Vorstandschefin Bettina Orlopp nennt die Angriffe des größten Aktionärs eine „irreführende Darstellung" und eine „anhaltend feindliche Taktik". Der Machtkampf zwischen Frankfurt und Mailand eskaliert — und ein konkreter Termin wird zur Nagelprobe.
Streit um Zahlen und Kontrolle
UniCredit-Chef Andrea Orcel hatte der Commerzbank strukturelle Schwächen und operative Unterperformance vorgeworfen. Sein Argument: Eine Fusion könnte den gemeinsamen Nettogewinn bis 2028 auf rund 5,1 Milliarden Euro heben — 600 Millionen Euro mehr als Analysten der Bank allein zutrauen. Orlopp bezeichnet diese Rechnung als spekulativ.
Das Kernproblem liegt woanders. UniCredit hält bereits knapp 30 Prozent der Anteile und hatte Mitte März ein Umtauschangebot von 0,485 eigenen Aktien je Commerzbank-Aktie vorgelegt — das entsprach damals einer Prämie von gerade einmal 4 Prozent. Die Frankfurter Führung fordert für eine Kontrollübergabe deutlich mehr. Aktuell notiert die Aktie rund 10 Prozent über diesem Angebot, bei 35,94 Euro — ein Niveau, das die Skepsis des Markts gegenüber dem Offert widerspiegelt.
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Analysten und Börsenwert liefern Rückenwind
RBC Capital Markets hob das Commerzbank-Papier am heutigen Dienstag auf „Outperform" und setzte das Kursziel auf 43 Euro. Die Begründung: Die Bank dürfte bei den anstehenden Quartalszahlen ihre Finanzziele erneut anheben.
Die Kursentwicklung stützt diese Einschätzung. Innerhalb der vergangenen 30 Tage legte die Aktie gut 13 Prozent zu, der Börsenwert kletterte auf rund 41 Milliarden Euro. Seit dem Einstieg von UniCredit im September 2024 hat sich der Kurs fast verdreifacht — ein Plus von 190 Prozent.
Strategieupdate am 8. Mai als Schlüsseltermin
Am 8. Mai legt die Commerzbank ein Strategie-Update vor. Analysten der Citigroup erwarten, dass das Management dann neue Renditeziele formuliert: eine Eigenkapitalrendite von 18 Prozent für 2028 und bis zu 20 Prozent für 2030. Damit würde die Bank ihr Argument für die Eigenständigkeit mit konkreten Zahlen untermauern.
Ein weiterer Konfliktpunkt bleibt die Beschäftigung. UniCredit plant im Falle einer Integration in die HypoVereinsbank den Abbau von rund 7.000 Stellen in Deutschland — mehr als doppelt so viele wie im Commerzbank-Eigenplan vorgesehen. Bundesregierung und Gewerkschaften lehnen die Übernahme deshalb ab. In Marktkreisen gilt eine Fusion frühestens für 2029 als realistisch — was bedeutet, dass das Strategie-Update vom 8. Mai zunächst das wichtigste Signal für beide Seiten sein wird.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 34,37 € | 34,82 € | -0,45 € | -1,29% | 23.04./09:35 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000CBK1001 | CBK100 | 38,40 € | 22,85 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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34,50 € | -1,03% | 09:49 |
| Nasdaq OTC Other | 41,95 $ | +2,32% | 21.04.26 |
| München | 34,58 € | -0,89% | 08:00 |
| Hamburg | 34,51 € | -1,29% | 08:03 |
| Xetra | 34,37 € | -1,29% | 09:34 |
| Stuttgart | 34,36 € | -1,32% | 09:35 |
| Frankfurt | 34,37 € | -1,38% | 09:30 |
| Düsseldorf | 34,35 € | -1,43% | 09:31 |
| Hannover | 34,51 € | -4,32% | 08:16 |
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