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Die Analysten von Consors Capital raten, die Aktien von Infineon (WKN 623100) zu kaufen.
Am Dienstag, den 30.01., habe Hynix (Weltmarktanteil ca. 20%) einen möglichen Verkaufsstopp von Single-Rate und Double-Rate-DRAM im Spotmarkt für das laufende Quartal in Aussicht gestellt. Als Begründung seien gestiegene Nachfrage und Engpässe bei der Belieferung angegeben worden. Zwar lasse sich angesichts verbesserter makroökonomischer Daten, z.B. dem mit 13,3% ausgefallenen Auftragseingang bei Halbleitern in den USA für Dezember, eine Stabilisierung der Nachfrage ableiten. Eine Knappheit an DRAM könne man jedoch momentan nicht erkennen.
Die Analysten gingen daher davon aus, dass der von Hynix angekündigte Stopp von Verkäufen im Spotmarkt als politisches Signal an Infineon und Micron Technology zu sehen sei. Generell unterscheide man bei DRAM zwischen Spot- und Contract-Märkten. Die strategischen Kunden würden hierbei per Kontrakt mit im voraus vereinbarten Preisen bedient. Restbestände und Überschussproduktion würden auf Spotmärkten verkauft. Diese würden Durchschnittspreise ermitteln, wobei insbesondere der Wochendurchschnitt als Referenzkurs von Bedeutung sei. Die verschiedenen Spotmärkte seien jedoch (noch) nicht als effiziente Börsen zu bezeichnen. Sie würden keiner Aufsicht unterliegen und sollten eher als Auktionshaus verstanden werden. Nichtsdestotrotz würden sie als Signalgeber für die Contract-Kunden fungieren. Spot- und Contract-Preis könnten erheblich differieren. So würden Einkäufer von strategisch wichtigen OEMs in der Regel Abschläge von 25 bis 50% auf den Spotpreis verlangen. Trotz allem würden DRAM-Produzenten aufgrund der Planungssicherheit und der deutlich höheren Abnahmemengen diese Kunden bevorzugen.
Zur Zeit lägen die Contract-Preise unter den Spot-Preisen. Der Spot-Preis befinde sich jedoch nicht immer unter dem Contract-Preis. So könnten sich in Knappheitsphasen mit stark steigenden Spotpreisen OEMs per "Kontrakt" kalkulierbare Preise und bevorzugte Lieferung sichern. Dann lägen die Contract-Preise über den Spot-Preisen, was in 2000 der Fall gewesen sei. Die offensichtliche Ähnlichkeit mit einem Forward und der Commodity-Charakter von DRAM könnten in naher Zukunft die Konstruktion eines Future ermöglichen. Pläne hierfür habe die in Konkurs befindliche Enron. Möglicherweise würden diese Ideen von UBS-Warburg, die den Energie- und Rohstoffhandel von Enron wahrscheinlich übernehmen würden, aufgegriffen.
Für die Planungssicherheit der Branche wäre dies von großem Vorteil. Die Signalfunktion der Spotmärkte sei das wichtigste Mittel zur Beeinflussung des Preises im zuletzt ruinösen Wettbewerb zwischen den DRAM-Herstellern. So habe insbesondere Infineon, die mit ca. 60 bis 70% den größten Anteil an Contract-Kunden haben, die südkoreanischen Hersteller Samsung und Hynix einer aggressiven Dumping-Politik auf den Spotmärkten beschuldigt. Auf diese Art und Weise würden auch die Contract-Preise von Infineon und somit die Cash-Situation bei Infineon mit Hebelwirkung beeinflusst.
Die Politik der Gewinnung von Marktanteilen durch erzwungenen Ausstieg der Konkurrenz aus dem DRAM-Markt seitens Hynix, die von der südkoreanischen Regierung getragen worden sei, sei gescheitert. Das Ergebnis seien 6,5 Mrd. US-Dollar kurzfristige Schulden. Der ruinöse Wettbewerb lasse sich nicht mehr weiterführen. Angesichts der bislang ergebnislos abgebrochenen Fusionsverhandlungen mit Micron Technology bleibe neben einem Konkurs nur eine schmerzhafte Restrukturierung als Alternative.
