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München (www.aktiencheck.de) - In den letzten 20 Jahren gab es vermehrt Jahrgänge, in denen man als Aktienanleger mit einer "Sell in May-Strategie" herkömmliche Aktien-Engagements schlagen konnte, so die Experten von PARTNERS VermögensManagement.
Auch in diesem Jahr scheint die Rechnung wieder aufzugehen - oder? - fragen sich weiter die Experten von PARTNERS VermögensManagement.
Spätestens seit den Wahlen in Frankreich und Griechenland, bei denen die Gegner eines Europa-Sparpaktes klar als Sieger hervorgegangen seien, sei die Eurokrise wieder in aller Munde und die Unsicherheit an den Kapitalmärkten nehme zu.
Vor allem die chaotischen politischen Verhältnisse in Griechenland würden Befürchtungen eines politischen und ökonomischen "Hellas-Crashs" aufkommen lassen. Unabhängig von der anstehenden Neuwahl am 17.06.2012 werde der von den Experten bereits zu Beginn dieses Jahres für das zweite Halbjahr erwartete "Ausstieg" Griechenlands aus dem Euro immer wahrscheinlicher. Ein "Exit auf Zeit" mit noch zu verhandelnden EU- und IWF-Mitteln, um dem Land eine politische und ökonomische Perspektive zu geben, stehe demnächst an.
Im Sog der Griechen-Krise seien auch die Finanzmärkte in Italien und Spanien stärker unter Druck gekommen. Auslöser seien neben einer befürchteten Ansteckung beider Länder mit der "Griechen-Grippe" die Quasi-Verstaatlichung der viertgrößten spanischen Bank gewesen. Die Bankia-Gruppe habe wegen ihrer zahlreichen faulen Immobilienkredite als der größte Problemfall in Spaniens Finanzsektor gegeolten. Nach Angaben der spanischen Regierung belaufe sich das Gesamtvolumen der Immobilienkredite spanischer Banken auf gigantische 320 Mrd. EUR, davon würden mehr als 180 Mrd. EUR als "giftig" eingestuft.
Die Renditen für Staatsanleihen hätten erneut stark zugelegt. Spanien habe zuletzt für 10- jährige Anleihen wieder 6,3% bezahlen müssen, italienische Bonds seien knapp dahinter gefolgt.
Für beide Länder würden auch wieder die Ausfallprämien für 5-jährige Staatsanleihen ansteigen - ein schlechtes Zeichen, würden diese doch eine zunehmende Skepsis hinsichtlich einer Gesundung der dortigen Finanzmärkte und eine zunehmende Gefahr einer weiteren Staatspleite im Euroraum zeigen.
Von dieser altbekannten Börsenweisheit wollten derzeit viele Anleger nichts wissen. Die Entwicklung am deutschen Aktienmarkt könne nicht losgelöst von der politischen Entwicklung in Europa betrachtet werden. Denn die Politik werde über Wochen hinaus das Geschehen an den Kapitalmärkten bestimmen. Frankreichs neuer Präsident Francois Hollande habe sich mit Forderungen nach Substanzbesteuerungen Vermögender und als Sozialist als Gegner von Hedgefonds und Reichen inszeniert. Nach dem Amtsantritt suche der Politiker nun die Nähe zur Wirtschaft.
Die derzeit katastrophale Konjunktur in Südeuropa werfe ihre Schatten auch auf die Auftragseingänge deutscher Firmen. So würden Deutschlands Autobauer dramatische Einbrüche in Italien und vor allem in Spanien erleben. Hier sprächen Branchen-Experten von 40 bis 50% schwächeren Absatzzahlen. Bei fast 25%-iger Arbeitslosigkeit und Rezession eigentlich kein Wunder. An ein Wunder grenze dabei eher, dass bisher der Einbruch in diesen Märkten der deutschen Exportwirtschaft keine großen Wunden schlage.
Andere stark wachsende Märkte - vor allem in Asien, Lateinamerika und Osteuropa kompensieren bisher die wegbrechenden Märkte. Jedoch auch hier würden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. China stelle sich künftig auf ein langsameres Wirtschaftswachstums ein. Zuletzt habe Ministerpräsident Wen Jiabao in Peking nur noch 7,5% Wachstum als Ziel für dieses Jahr vorgegeben. Angesichts der globalen Wirtschaftskrise sei das die niedrigste Wachstumserwartung seit acht Jahren. Vor allem die Nachfrage in der EU und den USA hätten nachgelassen.
