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VARTA will mit einem StaRUG-Verfahren mögliche Insolvenz abwenden - Alt-Aktionären droht Totalverlust - Aktienanalyse
22.07.24 11:17
Der Aktionär
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - VARTA-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
VARTA wolle mit einem StaRUG-Verfahren eine mögliche Insolvenz abwenden. Im Rahmen dessen würden die Alt-Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt - ihnen drohe damit ein Totalverlust. Die Aktie starte mit einem Verlust von mehr als 75 Prozent in die neue Handelswoche. Die DZ BANK habe bereits reagiert und 0,00 Euro als neues Kursziel ausgegeben.
"Aktionär"-Leser würden wissen: VARTA stecke schon länger in der Krise. Bei den Verbindlichkeiten, die der Konzern institutionellen Kreditgebern wie Banken und Hedge-Fonds schulde, gehe es dem Vernehmen nach um einen Konsortialkredit und Schuldscheine in der Summe von knapp einer halben Milliarde Euro. Mitte April habe der Batteriehersteller eingestehen müssen, dass das eigene Umstrukturierungskonzept nicht mehr ausreiche, um wie geplant bis Ende 2026 auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren. Der Konzern habe seine Geldgeber erneut um Hilfe gerufen - die sollten aber erst einmal stillhalten, bis der Gutachter AuxilPartner das bestehende Sanierungsgutachten überarbeitet habe.
Seit gestern Abend liege das Ergebnis auf dem Tisch: Die Durchführung eines Restrukturierungsvorhabens nach dem StaRUG. "VARTA wird die Schulden mithilfe des StaRUG-Verfahrens auf eine angemessene Größenordnung bringen müssen, um wieder Schritte nach vorne machen zu können", sage Michael Giesswein, CRO der VARTA AG. "Die aktuelle Schuldensituation verbaut der VARTA-Gruppe absehbar die Chancen auf ein positive Geschäftsentwicklung. Ohne die Reduzierung unserer Schulden können wir notwendige Investitionen nicht tätigen", so Giesswein weiter.
"Die Ankündigung von VARTA, sich mithilfe des Unternehmensstabilisierungs- und - restrukturierungsgesetz (StaRUG) finanziell zu restrukturieren, könnte ein erster Schritt sein, um die Arbeitsplätze und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern", heiße es heute Morgen bei der DZ BANK. "Allerdings geht er einher mit einem Schulden- und Kapitalschnitt. Die avisierte vereinfachte Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft (Kapitalschnitt) würde zu einem kompensationslosen Ausscheiden der Aktionäre aus der Gesellschaft und zu einem Erlöschen der Börsennotierung der Aktien der VARTA AG führen."
Beim Fazit zeige Analyst Michael Punzent ganz klar auf, wo die Reise für die Aktie hingehe: "Die angestrebte finanzielle Neuaufstellung geht deutlich zulasten der bestehenden Aktionäre und Gläubiger. Wir bestätigen unsere Verkaufsempfehlung und reduzieren mit Blick auf den angestrebten Kapitalschnitt den fairen Wert auf 0,00 (bislang: 8,80 Euro).
Die Aktie starte heute mit einem Minus von mehr als 75 Prozent bei rund 2,30 Euro in die neue Handelswoche. VARTA sei 2017 für 17,50 Euro an die Börse gebracht worden. Lange Zeit sei das Papier an der Börse gefragt gewesen. Anfang 2021 sei der Kurs bis auf 181,30 Euro gestiegen, bevor es wieder rapide bergab gegangen sei. Am Freitag habe die Aktie zum Xetra-Handelsschluss 10,32 Euro gekostet.