Beides bedeute Kapazitätskürzungen und sei klar positiv für Infineon zu werten. Die Analysten von Consors Capital interpretieren daher die Aussagen von Hynix als Kapitulation und glauben, dass die ruinöse Wettbewerbsphase bei DRAM beendet ist und einer kooperativeren Politik weichen wird. Die Wertung einer Kapitulation in Südkorea lasse sich auch am Rücktritt des Ministers für Industrie, Handel und Energie, Chang-Cheshik, erkennen. Dieser sei in Personalunion auch Vorsitzender des Restrukturierungskomitees von Hynix und werde durch seinen Vorgänger Shin Kookhwan ersetzt.
Die Phase des irrationalen ruinösen Wettbewerbs scheine beendet. Wahrscheinlich werde sie in dieser starken Form zumindest auf dem DRAM-Markt nicht mehr auftreten. Die grundlegende Wende auf dem DRAM-Markt, an der die Analysten bisher gezweifelt hätten, sei da. Man gehe davon aus, dass Infineon hiervon klar profitieren werde und sich als dritte Kraft hinter Micon und Samsung etablieren werde.
Für das Gesamtjahr würden die Analysten trotzdem ein negatives EPS von Euro -0,76 (vorher revidiert -1,00) erwarten. Hierbei rechne man im vierten Quartal nur noch mit einem leicht negativen EBIT von Euro 2,39 Mio. In 2003 sehe man ein positives EPS von Euro 1,34 Euro (vorher revidiert 0,90). Lege man ein faires KGV von 20 zugrunde, so ergebe sich ein Kursziel von Euro 27. Der mittels DCF-Verfahren ermittelte Fair Value liege bei Euro 35,2. Zur Erreichung dieses Kursniveaus bedürfe es jedoch einer zusätzlichen Besserung der Nachfrageseite.
Daher stufen die Analysten von Consors Capital die Aktien von Infineon nun mit "kaufen" ein.
Am Dienstag, den 30.01., habe Hynix (Weltmarktanteil ca. 20%) einen möglichen Verkaufsstopp von Single-Rate und Double-Rate-DRAM im Spotmarkt für das laufende Quartal in Aussicht gestellt. Als Begründung seien gestiegene Nachfrage und Engpässe bei der Belieferung angegeben worden. Zwar lasse sich angesichts verbesserter makroökonomischer Daten, z.B. dem mit 13,3% ausgefallenen Auftragseingang bei Halbleitern in den USA für Dezember, eine Stabilisierung der Nachfrage ableiten. Eine Knappheit an DRAM könne man jedoch momentan nicht erkennen.
Die Analysten gingen daher davon aus, dass der von Hynix angekündigte Stopp von Verkäufen im Spotmarkt als politisches Signal an Infineon und Micron Technology zu sehen sei. Generell unterscheide man bei DRAM zwischen Spot- und Contract-Märkten. Die strategischen Kunden würden hierbei per Kontrakt mit im voraus vereinbarten Preisen bedient. Restbestände und Überschussproduktion würden auf Spotmärkten verkauft. Diese würden Durchschnittspreise ermitteln, wobei insbesondere der Wochendurchschnitt als Referenzkurs von Bedeutung sei. Die verschiedenen Spotmärkte seien jedoch (noch) nicht als effiziente Börsen zu bezeichnen. Sie würden keiner Aufsicht unterliegen und sollten eher als Auktionshaus verstanden werden. Nichtsdestotrotz würden sie als Signalgeber für die Contract-Kunden fungieren. Spot- und Contract-Preis könnten erheblich differieren. So würden Einkäufer von strategisch wichtigen OEMs in der Regel Abschläge von 25 bis 50% auf den Spotpreis verlangen. Trotz allem würden DRAM-Produzenten aufgrund der Planungssicherheit und der deutlich höheren Abnahmemengen diese Kunden bevorzugen.