Brasilien - als eine der dynamischsten Volkswirtschaften, leide unter der eigenen starken Währung und verliere dadurch an Wettbewerbsfähigkeit. Der dortige Ölriese Petrobras habe erst kürzlich von 50%-igen, größtenteils währungsbedingten, Ertragseinbrüchen berichtet.
Zuletzt hätten Anleger wieder verstärkt Renten- und Immobilienfonds gekauft - und Aktienfonds abgestoßen. Für sehr sicherheitsorientierte Investoren seien deutsche Staatsanleihen erste Priorität, aber lukrativ seien sie nicht. Im Gegenteil - bei einer Verzinsung nahe der 0%-Marke fahre der Anleger bei Inflationsraten von 2,3% eine negative Realverzinsung ein. Der deutsche Finanzminister danke es mit mittlerweile geschätzten 45 Mrd. EUR weniger Zinsbelastung seit Ausbruch der Finanzkrise.
Und Immobilien? Allein im Jahr 2011 seien die Preise von Häusern und Wohnungen im Schnitt um 5,5% gestiegen. In guten Lagen noch weitaus mehr. Hier bestehe die Gefahr, dass der Staat vor allem Immobilienbesitzer stärker zur Kasse bitten werde. Erste Tendenzen seien schon zu erkennen: Immerhin sei in einzelnen Bundesländern bereits die Grunderwerbsteuer bis auf 5% erhöht worden.
Die Aktienbewertungen seien historisch günstig, die Dividendenrenditen hoch wie selten. Untersuchungen würden zeigen, dass in der Vergangenheit gerade nach Dekaden stagnierender und rückläufiger Aktienkurse günstige Einstiegszeitpunkte gekommen seien. Die aktuelle Verunsicherung biete antizyklisch handelnden Investoren interessante Einstiegskurse bei ausgewählten deutschen Aktien sowie Qualitätsaktien aus den "Emerging Markets".
Zudem würden sich international führende Marken vor allem in den stark wachsenden Märkten bester Nachfrage erfreuen. Um flexibel zu bleiben, sollten entsprechende Cash-Positionen "für alle Fälle" zurück behalten werden.
Die Experten von PARTNERS VermögensManagement halten ihr DAX-Jahresendziel von 7.200 Punkten unverändert aufrecht. (Ausgabe 03/2012) (16.05.2012/ac/a/m)
Auch in diesem Jahr scheint die Rechnung wieder aufzugehen - oder? - fragen sich weiter die Experten von PARTNERS VermögensManagement.
Spätestens seit den Wahlen in Frankreich und Griechenland, bei denen die Gegner eines Europa-Sparpaktes klar als Sieger hervorgegangen seien, sei die Eurokrise wieder in aller Munde und die Unsicherheit an den Kapitalmärkten nehme zu.
Vor allem die chaotischen politischen Verhältnisse in Griechenland würden Befürchtungen eines politischen und ökonomischen "Hellas-Crashs" aufkommen lassen. Unabhängig von der anstehenden Neuwahl am 17.06.2012 werde der von den Experten bereits zu Beginn dieses Jahres für das zweite Halbjahr erwartete "Ausstieg" Griechenlands aus dem Euro immer wahrscheinlicher. Ein "Exit auf Zeit" mit noch zu verhandelnden EU- und IWF-Mitteln, um dem Land eine politische und ökonomische Perspektive zu geben, stehe demnächst an.
Im Sog der Griechen-Krise seien auch die Finanzmärkte in Italien und Spanien stärker unter Druck gekommen. Auslöser seien neben einer befürchteten Ansteckung beider Länder mit der "Griechen-Grippe" die Quasi-Verstaatlichung der viertgrößten spanischen Bank gewesen. Die Bankia-Gruppe habe wegen ihrer zahlreichen faulen Immobilienkredite als der größte Problemfall in Spaniens Finanzsektor gegeolten. Nach Angaben der spanischen Regierung belaufe sich das Gesamtvolumen der Immobilienkredite spanischer Banken auf gigantische 320 Mrd. EUR, davon würden mehr als 180 Mrd. EUR als "giftig" eingestuft.
Die Renditen für Staatsanleihen hätten erneut stark zugelegt. Spanien habe zuletzt für 10- jährige Anleihen wieder 6,3% bezahlen müssen, italienische Bonds seien knapp dahinter gefolgt.
