will einfach nach oben, so die Analysten der Nord LB.

Mit 20.675,08 Punkten habe der deutsche Leitindex am Donnerstag einen neuen Höchststand erklommen. Die überraschend positiv ausgefallenen US-Inflationsdaten hätten an den europäischen Aktienbörsen den zweiten Tag in Folge nachgewirkt.

Der Wall Street hätten indes schwache Konjunkturdaten gepaart mit uneinheitlichen Konzernbilanzen sowie dem Stimmungsbild des NAHB-Bauklimaindex nicht wirklich gefallen. Die private Immobilienbranche sei in den USA im wahrsten Sinne des Wortes mit einer Hypothek ins neue Jahr gestartet. Mit 47 Punkten sei der NAHB-Index um nur einen Punkt gestiegen (im Vergleich zum Dezember). Belastend habe wieder verstärkt das Finanzierungsniveau gewirkt, welches mit Konditionen um die 7% (bei den durchschnittlichen 30-jährigen Hypotheken) eine wichtige psychologische Marke erreicht habe. Bauen werde somit wieder deutlich teurer.

Der DAX sei um +0,39% und der TecDAX um +0,16% gestiegen. Der MDAX sei um -0,21% gesunken.

Der Dow Jones sei um -0,16%, der S&P 500 um -0,21% und der Nasdaq Comp. um -0,89% gefallen.

Vor dem anstehenden Börsengang der Continental Autosparte würden sich die Hannoveraner mit Karin Dohm verstärken (zuletzt Finanzchefin der Baumarktkette Hornbach). Dohm solle ab April dieses Jahres die Finanzen der Automotive-Sparte leiten. Seit längerer Zeit leide Conti schon unter schwachen Margen im Autozuliefer-Geschäft. Continental plane den Börsengang des Autogeschäfts bis zum Ende des Jahres 2025. Im Konzern würden dann nur noch die lukrative Reifensparte und ContiTech (Kunststoff- und Kautschuk) verbleiben. ContiTech solle Angabe-gemäß noch stärker auf Kunden aus der Industrie ausgerichtet werden.

Spekulationen über mögliche, bevorstehende chinesische Konjunkturmaßnahmen hätten den Kurs des Industriemetalls Kupfer gestern auf ein Fünf-Wochen-Hoch getrieben (USD 9.271 pro Tonne).

Positive Aussichten über eine längerfristige Feuerpause im Gaza-Krieg hätten am Ölmarkt für fallende Preise gesorgt (ab kommenden Sonntag sei eine Waffenruhe im Gespräch). Die Nordsee-Sorte Brent habe sich um mehr als 1% auf USD 82,29 pro Barrel verbilligt. WTI sei noch stärker (rund -2%) auf USD 77,87 gefallen.

Konträr dazu würden sich derzeit die Dieselpreise entwickeln. Im Durchschitt (bundesweit) koste ein Liter derzeit EUR 1,69. Noch vor fünf Wochen hätten die Preise rund 10,4 Eurocent niedriger gelegen. Als ein Grund werde in Deutschland (gemäß ADAC) der zum Jahreswechsel angehobene CO2-Preis in Höhe von 3 Eurocent pro Liter genannt. Auch die derzeitige Entwicklung des Euro/Dollar-Kurses (Öl werde in USD gehandelt) trage seinen Teil zu der Verteuerung bei. (17.01.2025/ac/a/m)








 
 
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