die Welt - "Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn Ihrer ist das Himmelreich"
Aber sie bleiben keine unschuldigen Menschen. Sie machen Fehler, sie verletzen Gebote. Sie sind schwach. Gott weiß das.
Und auch sein Sohn Jesus weiß das.
Wie anders wäre es zu erklären, daß er, als er zufällig zu der Stelle kommt, wo das Volk eine Ehebrecherin steinigen will, dies verhindert, in dem er sagt: "Wer unter Euch ohne Sünde sei, der werfe den ersten Stein...?"!
Das ist eben der große, ja grandiose Unterschied zwischen den "alttestamentarischen", den strafenden Religionen -zu denen ich auch den Islam rechne, obwohl jünger als das Neue Testament - und eben dem Neuen Testament, in dem der Mensch als Sünder angenommen und in dem ihm Jesus als "Lamm Gottes", welches für diese Sünder geopfert wird, alle Sünden abnimmt.
Aus dem strafenden ist ein liebender Gott geworden - der dennoch immer wieder zweifelt, ja verzweifelt an den Sündern und sich lange überlegt hat, ob die Menschen dieses Opfer wert sind. Schließlich kam er zu dem Schluß, daß sie es wert sind - und er ließ seinen Sohn am Kreuz für sie sterben - man stelle sich die Größe dieses Opfers vor !
Das Neue Testament ist ungeheuer sprach- und bildmächtig, es findet unglaublich große "Bilder", um den Menschen die Größe und die Gnade Gottes zu versinnbildlichen. Um nichts anderes geht es - um Sinnbilder. Gott wird personifiziert - auch in der Figur des Gottessohns Jesus, um dem illiteraten und ungebildeten Volk etwas zu verdeutlichen. Es geht nicht darum, Sinnbilder und Sinnfiguren als menschliche Wesen zu begreifen und nach Beweisen für deren leibliche Existenz zu verlangen. Es geht darum, zu glauben, es geht um GLAUBEN. (Nicht "nur" um Glauben, als ob das etwas minderwertigereres sei als Wissen).
MfG kiiwii |