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DAX schüttelt die Krise ab




01.04.11 13:50
DaxVestor

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Mit der Rückkehr über 7.000 Punkte hat der DAX zumindest aus charttechnischer Sicht die Japan- und Libyen-Krisen wieder abgeschüttelt, so die Experten vom "DaxVestor".

Derzeit würden die weiterhin äußerst ernsten Probleme am AKW Fukushima offenbar keine Rolle mehr spielen. Positive Konjunkturdaten aus den USA und Deutschland hätten die Ängste vorerst vertrieben. Das könne sich aber schnell wieder ändern.

In den USA sei die Beschäftigung im März um 216.000 und damit etwas stärker als erwartet gestiegen. Zwar sei dies eine erfreuliche Entwicklung, allerdings seien aufgrund der demographischen Entwicklung in den USA noch höhere Zuwächse nötig, um von einer echten durchgreifenden Erholung sprechen zu können. So stagniere die Arbeitslosenquote trotz der Beschäftigungszuwächse knapp unterhalb von neun Prozent.

In Deutschland bleibe der Arbeitsmarkt dagegen im März dank des guten Wetters sehr stark. Die Zahl der Arbeitslosen sei um 100.000 gegenüber dem Vormonat zurückgegangen bzw. um 350.000 gegenüber dem März 2010. Besonders positiv sei der Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Ganz offensichtlich hätten die Krisen in Libyen und Japan bislang keinen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Bei den Unternehmen habe zuletzt insbesondere die Commerzbank im Blickpunkt gestanden. Die Aktie verbuche seit Dienstag massive Kursverluste, nachdem die Bank angekündigt habe, die stillen Einlagen des Bundes schnellstmöglich zurückzahlen zu wollen. Dies scheine jedoch nur möglich, wenn durch eine Kapitalerhöhung neue Mittel zufließen würden. Dies würde zu einer Gewinnverwässerung führen, weshalb die Aktie auch heute noch auf den Verkaufslisten stehe. Kaum eine Rolle würden dagegen die operativen Fortschritte spielen, die Deutschlands zweitgrößte Bank bislang gemacht habe.

Viele Anleger würden sich derzeit fragen, ob sie in Solaraktien einsteigen sollten. Im Prinzip könne man ein solches Investment befürworten, allerdings sollte man genau hinschauen. Wie die Experten schon öfters erwähnt hätten, seien nicht alle Solaraktien empfehlenswert, so zum Beispiel die im TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) enthaltene Q-Cells (ISIN DE0005558662 / WKN 555866). Trotz der Energiewende in Deutschland erwarte das Unternehmen 2011 keine Steigerung beim operativen Gewinn. Grund sei der enorme Preisdruck in der Branche. Vorstandschef Nedim Cen schließe sogar sinkende Gewinne nicht aus. Q-Cells sei erst 2010 mit 19 Mio. Euro in die Gewinnzone zurückgekehrt, nachdem 2009 ein Minus von 1,3 Mrd. (!!!) Euro angefallen sei.

Auch bei anderen Solaraktien sei das Eis oftmals dünn. SOLON sei ganz knapp mit 0,4 Mio. Euro in die Gewinnzone zurückgekehrt, nach einem Minus von -199,2 Mio. Euro 2009. Wer also in Solaraktien investieren möchte, sollte besser auf einen Index setzen, in dem das Risiko auf mehrere Unternehmen, am besten auch auf solche aus dem Ausland, gestreut werde. Wer noch breiter streuen möchte, sollte auf einen Index zurückgreifen, der auch Anbieter aus anderen Erneuerbaren Energien beinhalte, z.B. Wind- und Wasserkraft.

Die Belastungsfaktoren seien zwar nach wie vor da - der Ölpreis, der Krieg in Libyen, die Atom-Katastrophe in Japan - davon habe sich der DAX jedoch nicht beeinflussen lassen. Mit der Rückkehr über 7.000 Punkte habe der deutsche Leitindex den Japan-Kursrutsch wieder wettgemacht. Könne sich der DAX weiter über dieser Unterstützungslinie behaupten, wäre dies ein charttechnisches Kaufsignal, das einen weiteren Anstieg erwarten ließe. Der DAX wolle zur Tagesordnung übergehen. Das scheine auf den ersten Blick gelungen. Allerdings könne der DAX auch schnell wieder in den Krisenmodus schalten. Dies sollte man bei Engagements im Hinterkopf behalten. (01.04.2011/ac/a/m)








 
 
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