Dynamo Dresden droht die Pleite
Der Fußballverein Dynamo Dresden droht in große finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, die sogar zur Insolvenz führen könnten. Hintergrund sind Forderungen der Firma HBM, die das neue Harbig-Stadion baut und auch betreiben soll, das berichten übereinstimmend die "Dresdner Neuesten Nachrichten" (DNN) und die "Sächsische Zeitung (SZ). Nach deren Informationen hat HBM-Geschäftsführer Axel Eicholz erklärt, er unterschreibe den Vermarktungs- und Nutzungsvertrag für das Harbig-Stadion nur, wenn die Stadt Dresden eine weitere Bürgschaft in Höhe von 2,6 Millionen Euro übernimmt.
Der Vertrag ist notwendig für die Lizenzerteilung durch den Deutschen Fußballbund (DFB). Dynamo Dresden muss die vollständigen Lizenzunterlagen für die kommende Saison in der ersten Märzwoche beim DFB vorlegen. Dresdens Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) sagte der "Sächsischen Zeitung" (SZ) es sei eine "Unverschämtheit" das Eichholz die Unterschrift verweigere, "wohlwissend, dass Dynamo dann am Ende ist". Ursprünglich war die Unterzeichnung des Vermarktungs- und Nutzungsvertrag für das Harbig-Stadion für den kommenden Donnerstag geplant.
"Ich glaube, Herr Eichholz macht gerade Dynamo kaputt."
Mit der von HBM zusätzlich geforderten Bürgschaft in Höhe von 2,6 Millionen Euro sollen offenbar Mehrkosten abgesichert werden, die beim Bau des Dresdner Dynamostadions entstanden sind. Nach Informationen der DNN schlägt allein die vergrößerte Fan-Gaststätte mit 1,5 Millionen Euro zu Buche, HBM will diese Risiken nicht tragen. Bereits jetzt hat die Stadt Dresden für den Bau des Stadions Bürgschaften in Höhe von 40,7 Millionen Euro übernommen.
Vorjohann: Weitere Bürgschaft "nicht realisierbar"
Dresdens Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann bezeichnete indes die Vergabe einer weiteren Bürgschaft noch dem Abgabetermin für die Lizenzunterlagen als "nicht realisierbar". Über eine Bürgschaft müsse stets der Stadtrat entscheiden, der zuvor aber erst einmal einberufen werden müsste. Zudem wäre eine Prüfung der Bürgschaft durch die Rechtsaufsichtsbehörden nötig. Stefan Bohne, der Geschäftsführer von Dynamo Dresden sagte der SZ, er hoffe, dass es trotz dieser Probleme doch noch zu einer Einigung zwischen der Stadt Dresden und der Firma HBM kommt. "Wir brauchen einen Stadionnutzungsvertrag und einen Vermarktungsvertrag", sagte Bohne.
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