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München (aktiencheck.de AG) - Die Aktienmärkte erlebten den schwärzesten August seit langer Zeit, so die Experten von PARTNERS VermögensManagement.
Innerhalb der beiden ersten Augustwochen seien weltweit 8 Billionen USD Marktkapitalisierung vernichtet worden. Deutschlands Leitindex DAX habe in vierzehn Tagen über 25% seines Wertes verloren. Hätten zuerst noch normale Gewinnmitnahmen geherrscht, habe die Entwicklung in eine Verkaufspanik ausgeartet.
Die Kurse seien in den freien Fall abgeschwenkt, nachdem sich die US-Regierung mit der politischen Opposition in der letzten Sekunde auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze geeinigt habe. Die Ratingagentur S&P habe prompt reagiert und die Bonität Amerikas herabgestuft.
Zudem habe die seit längerem schwelende Schuldenkrise einzelner EU-Staaten verunsichert. Eigentlich keine überraschenden neuen Informationen, die Angst sei umgegangen, die Angst vor einer weltweit tiefgreifenden Rezession. Chartisten hätten mit dem "Todeskreuz" orakelt - einer eindeutigen Chartformation, in der ein 50-Tages-Durchschnitt den 200-Tagesdurchschnitt von oben nach unten durchkreuz ...anscheinend ein starkes Indiz für stark fallende Aktienmärkte.
Auch die Fundamentalisten kämen derzeit ins Grübeln. Habe Deutschlands Wirtschaft einerseits mit dem Abarbeiten der Auftragsflut der vergangenen zwei Jahre zu tun, würden sich andererseits die konjunkturellen Frühindikatoren erheblich eintrüben.
Führende Ökonomen sowie die politischen Entscheider würden noch keine Rezession in Deutschland befürchten, jedoch eine Zeit des normalisierten Wachstums. Deutschlands Manager würden die Lage allerdings wesentlich kritischer als noch im Juli sehen.
Der entsprechende Indikator hierfür erleide den stärksten Rückgang seit Erhebungsbeginn 1991. Auch der ZEW-Index sowie der ifo-Index, klassische Stimmungs-Frühindikatoren, würden in ihrer aktuellen Schwäche eine deutliche Sprache sprechen.
Im krassen Gegensatz hierzu tünden jedoch die derzeitigen Insiderkäufe. In den vergangenen Wochen hätten sich Manager so viele Aktien des eigenen Unternehmens gekauft wie vor zweieinhalb Jahren. Damals sei der DAX bei seinem Tiefpunkt angekommen. Ein hierauf berechnetes Insider-Barometer dokumentiere ein klares Kaufsignal.
Die Gemengelage sei explosiv - Gewinne deutscher Firmen würden voraussichtlich zurückgehen - Europa leide unter seiner Überschuldung - Milliarden-Sparprogramme seien politisch angesagt. Die EZB entpuppe sich als Anleihen-Aufkäufer notleidender EU-Mitgliedsstaaten und die USA befinde sich konjunkturell am Abgrund. Die Unsicherheit lasse die Volatilität an den Märkten stark ansteigen.
Zudem erscheine die Finanzlage im Bankenbereich alles andere als vertrauenserweckend. Das Misstrauen wachse. Europas Banken würden ihre Gelder zu Mikrozinsen lieber bei der Zentralbank abliefern, als es anderen Banken zu verleihen. Das Risiko einer europäischen Bankenpleite werde heute höher eingeschätzt als im März 2009, als das gesamte Finanzsystem vor der Kernschmelze gestanden habe.
Der Ausverkauf deutscher Aktien sei anscheinend auch von "Hochfrequenz-Händlern" befeuert worden. Diese Anlegerspezies hätten mit dem Einsatz von Hochleistungsrechnern die Börsen im Mikro-Sekundentakt mit Tausenden von Verkaufsaufträgen bombardiert. In den ersten elf Augusttagen seien "highfrequency- Firmen" an den US-Börsen auf einen Marktanteil von 65% gekommen.
Als eine der führenden Exportnationen stünden deutsche Firmen bei einer weltweiten Rezession in vorderster Front. Nachdem sich deutsche Aktien im internationalen Vergleich in den vergangenen zwei Jahren sehr gut entwickelt hätten, habe zuletzt der DAX überdurchschnittlich an Gewinnmitnahmen gelitten. Hier sei nach Erachten der Experten viel negative Erwartung eingepreist.
Die fundamentale Bewertung einzelner DAX-Firmen - selbst bei einer zeitlich befristeten Eintrübung der Weltwirtschaft- sei sehr günstig geworden. Wenn Panik unter Anlegern herrsche, reagiere oftmals der Markt mit purer Angst und führe bekanntlich zu psychologisch geprägten Übertreibungsphasen (... und die derzeitige könne man an der Entwicklung deutscher Staatsanleihen, des Schweizer Frankens und beim Goldpreis erkennen).
Sollte die Weltwirtschaft in eine tiefe, langanhaltende Rezession abtauchen, würden deutsche Aktien auch weiterhin zu den Verlierern gehören. Die Experten würden dieses Szenario allerdings für relativ unwahrscheinlich halten. Ihres Erachtens würden deutsche "Blue-Chips" in den nächsten zwei Jahren einen Wachstumsgang zurückschalten, jedoch keine Rezession erleben. Auf dem stark reduzierten Niveau biete somit der DAX aktuell mittelfristig orientierten Investoren attraktive Investmentchancen in "Top-Sachwerten".
