Weitere Suchergebnisse zu "DAX":
 Indizes      Aktien      Fonds      Futures    


Aktienmärkte erleiden einen Trendbruch




07.03.12 15:40
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Wird der 6. März 2012 für die Aktienmärkte zu einem Datum, an dem Kursgewinne abrupt beendet wurden, fragen sich die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Am Donnerstag müssten sich die privaten Inhaber von griechischen Staatsanleihen entscheiden, ob sie an der "freiwilligen Umschuldung" teilnehmen würden. Die Gefahr, dass nicht alle Investoren dies tun würden, habe viele Anleger dazu veranlasst, ihre seit Jahresanfang kräftig gewachsenen Gewinne mitzunehmen.

Auch die Aussagen von EU-Währungskommissar Rehn, dass die Eurozone in einer Rezession stecken würde, und die Mitteilung aus China, das seine Wachstumsprognose für das Jahr 2012 auf 7,5% zurückgenommen habe, seien weitere Faktoren gewesen, um Aktienverkäufe einzuläuten. So scheine die große Liquiditätsbereitschaft der EZB und damit viel Geld für den Aktienmarkt nicht mehr die dominante Rolle zu spielen. Davon in Mitleidenschaft gezogen seien auch die Rohstoffmärkte, insbesondere Gold und Silber hätten erhebliche Kursverluste erleiden müssen. Nur das Rohöl bleibe weiterhin unbeeindruckt und verharre auf hohem Niveau.

Die Aktienindices hätten einen Trendbruch erleiden müssen, der DAX habe trotz mehrmaliger Versuche die 7.000-Punkte-Marke nicht überschreiten können und liege nun knapp vor der wichtigen Unterstützungslinie von 6.500 Punkten. Der EURO STOXX 50 habe die 2.700-Punkte-Marke nicht erreichen können und könnte somit wieder zurück auf die Unterstützungslinie von 2.300 Punkten fallen. Der Dow Jones Index (ISIN US2605661048 / WKN 969420) habe ebenfalls den Rückwärtsgang eingelegt und laufe in Richtung 12.500 Punkte. Entscheidend werde die 12.350-Punkte-Marke, da hier auch die 100-Tages-Durchschnittslinie verlaufe.

Bis zum Donnerstagabend werde an den Börsen das Thema griechischer Anleihentausch weiter dominant bleiben und die Aktienkurse beeinflussen. Sollten die erforderlichen 60 Prozent der Gläubiger nicht erreicht werden, dürfte der DAX kurzfristig in Richtung 6.250 Punkte zurückfallen. Wahrscheinlich werde aber doch alles "gut gehen" und die Arbeitsmarktdaten aus den USA am Freitag würden voraussichtlich ebenfalls wieder positiv ausfallen, sodass die Kurse nach diesem Rückschlag wieder in die positive Richtung einschwenken würden.

Selbst wenn es dem DAX wieder gelingen könnte, in Richtung 7.000 Punkte anzusteigen, sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dies der letzte Versuch gewesen sei, bevor es zu einem stärkeren Rückgang kommen werde, denn die schwierigen Themen würden weiterhin vorhanden bleiben. Dazu gehöre in jedem Fall der wahrscheinlich anstehende Regierungswechsel in Frankreich sowie die sich verschlechternde konjunkturelle Situation in Spanien, Portugal und Italien. Die EZB werde Peripherieanleihen nicht weiterhin in diesem Ausmaß kaufen. Falls es in Griechenland zu Parlamentswahlen kommen sollte, seien die Reformbefürworter in der Minderheit. Hinzu komme noch, dass Schweden als erstes skandinavisches Land von der anhaltenden Wirtschaftsflaute betroffen sei und ein hohes Haushaltsdefizit aufweisen müsse.

Dahingehend sei es Anlegern anzuraten, die Märkte mit größter Vorsicht zu beobachten. Sollte es kurzfristig noch zu weiteren Rückschlägen kommen, dann seien die zyklischen Unternehmen davon am stärksten betroffen. Hier könnten Käufe vorgenommen werden, um bei der anstehenden Gegenbewegung dabei zu sein, die aber wie erwähnt nicht lange anhalten werde, sodass anschließend auch an den Verkauf gedacht werden sollte. Nicht betroffen von dem augenblicklichen Umfeld seien die Ölwerte, die ein stabiler Faktor in den Depots bleiben würden, wie zum Beispiel Total (ISIN FR0000120271 / WKN 850727), Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29 / WKN A0D94M) oder Statoil (ISIN NO0010096985 / WKN 675213). (07.03.2012/ac/a/m)








 
 
hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
24.084,45 - 24.194,9 - -110,45 - -0,46% 01.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008469008 846900 25.508 - 21.723 -
Werte im Artikel
33,00 plus
+2,07%
76,80 plus
+0,85%
5.886 minus
-0,34%
24.084 minus
-0,46%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Ariva Indikation
24.132,35 -0,33%  09:17
Xetra 24.072,96 - -0,57%  09:02
  = Realtime
Aktien des Tages

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
RSS Feeds




Bitte warten...