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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Feuerpause im Gazastreifen hatte in der ganzen Welt Hoffnungen geweckt, dass vielleicht doch noch ein Frieden im Nahen Osten erreicht werden kann, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Doch diese Hoffnung sei nur Illusion gewesen. Es werde weiter geschossen. Wie eine Spirale würden die Gefahren steigen. Die Situation erinnere an das Theaterstück von Samuel Beckett: "Warten auf Godot." Doch der dort erhoffte Retter aus einer Notlage sei nie angekommen.
Der Konflikt könne sich durchaus noch zu einem "Flächenbrand" ausweiten. Dennoch hätten die Hoffnungen auf eine Beilegung an den Finanzmärkten eine Euphorie ausgelöst. Beflügelt habe auch die Erwartung eines bevorstehenden Endes der restriktiven Geldpolitik. An den Aktienmärkten sei der DAX in den vergangenen Wochen um rund 2000 Punkte auf ein neues Allzeithoch gestiegen, obwohl dies gemessen an der fundamentalen Bewertung deutscher Aktien gar nicht gerechtfertigt erscheine. Es bleibe abzuwarten, ob Enttäuschungen wieder zu einem Rückschlag führen würden.
Ölpreise hätten sich in der Region Nahost bisher relativ stabil gezeigt, und die Gaspreise lägen sogar unter dem Niveau vom 7. Oktober 2023 (Quelle: IWF).
Der Konflikt verursache nicht nur menschliches Leiden, sondern habe erhebliche Auswirkungen auf die Konjunkturentwicklung der Region Nahost und Nordafrika sowie auf die ganze Weltwirtschaft. Diese sei ohnehin schon betroffen durch den Krieg in der Ukraine und den Kampf gegen die Klimaerwärmung.
Die Geldpolitik der Zentralbanken sei kurzfristig handlungsunfähig, da die Inflationsraten trotz des Rückgangs in der letzten Zeit immer noch über dem Ziel von 2% lägen, das als Stabilität angesehen werde. Die Finanzpolitik der Regierungen sei ebenfalls handlungsunfähig, da die Staatsschulden auf die Dauer bereits viel zu hoch seien und der Schuldendienst (Soll-Zinsen + Tilgungen) einen hohen Anteil im Budget ausmachen würden.
Der IWF schätze, dass die Wachstumsrate in der Region Nahost und Nordafrika von 5,6% im Jahr 2022 auf 2% in 2023 falle. Die Schätzungen für 2023 und mehr noch für 2024 hätten einen hohen Unsicherheitsfaktor, weil niemand wisse, ob es vielleicht zudem zu einer Eskalation in der Region komme. Die Nachbarländer Ägypten, Jordanien und Libanon würden schon deutliche Auswirkungen auf ihre Konjunktur verzeichnen. Der Tourismus in der Region habe bisher rund 35% und der Export von Gütern und Leistungen etwa 50% des BIP ausgemacht. Im Libanon beispielsweise hätten die Hotelreservierungen im Oktober 45% unter dem Vorjahr gelegen.
Folgerung: Die konjunkturellen Aussichten für Nahost und die ganze Weltwirtschaft seien bei einer fundamentalen Abschätzung sehr ungewiss. Auch das Problem der Klimaerwärmung bremse das Wachstum.
Geldmarkt: Die Notenbanken, allen voran die FED und die EZB, würden ihren restriktiven Kurs zur Bekämpfung der Inflation weiter fortsetzen. Die Geldmarktzinsen würden hoch bleiben. Termingeld jetzt interessant.
Rentenmarkt: Die derzeit erzielbaren Rentenrenditen bei hohem Rating würden noch keinen Inflationsausgleich bieten. Käufe zurückstellen.
Aktienmarkt: Euphorie auf Allzeithoch sei aus fundamentaler Sicht übertrieben. Teilrealisationen seien empfehlenswert. Käufe zurückstellen. Ausnahme Hersteller erneuerbarer Energien.
Devisenmarkt: Der US-Dollar habe seinen "Militärbonus" in den Kursen eskomptiert. Eine weitere Verschärfung der geopolitischen Turbulenzen werde ihn eher weiter beflügeln. Die Märkte würden volatil bleiben.
Immobilien: Die Märkte seien einem allgemeinen Preisdruck ausgesetzt. Neubauten würden unter den höheren Zinsen sowie den stark gestiegenen Baustoffpreisen aufgrund von Lieferengpässen leiden. Die Baugenehmigungen in Deutschland würden die desolate Lage zeigen.