Kurzfristig sehen die Experten von PARTNERS VermögensManagement eine DAX-Schwankungsbreite zwischen 5.200 und 6.200 Punkten. Ihr Jahresendziel 2011 würden sie auf 6.600 Punkte reduzieren. (31.08.2011/ac/a/m)
Innerhalb der beiden ersten Augustwochen seien weltweit 8 Billionen USD Marktkapitalisierung vernichtet worden. Deutschlands Leitindex DAX habe in vierzehn Tagen über 25% seines Wertes verloren. Hätten zuerst noch normale Gewinnmitnahmen geherrscht, habe die Entwicklung in eine Verkaufspanik ausgeartet.
Die Kurse seien in den freien Fall abgeschwenkt, nachdem sich die US-Regierung mit der politischen Opposition in der letzten Sekunde auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze geeinigt habe. Die Ratingagentur S&P habe prompt reagiert und die Bonität Amerikas herabgestuft.
Zudem habe die seit längerem schwelende Schuldenkrise einzelner EU-Staaten verunsichert. Eigentlich keine überraschenden neuen Informationen, die Angst sei umgegangen, die Angst vor einer weltweit tiefgreifenden Rezession. Chartisten hätten mit dem "Todeskreuz" orakelt - einer eindeutigen Chartformation, in der ein 50-Tages-Durchschnitt den 200-Tagesdurchschnitt von oben nach unten durchkreuz ...anscheinend ein starkes Indiz für stark fallende Aktienmärkte.
Auch die Fundamentalisten kämen derzeit ins Grübeln. Habe Deutschlands Wirtschaft einerseits mit dem Abarbeiten der Auftragsflut der vergangenen zwei Jahre zu tun, würden sich andererseits die konjunkturellen Frühindikatoren erheblich eintrüben.
Führende Ökonomen sowie die politischen Entscheider würden noch keine Rezession in Deutschland befürchten, jedoch eine Zeit des normalisierten Wachstums. Deutschlands Manager würden die Lage allerdings wesentlich kritischer als noch im Juli sehen.
Der entsprechende Indikator hierfür erleide den stärksten Rückgang seit Erhebungsbeginn 1991. Auch der ZEW-Index sowie der ifo-Index, klassische Stimmungs-Frühindikatoren, würden in ihrer aktuellen Schwäche eine deutliche Sprache sprechen.
Die Gemengelage sei explosiv - Gewinne deutscher Firmen würden voraussichtlich zurückgehen - Europa leide unter seiner Überschuldung - Milliarden-Sparprogramme seien politisch angesagt. Die EZB entpuppe sich als Anleihen-Aufkäufer notleidender EU-Mitgliedsstaaten und die USA befinde sich konjunkturell am Abgrund. Die Unsicherheit lasse die Volatilität an den Märkten stark ansteigen.
Zudem erscheine die Finanzlage im Bankenbereich alles andere als vertrauenserweckend. Das Misstrauen wachse. Europas Banken würden ihre Gelder zu Mikrozinsen lieber bei der Zentralbank abliefern, als es anderen Banken zu verleihen. Das Risiko einer europäischen Bankenpleite werde heute höher eingeschätzt als im März 2009, als das gesamte Finanzsystem vor der Kernschmelze gestanden habe.
Der Ausverkauf deutscher Aktien sei anscheinend auch von "Hochfrequenz-Händlern" befeuert worden. Diese Anlegerspezies hätten mit dem Einsatz von Hochleistungsrechnern die Börsen im Mikro-Sekundentakt mit Tausenden von Verkaufsaufträgen bombardiert. In den ersten elf Augusttagen seien "highfrequency- Firmen" an den US-Börsen auf einen Marktanteil von 65% gekommen.
Als eine der führenden Exportnationen stünden deutsche Firmen bei einer weltweiten Rezession in vorderster Front. Nachdem sich deutsche Aktien im internationalen Vergleich in den vergangenen zwei Jahren sehr gut entwickelt hätten, habe zuletzt der DAX überdurchschnittlich an Gewinnmitnahmen gelitten. Hier sei nach Erachten der Experten viel negative Erwartung eingepreist.
Die fundamentale Bewertung einzelner DAX-Firmen - selbst bei einer zeitlich befristeten Eintrübung der Weltwirtschaft- sei sehr günstig geworden. Wenn Panik unter Anlegern herrsche, reagiere oftmals der Markt mit purer Angst und führe bekanntlich zu psychologisch geprägten Übertreibungsphasen (... und die derzeitige könne man an der Entwicklung deutscher Staatsanleihen, des Schweizer Frankens und beim Goldpreis erkennen).
Sollte die Weltwirtschaft in eine tiefe, langanhaltende Rezession abtauchen, würden deutsche Aktien auch weiterhin zu den Verlierern gehören. Die Experten würden dieses Szenario allerdings für relativ unwahrscheinlich halten. Ihres Erachtens würden deutsche "Blue-Chips" in den nächsten zwei Jahren einen Wachstumsgang zurückschalten, jedoch keine Rezession erleben. Auf dem stark reduzierten Niveau biete somit der DAX aktuell mittelfristig orientierten Investoren attraktive Investmentchancen in "Top-Sachwerten".
Kurzfristig sehen die Experten von PARTNERS VermögensManagement eine DAX-Schwankungsbreite zwischen 5.200 und 6.200 Punkten. Ihr Jahresendziel 2011 würden sie auf 6.600 Punkte reduzieren. (31.08.2011/ac/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 24.181,9 | 24.074,21 | 107,685 | +0,45% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008469008 | 846900 | 25.509 | 21.042 | |
Werte im Artikel
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
24.180,81 | +0,46% | 20:49 |
| Xetra | 24.194,9 - | -0,31% | 17:50 |
= Realtime
Aktuell
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