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Anlageperspektiven 2013




02.01.13 12:33
PARTNERS VermögensManagement

München (www.aktiencheck.de) - Ein starkes Anlagejahr geht zu Ende, so die Experten von PARTNERS VermögensManagement.

Mit einem Mix aus Unternehmensanleihen und ausgewählten Aktien habe man als Investor in 2012 attraktive Renditen erzielen können. Das im Jahresausblick 2012 beschriebene "Entspannungsszenario" habe sich bewahrheitet. Mit dem prognostizierten DAX-Jahresendkursziel von 7.200 Punkten habe man im Sommer nicht nur Lob erhalten. Damals habe der DAX unter dem Druck der Euro-Schuldenkrise in die Verlustzone unter 5.900 Punkte zu fallen gedroht.

Die von den Experten avisierte "starke Aufwärtsentwicklung an den Aktienmärkten" sei in eine ausgesprochene DAX-Jahresendrally gemündet, die Deutschlands Aktien auf ein Fünf-Jahreshoch gehievt habe.

Die Initialzündung für ein fulminantes zweites Halbjahr sei Anfang September die Ankündigung durch EZB-Chef "Super-Mario" Draghi gewesen, uneingeschränkt europäische Staatsanleihen aufzukaufen.

Auch mit Unternehmensanleihen sei man in 2012 nicht enttäuscht worden. Die überbordende Nachfrage nach attraktiven Zinssätzen habe die Kurse nach oben schießen und die Renditen stark nachgeben lassen. Zahlreiche Neuemissionen hätten vom Start weg hohe Zeichnungs-Gewinne erzielt.

"High-Yield-Bonds" sowie nachrangige Langläufer und Anleihen aus den Emerging-Markets hätten zweistellige Zuwächse verzeichnet. Die Kurse von Staatsanleihen der EU-Problem-Staaten hätten bis zu 30% zugelegt.

Diese Frage lasse sich mit einem klaren "weder-noch" beantworten. Einen bitterbösen Fehlstart ins neue Jahr würden die Weltbörsen erleben, sollten Amerikas Politiker in letzter Minute keine politische Lösung für die zu umschiffende Fiskalklippe finden. Keine politische Einigung würde durch automatisch eingeführte Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen die Konjunkturlage stark eintrüben und ein weltweit wirtschaftliches Desaster nach sich ziehen.

Die Experten würden mit einer Einigung in letzter Sekunde und ein daraus um 0,5% bis 0,75% geringeres Wirtschaftswachstum für USA rechnen. Amerikas Wirtschaft sollte in 2013 um 2,0% wachsen können.

Motor des internationalen Wirtschaftswachstums würden die Emerging Markets bleiben, hierbei insbesondere Asien mit durchschnittlichen Wachstumsraten von knapp 7,0% und verstärkt wieder Lateinamerika mit 4,5% Wachstum. Investitionen in Osteuropa dürften nach dem Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation W.T.O. wieder interessanter werden. Deutschlands Firmen seien in diesen Regionen bestens verankert. Daher rechne man in Deutschland in 2013 mit einem Wachstum von 1,0%.

Die politische Situation in Südeuropa sei weiterhin schwierig, die Wirtschaft bleibe auch in 2013 noch rezessiv. Jedoch dürften sich nach Erachten der Experten die europäischen Aktienmärkte als Überraschung 2013 herausstellen. Internationale Investoren hätten in diesem Jahr einen großen Bogen um europäische Aktien gemacht. Europäische Blue-Chips würden vereinzelt unter ihren Buchwerten notieren. Hier seien viele negative Nachrichten und Erwartungen bereits in den Kursen "eingepreist". Das erscheine den Experten übertrieben.

Der internationale Schuldenabbau, vor allem in Europa und USA, bleibe ein Dauerthema. Hierdurch sollte das internationale Zinsniveau tendenziell niedrig bleiben. Mit einer politischen Entscheidung hinsichtlich Eurobonds noch vor der Bundestagswahl 2013 rechne man nicht.

Die "Spreads" europäischer Staatsanleihen zu den deutschen Bundesanleihen würden unter weiteren Schwankungen tendenziell geringer. Bei ersten inflationären Tendenzen bzw. einer definitiven Bonitätsverschlechterung Deutschlands wäre ein massiver Zinssprung am Rentenmarkt nicht auszuschließen. Hierbei würden auch Unternehmensanleihen und Hybrid-Bonds verlieren.

Die Weltwirtschaft stabilisiere sich. Insbesondere die Emerging Markets würden auch weiterhin als Nachfrager nach Industriemetallen und Öl auftreten.

Der Ölpreis bleibe voraussichtlich unter Schwankungen in einem weiteren Aufwärtstrend. Die bestimmenden Themen seien hierbei die neuen Fördertechnologien und der weiterhin ungeklärte Nahost-Konflikt.

Attraktive Anlageideen 2013:

- Unternehmensanleihen guter Bonität mit mittlerer Laufzeit
- Professionell gemanagte Aktienfonds und ETF's (Europa, weltweit und Emerging Markets)
- Direktanlagen in ausgesuchten Aktien-Dividendentiteln
- Anlageprodukte, die von ansteigender Volatilität profitieren würden
- Reverse-Zertifikate zur Absicherung
- In Marktschwäche simple Zertifikate-Strukturen auf Aktien und Indices
- Selektive Rohstoffinvestments
- Internationale Immobilien

Das Anlagejahr 2013 werde für Investoren und Berater nicht zum Selbstläufer. Hier sei weiterhin eine Diversifikation in attraktive Anlageformen sowie eine profunde Titelselektion zu empfehlen. Das Renditetief bei Anleihen sowie jederzeit wieder aufkeimende Schwankungen an den Aktienmärkten würden für Investoren, die einen inflationsbereinigten Vermögenserhalt wünschen würden, eine interessante Herausforderung bleiben. (Ausgabe 6 vom 28.12.2012) (02.01.2013/ac/a/m)








 
 
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