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DAX: Komfortzone verlassen




19.11.12 15:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Auch wenn die US-Märkte am Freitag nach einem ersten Spitzengespräch im Weißen Haus über die drohende fiskalische Klippe noch mit einem Plus schlossen: Die Zeichen an den Aktienmärkten stehen auf Korrektur, so die Deutsche Börse AG.

Nach dem über zwei Monate währenden Seitwärtstrend am deutschen Aktienmarkt sei der DAX vergangene Woche erstmals seit Anfang September sogar wieder unter die Marke von 7.000 Punkten gerutscht. "Ein Ende der Konsolidierung ist noch nicht in Sicht, eher sogar eine Intensivierung wahrscheinlich", meine die Landesbank Berlin. Neben der Probleme um Griechenland, Spanien, die fiskalische Klippe in den USA und die Konjunktur seien geopolitische Konflikte wie die jüngste Gewalt zwischen Israel und Palästina wieder stärker in den Fokus gerückt. "Zurückhaltung ist zunächst angebracht."

Der DAX habe in der vergangenen Woche knapp 3 Prozent verloren, am Montagmorgen notiere das deutsche Aktienbarometer bei 7.031 Punkten gut 1 Prozent im Plus. Der Euro zeige sich nach wie vor angeschlagen und werde aktuell zu 1,2771 US-Dollar gehandelt.

Nach Ansicht Oliver Roths von Close Brothers Seydler hätten sich die Aussichten nach der US-Wahl definitiv eingetrübt. "Die Unsicherheit ist wegen der fiskalischen Klippe deutlich gestiegen." Außerdem habe es auch im Rahmen der Unternehmensberichterstattung einige "Klöpse" gegeben, zum Beispiel von E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99). Der Energiekonzern habe am Dienstag zwar durchaus gute Quartalszahlen vorgelegt, der Ausblick sei aber kassiert worden. Die Aktie sei daraufhin um fast 10 Prozent abgestürzt.

Roth zufolge sei der Markt nach unten dennoch abgesichert. "Erst wenn wir unter 6.900 Punkte rutschen, geht die Korrektur weiter." Passiere dies nicht, seien noch Chancen auf eine Jahresendrally da. "Allerdings haben sich diese zuletzt deutlich verringert."

Für Robert Halver von der Baader Bank bleibe vor allem das Geschehen auf der politischen Ebene wichtig für die Entwicklung an den Börsen. "In Euroland muss man auf dem außerordentlichen Treffen der Eurogruppe zur Griechenland-Rettung dringend zu einer Lösung kommen, um die politische Unsicherheit zu begrenzen, die negativ auf die Wirtschaft ausstrahlt." Dabei seien politische Unwägbarkeiten mit "Kollateralschäden für die Finanzmärkte" nicht auszuschließen. In Amerika werde die Diskussion über das Umschiffen der fiskalischen Klippe weitergehen. "Auch wenn man sich schließlich einigen wird, sind vorerst Störmanöver für die Finanzmärkte möglich." Negativdruck könne sich auch aus dem Nahostkonflikt ergeben.

Christian Schmidt von der Helaba weise darauf hin, dass die von ihm zuletzt geäußerten Sorgen hinsichtlich der zunehmenden Gefahren für den DAX auf der Unterseite nicht unberechtigt gewesen seien: "Die für den mittelfristigen Trend wichtige 55-Tage-Linie wurde nachhaltig unterschritten, die trendfolgenden Indikatoren befinden sich allesamt im Short-Modus", erläutere der technisch orientierte Analyst. Zudem seien die Umsätze bei fallenden Kursen gestiegen, was die Abgabebereitschaft nochmals unterstreiche. "Aktuell steht die 100-Tage-Linie bei 7.034 im Fokus. Ein Unterschreiten dieser wird die Abwärtsbewegung nochmals beschleunigen." (19.11.2012/ac/a/m)








 
 
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