Für beide Länder würden auch wieder die Ausfallprämien für 5-jährige Staatsanleihen ansteigen - ein schlechtes Zeichen, würden diese doch eine zunehmende Skepsis hinsichtlich einer Gesundung der dortigen Finanzmärkte und eine zunehmende Gefahr einer weiteren Staatspleite im Euroraum zeigen.
Die derzeit katastrophale Konjunktur in Südeuropa werfe ihre Schatten auch auf die Auftragseingänge deutscher Firmen. So würden Deutschlands Autobauer dramatische Einbrüche in Italien und vor allem in Spanien erleben. Hier sprächen Branchen-Experten von 40 bis 50% schwächeren Absatzzahlen. Bei fast 25%-iger Arbeitslosigkeit und Rezession eigentlich kein Wunder. An ein Wunder grenze dabei eher, dass bisher der Einbruch in diesen Märkten der deutschen Exportwirtschaft keine großen Wunden schlage.
Andere stark wachsende Märkte - vor allem in Asien, Lateinamerika und Osteuropa kompensieren bisher die wegbrechenden Märkte. Jedoch auch hier würden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. China stelle sich künftig auf ein langsameres Wirtschaftswachstums ein. Zuletzt habe Ministerpräsident Wen Jiabao in Peking nur noch 7,5% Wachstum als Ziel für dieses Jahr vorgegeben. Angesichts der globalen Wirtschaftskrise sei das die niedrigste Wachstumserwartung seit acht Jahren. Vor allem die Nachfrage in der EU und den USA hätten nachgelassen.
Brasilien - als eine der dynamischsten Volkswirtschaften, leide unter der eigenen starken Währung und verliere dadurch an Wettbewerbsfähigkeit. Der dortige Ölriese Petrobras habe erst kürzlich von 50%-igen, größtenteils währungsbedingten, Ertragseinbrüchen berichtet.
Zuletzt hätten Anleger wieder verstärkt Renten- und Immobilienfonds gekauft - und Aktienfonds abgestoßen. Für sehr sicherheitsorientierte Investoren seien deutsche Staatsanleihen erste Priorität, aber lukrativ seien sie nicht. Im Gegenteil - bei einer Verzinsung nahe der 0%-Marke fahre der Anleger bei Inflationsraten von 2,3% eine negative Realverzinsung ein. Der deutsche Finanzminister danke es mit mittlerweile geschätzten 45 Mrd. EUR weniger Zinsbelastung seit Ausbruch der Finanzkrise.
Und Immobilien? Allein im Jahr 2011 seien die Preise von Häusern und Wohnungen im Schnitt um 5,5% gestiegen. In guten Lagen noch weitaus mehr. Hier bestehe die Gefahr, dass der Staat vor allem Immobilienbesitzer stärker zur Kasse bitten werde. Erste Tendenzen seien schon zu erkennen: Immerhin sei in einzelnen Bundesländern bereits die Grunderwerbsteuer bis auf 5% erhöht worden.
Die Aktienbewertungen seien historisch günstig, die Dividendenrenditen hoch wie selten. Untersuchungen würden zeigen, dass in der Vergangenheit gerade nach Dekaden stagnierender und rückläufiger Aktienkurse günstige Einstiegszeitpunkte gekommen seien. Die aktuelle Verunsicherung biete antizyklisch handelnden Investoren interessante Einstiegskurse bei ausgewählten deutschen Aktien sowie Qualitätsaktien aus den "Emerging Markets".
Zudem würden sich international führende Marken vor allem in den stark wachsenden Märkten bester Nachfrage erfreuen. Um flexibel zu bleiben, sollten entsprechende Cash-Positionen "für alle Fälle" zurück behalten werden.
Die Experten von PARTNERS VermögensManagement halten ihr DAX-Jahresendziel von 7.200 Punkten unverändert aufrecht. (Ausgabe 03/2012) (16.05.2012/ac/a/m)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 24.083,53 - | 24.128,98 - | -45,45 - | -0,19% | 01.01./00:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008469008 | 846900 | 25.509 | 21.871 | |
Werte im Artikel
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
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24.094,25 | -0,64% | 27.04.26 |
| Xetra | 24.083,53 - | -0,19% | 27.04.26 |
= Realtime
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