Rhein Biotech halten




22.04.02 11:56
sunday-market

Die Analysten von "sunday-market" empfehlen derzeit die Aktien von Rhein Biotech (WKN 919544) zu halten.

Hepatitis B sei eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt. Rund 2 Milliarden Menschen seien infiziert, etwa 2 Millionen würden jährlich an den direkten Folgen der Hepatitis B sterben, darunter mehr als eine halbe Million Menschen am Leberkarzinom. Mit dem Produkt Hepavax-Gene, hergestellt bei der Tochterfirma Green-Cross Vaccine in Korea, sei Rhein Biotech der drittgrößte Hersteller von Hepatitis-B-Impfstoffen weltweit. Seit 1996 seien mehr als 140 Millionen Impfungen mit Hepavax-Gene meist im Zuge von nationalen Impfprogrammen rund um den Globus durchgeführt worden.

Rhein Biotech verfolge eine dreigleisige Strategie, die auf folgende Produktgruppen aufgebaut sei: Impfstoffe für Massenimmunisierungen, Impfstoffe für bestimmte Risikogruppen (z.B. Reisende, Angehörige des Gesundheitssystems) und therapeutische Impfstoffe. Neben dem Hauptumsatzträger Hepavax-Gene würden mit weiteren zwölf Produkten rund 75 Prozent der Weltbevölkerung erreicht.

Auch die Pipeline von Rhein Biotech sei gut gefüllt. Im laufenden Jahr solle ein schneller wirksam werdender Hepatitis-B-Impfstoff auf den Markt kommen. Gemeinsam mit Chiron Vaccines werde an einem kombinierten Impfstoff gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Hepatitis B und Hirnhautentzündung gearbeitet. Nach jetziger Planung solle dieser 2005 die Marktreife erreichen. Neuartige therapeutische Impfstoffe sollten bis 2007 entwickelt und eingeführt werden.

Nach einem Umsatzsprung um mehr als 900 Prozent in 2000 sei im vergangenen Jahr der Umsatz "nur noch" um 36 Prozent gesteigert worden. Für die kommenden Jahre rechne das Unternehmen mit Wachstumsraten um 25 Prozent und einem Umsatz von über 200 Millionen Euro bis 2005. Einen erneuten kräftigen Schub könnte es nach 2005 durch die Einführung der aktuell in der Entwicklung befindlichen Produkte geben. Enttäuscht seien viele Anleger und Analysten über den rückläufigen Gewinn in 2001 gewesen, hervorgerufen durch knappere Margen, höhere Investitionen und Abschreibungen. 2002 solle daher nach Aussage des Vorstands Daan Ellens der Optimierung der Effektivität der Gruppe dienen.

Die Kursverluste der letzten Tage würden - vermutlich unbegründet - auf der Furcht beruhen, dass die Haltefrist des Großaktionärs Green-Cross Vaccine (17 Prozent Anteil) abgelaufen sei und er die Aktien nun abstoßen dürfe. Seit Anfang des Jahres habe sich der Kurs damit fast halbiert und es errechne sich inzwischen ein KGV für 2003 von 14 bei einem Gewinn von 2,60 Euro je Aktie. Damit würden die Zahlen auf eine Unterbewertung hinweisen. Doch Vorsicht: Das erste Quartal sei bei Rhein Biotech traditionell schwach. Eine Enttäuschung könnte vorprogrammiert sein. Um sicher zu gehen, sollten zunächst diese Zahlen abgewartet werden. Würden diese einigermaßen ausfallen, könne zugegriffen werden. Auch charttechnisch scheine es für einen Einstieg noch etwas zu früh.

Das Rating der Analysten von "sunday-market" für Rhein Biotech lautet auf "halten".








 
 
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