Edelmetalle: Nicht zuletzt wegen der gestiegenen Risiken in anderen Anlageformen habe der Goldpreis binnen kurzer Zeit starke Gewinne erzielt. Die unsolide Geld- und die Verschuldungspolitik würden kräftigen Rückenwind geben. Die Aussichten würden auch bei Preisen über 2000 USD pro Unze weiterhin hervorragend bleiben. (08.12.2023/ac/a/m)
Doch diese Hoffnung sei nur Illusion gewesen. Es werde weiter geschossen. Wie eine Spirale würden die Gefahren steigen. Die Situation erinnere an das Theaterstück von Samuel Beckett: "Warten auf Godot." Doch der dort erhoffte Retter aus einer Notlage sei nie angekommen.
Der Konflikt könne sich durchaus noch zu einem "Flächenbrand" ausweiten. Dennoch hätten die Hoffnungen auf eine Beilegung an den Finanzmärkten eine Euphorie ausgelöst. Beflügelt habe auch die Erwartung eines bevorstehenden Endes der restriktiven Geldpolitik. An den Aktienmärkten sei der DAX in den vergangenen Wochen um rund 2000 Punkte auf ein neues Allzeithoch gestiegen, obwohl dies gemessen an der fundamentalen Bewertung deutscher Aktien gar nicht gerechtfertigt erscheine. Es bleibe abzuwarten, ob Enttäuschungen wieder zu einem Rückschlag führen würden.
Ölpreise hätten sich in der Region Nahost bisher relativ stabil gezeigt, und die Gaspreise lägen sogar unter dem Niveau vom 7. Oktober 2023 (Quelle: IWF).
Der Konflikt verursache nicht nur menschliches Leiden, sondern habe erhebliche Auswirkungen auf die Konjunkturentwicklung der Region Nahost und Nordafrika sowie auf die ganze Weltwirtschaft. Diese sei ohnehin schon betroffen durch den Krieg in der Ukraine und den Kampf gegen die Klimaerwärmung.
Die Geldpolitik der Zentralbanken sei kurzfristig handlungsunfähig, da die Inflationsraten trotz des Rückgangs in der letzten Zeit immer noch über dem Ziel von 2% lägen, das als Stabilität angesehen werde. Die Finanzpolitik der Regierungen sei ebenfalls handlungsunfähig, da die Staatsschulden auf die Dauer bereits viel zu hoch seien und der Schuldendienst (Soll-Zinsen + Tilgungen) einen hohen Anteil im Budget ausmachen würden.
Folgerung: Die konjunkturellen Aussichten für Nahost und die ganze Weltwirtschaft seien bei einer fundamentalen Abschätzung sehr ungewiss. Auch das Problem der Klimaerwärmung bremse das Wachstum.
Geldmarkt: Die Notenbanken, allen voran die FED und die EZB, würden ihren restriktiven Kurs zur Bekämpfung der Inflation weiter fortsetzen. Die Geldmarktzinsen würden hoch bleiben. Termingeld jetzt interessant.
Rentenmarkt: Die derzeit erzielbaren Rentenrenditen bei hohem Rating würden noch keinen Inflationsausgleich bieten. Käufe zurückstellen.
Aktienmarkt: Euphorie auf Allzeithoch sei aus fundamentaler Sicht übertrieben. Teilrealisationen seien empfehlenswert. Käufe zurückstellen. Ausnahme Hersteller erneuerbarer Energien.
Devisenmarkt: Der US-Dollar habe seinen "Militärbonus" in den Kursen eskomptiert. Eine weitere Verschärfung der geopolitischen Turbulenzen werde ihn eher weiter beflügeln. Die Märkte würden volatil bleiben.
Immobilien: Die Märkte seien einem allgemeinen Preisdruck ausgesetzt. Neubauten würden unter den höheren Zinsen sowie den stark gestiegenen Baustoffpreisen aufgrund von Lieferengpässen leiden. Die Baugenehmigungen in Deutschland würden die desolate Lage zeigen.
Edelmetalle: Nicht zuletzt wegen der gestiegenen Risiken in anderen Anlageformen habe der Goldpreis binnen kurzer Zeit starke Gewinne erzielt. Die unsolide Geld- und die Verschuldungspolitik würden kräftigen Rückenwind geben. Die Aussichten würden auch bei Preisen über 2000 USD pro Unze weiterhin hervorragend bleiben. (08.12.2023/ac/a/m)
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| 24.268,15 - | 24.150,54 - | 117,61 - | +0,49% | 01.01./00:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008469008 | 846900 | 25.508 - | 21.045 - | |
Werte im Artikel
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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24.323,12 | +0,94% | 14:33 |
| Xetra | 24.268,15 - | +0,49% | 14:18 |
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