Zur Zeit lägen die Contract-Preise unter den Spot-Preisen. Der Spot-Preis befinde sich jedoch nicht immer unter dem Contract-Preis. So könnten sich in Knappheitsphasen mit stark steigenden Spotpreisen OEMs per "Kontrakt" kalkulierbare Preise und bevorzugte Lieferung sichern. Dann lägen die Contract-Preise über den Spot-Preisen, was in 2000 der Fall gewesen sei. Die offensichtliche Ähnlichkeit mit einem Forward und der Commodity-Charakter von DRAM könnten in naher Zukunft die Konstruktion eines Future ermöglichen. Pläne hierfür habe die in Konkurs befindliche Enron. Möglicherweise würden diese Ideen von UBS-Warburg, die den Energie- und Rohstoffhandel von Enron wahrscheinlich übernehmen würden, aufgegriffen.
Die Politik der Gewinnung von Marktanteilen durch erzwungenen Ausstieg der Konkurrenz aus dem DRAM-Markt seitens Hynix, die von der südkoreanischen Regierung getragen worden sei, sei gescheitert. Das Ergebnis seien 6,5 Mrd. US-Dollar kurzfristige Schulden. Der ruinöse Wettbewerb lasse sich nicht mehr weiterführen. Angesichts der bislang ergebnislos abgebrochenen Fusionsverhandlungen mit Micron Technology bleibe neben einem Konkurs nur eine schmerzhafte Restrukturierung als Alternative.
Beides bedeute Kapazitätskürzungen und sei klar positiv für Infineon zu werten. Die Analysten von Consors Capital interpretieren daher die Aussagen von Hynix als Kapitulation und glauben, dass die ruinöse Wettbewerbsphase bei DRAM beendet ist und einer kooperativeren Politik weichen wird. Die Wertung einer Kapitulation in Südkorea lasse sich auch am Rücktritt des Ministers für Industrie, Handel und Energie, Chang-Cheshik, erkennen. Dieser sei in Personalunion auch Vorsitzender des Restrukturierungskomitees von Hynix und werde durch seinen Vorgänger Shin Kookhwan ersetzt.
Die Phase des irrationalen ruinösen Wettbewerbs scheine beendet. Wahrscheinlich werde sie in dieser starken Form zumindest auf dem DRAM-Markt nicht mehr auftreten. Die grundlegende Wende auf dem DRAM-Markt, an der die Analysten bisher gezweifelt hätten, sei da. Man gehe davon aus, dass Infineon hiervon klar profitieren werde und sich als dritte Kraft hinter Micon und Samsung etablieren werde.
Für das Gesamtjahr würden die Analysten trotzdem ein negatives EPS von Euro -0,76 (vorher revidiert -1,00) erwarten. Hierbei rechne man im vierten Quartal nur noch mit einem leicht negativen EBIT von Euro 2,39 Mio. In 2003 sehe man ein positives EPS von Euro 1,34 Euro (vorher revidiert 0,90). Lege man ein faires KGV von 20 zugrunde, so ergebe sich ein Kursziel von Euro 27. Der mittels DCF-Verfahren ermittelte Fair Value liege bei Euro 35,2. Zur Erreichung dieses Kursniveaus bedürfe es jedoch einer zusätzlichen Besserung der Nachfrageseite.
Daher stufen die Analysten von Consors Capital die Aktien von Infineon nun mit "kaufen" ein.
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 48,90 € | 46,005 € | 2,895 € | +6,29% | 17.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0006231004 | 623100 | 49,00 € | 25,97 € | |
Werte im Artikel
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
48,455 € | +5,53% | 17.04.26 |
| Düsseldorf | 48,845 € | +7,00% | 17.04.26 |
| Hamburg | 48,98 € | +6,48% | 17.04.26 |
| Xetra | 48,90 € | +6,29% | 17.04.26 |
| Hannover | 48,01 € | +6,11% | 17.04.26 |
| Stuttgart | 48,39 € | +5,57% | 17.04.26 |
| München | 48,455 € | +5,44% | 17.04.26 |
| Frankfurt | 48,30 € | +5,39% | 17.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 53,65 $ | +2,19% | 16.04.26 |
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