in die Arroganz-Arena.
Der Abgabetermin für die Lizenzunterlagen beim DFB (2. März) rückt unaufhaltsam näher, doch im Streit um den Vermarktungs- und den Stadionnutzungsvertrag haben HBM, die Stadt, Sportfive und Dynamo noch keinen Kompromiss gefunden, mit dem sie an die Öffentlichkeit gehen könnten. „Das ist eine mittelschwere Katastrophe", bedauerte Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge am Abend das zähe Ringen, das den Verhandlungspartnern auch gestern wieder viel Sitzfleisch abverlangte.
Gesessen wurde allerdings nicht nur über Aktenbergen, sondern auch im Flugzeug oder im Auto. So musste HBM-Geschäftsführer Axel Eichholtz nach Düsseldorf und am Abend zurück Jetten, weil er nicht alle Termine wegen der heißen Debatte in Dresden absagen konnte. Auch die Dynamo-Spitze war zwischenzeitlich auf Reisen, schaute sich im Leipziger Zentralstadion um. Bestätigen wollte das die Geschäftsführung nur widerwillig, doch dann räumte Marketingchef Markus Hendel ein: „Wir haben einfach mal die einzige Alternative, die uns bleibt, weiterverfolgt." Die dortigen Betreiber, Angestellte von Stadioneigner und Dynamo-Gläubiger Michael Kölmel, luden die SGD ein, das WM-Stadion von 2006 zu mieten. Im Gerangel mit dem Halleschen FC und den Leipziger Klubs hätte Dynamo gute Karten. „Der, der die höchste Spielklasse hat, genießt Priorität Das wären im Moment wir", so Hendel. Vielleicht bleibt den Dresdnern der Umzug aber doch erspart. So steht die Variante im Raum, dass HBM der geforderten zusätzliche Bürgschaft (2.6 Millionen Euro) abrückt und sich das Risiko für die größrere Fankneipe mit Sportfive und dem künftigen Caterer teilt.
Quelle: DNN |