Der Essener Energiekonzern hat heute gemeinsam mit dem bayerischen Start-up Proxima Fusion, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) und dem Freistaat Bayern eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel: der Bau des ersten kommerziellen Magnetfusions-Kraftwerks in Europa. Der Standort des stillgelegten Atomkraftwerks Gundremmingen soll dafür umgenutzt werden. Für Anleger ein strategischer Schritt mit langfristigem Potenzial – auch wenn die kommerzielle Nutzung noch Jahre entfernt ist.
Zwei-Milliarden-Demonstrator als Wegbereiter
Bevor das Kraftwerk "Stellaris" in Gundremmingen realisiert werden kann, soll zunächst der Demonstrationsreaktor "Alpha" in Garching bei München entstehen. Kostenpunkt: rund zwei Milliarden Euro. Ministerpräsident Markus Söder stellte eine Landesbeteiligung von 400 Millionen Euro in Aussicht, vorausgesetzt der Bund trägt seinen Teil bei – Söder hofft auf mehr als eine Milliarde Euro aus Berlin. Proxima Fusion will mindestens 400 Millionen über private Investoren einwerben. Auch RWE signalisiert finanzielle Beteiligung, konkrete Summen nannte der Konzern nicht.
Der Demonstrator soll erstmals eine positive Energiebilanz des Plasmas erreichen – das Plasma würde also mehr Energie freisetzen, als zugeführt werden muss. Das IPP übernimmt die plasmaphysikalische Führung, Proxima Fusion verantwortet Engineering und Bau. Ziel ist es, die Anlage innerhalb von sechs bis sieben Jahren in Betrieb zu nehmen.
Was bringt das für RWE?
Für RWE bedeutet die Kooperation einen strategischen Einstieg in die Kernfusionstechnologie. Der Konzern bringt seine jahrzehntelange Betreibererfahrung im Kraftwerksgeschäft und Know-how bei Genehmigungsverfahren ein. Die bestehende Infrastruktur in Gundremmingen – wo RWE aktuell das stillgelegte Kernkraftwerk zurückbaut – verschafft Zeit- und Kostenvorteile gegenüber internationalen Wettbewerbern.
RWE-CEO Markus Krebber kommentierte: "Das Potenzial der Fusionstechnologie für die Energieversorgung der Zukunft ist enorm." Fusionsenergie gilt als grundlastfähig, sauber und sicher – im Gegensatz zur Kernspaltung entstehen keine langlebigen radioaktiven Abfälle. Für einen Energiekonzern, der sich bis 2040 CO₂-neutral aufstellen will, ist das eine langfristige Option.
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Allerdings: Die kommerzielle Nutzung liegt noch weit in der Zukunft. Allein der Demonstrator benötigt sechs bis sieben Jahre Bauzeit, und erst danach kann mit dem Bau des eigentlichen Kraftwerks begonnen werden. Während der Bauphasen von Alpha und Stellaris sollen mehrere tausend Arbeitsplätze entstehen und ein industrieller Investitionsschub entlang der bayerischen und europäischen Lieferkette ausgelöst werden.
Strategischer Baustein im Energiemix
BlackRock hält laut einer heute veröffentlichten Pflichtmitteilung 5,14 Prozent der Stimmrechte an RWE – die Beteiligung sank leicht von zuvor 5,24 Prozent. Der Vermögensverwalter bleibt damit einer der größten Aktionäre des Konzerns.
Für Anleger ist das Fusionsprojekt ein strategischer Baustein, der RWE langfristig im Rennen um klimaneutrale Energieerzeugung positioniert. Kurzfristige Kursimpulse sind nicht zu erwarten – zu weit liegt die kommerzielle Realisierung noch entfernt. Doch die Kooperation zeigt, dass RWE seinen Technologie-Mix breit aufstellt und nicht allein auf Wind, Sonne und Wasserstoff setzt.
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