"Der Aktionär" hat das drohende StaRUG-Verfahren bereits als Option in den Raum gestellt und Anlegern wiederholt geraten, bei VARTA weiter an der Seitenlinie zu bleiben, so Michael Schröder von "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. Die bestehenden Aktionäre dürften durch das StaRUG-Verfahren aus dem Unternehmen gedrängt werden - und am Ende komplett leer ausgehen. Oder wie es bei der DZ BANK heißt: Kursziel Null! (Analyse vom 22.07.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze VARTA-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
3,45 EUR -66,47% (22.07.2024, 11:15)
XETRA-Aktienkurs VARTA-Aktie:
3,55 EUR -65,60% (22.07.2024, 11:00)
ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55
WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5
Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1
Kurzprofil VARTA AG:
Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (22.07.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
VARTA wolle mit einem StaRUG-Verfahren eine mögliche Insolvenz abwenden. Im Rahmen dessen würden die Alt-Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt - ihnen drohe damit ein Totalverlust. Die Aktie starte mit einem Verlust von mehr als 75 Prozent in die neue Handelswoche. Die DZ BANK habe bereits reagiert und 0,00 Euro als neues Kursziel ausgegeben.
"Aktionär"-Leser würden wissen: VARTA stecke schon länger in der Krise. Bei den Verbindlichkeiten, die der Konzern institutionellen Kreditgebern wie Banken und Hedge-Fonds schulde, gehe es dem Vernehmen nach um einen Konsortialkredit und Schuldscheine in der Summe von knapp einer halben Milliarde Euro. Mitte April habe der Batteriehersteller eingestehen müssen, dass das eigene Umstrukturierungskonzept nicht mehr ausreiche, um wie geplant bis Ende 2026 auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren. Der Konzern habe seine Geldgeber erneut um Hilfe gerufen - die sollten aber erst einmal stillhalten, bis der Gutachter AuxilPartner das bestehende Sanierungsgutachten überarbeitet habe.
Seit gestern Abend liege das Ergebnis auf dem Tisch: Die Durchführung eines Restrukturierungsvorhabens nach dem StaRUG. "VARTA wird die Schulden mithilfe des StaRUG-Verfahrens auf eine angemessene Größenordnung bringen müssen, um wieder Schritte nach vorne machen zu können", sage Michael Giesswein, CRO der VARTA AG. "Die aktuelle Schuldensituation verbaut der VARTA-Gruppe absehbar die Chancen auf ein positive Geschäftsentwicklung. Ohne die Reduzierung unserer Schulden können wir notwendige Investitionen nicht tätigen", so Giesswein weiter.
"Die Ankündigung von VARTA, sich mithilfe des Unternehmensstabilisierungs- und - restrukturierungsgesetz (StaRUG) finanziell zu restrukturieren, könnte ein erster Schritt sein, um die Arbeitsplätze und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern", heiße es heute Morgen bei der DZ BANK. "Allerdings geht er einher mit einem Schulden- und Kapitalschnitt. Die avisierte vereinfachte Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft (Kapitalschnitt) würde zu einem kompensationslosen Ausscheiden der Aktionäre aus der Gesellschaft und zu einem Erlöschen der Börsennotierung der Aktien der VARTA AG führen."
Beim Fazit zeige Analyst Michael Punzent ganz klar auf, wo die Reise für die Aktie hingehe: "Die angestrebte finanzielle Neuaufstellung geht deutlich zulasten der bestehenden Aktionäre und Gläubiger. Wir bestätigen unsere Verkaufsempfehlung und reduzieren mit Blick auf den angestrebten Kapitalschnitt den fairen Wert auf 0,00 (bislang: 8,80 Euro).
Die Aktie starte heute mit einem Minus von mehr als 75 Prozent bei rund 2,30 Euro in die neue Handelswoche. VARTA sei 2017 für 17,50 Euro an die Börse gebracht worden. Lange Zeit sei das Papier an der Börse gefragt gewesen. Anfang 2021 sei der Kurs bis auf 181,30 Euro gestiegen, bevor es wieder rapide bergab gegangen sei. Am Freitag habe die Aktie zum Xetra-Handelsschluss 10,32 Euro gekostet.
"Der Aktionär" hat das drohende StaRUG-Verfahren bereits als Option in den Raum gestellt und Anlegern wiederholt geraten, bei VARTA weiter an der Seitenlinie zu bleiben, so Michael Schröder von "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. Die bestehenden Aktionäre dürften durch das StaRUG-Verfahren aus dem Unternehmen gedrängt werden - und am Ende komplett leer ausgehen. Oder wie es bei der DZ BANK heißt: Kursziel Null! (Analyse vom 22.07.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
3,45 EUR -66,47% (22.07.2024, 11:15)
XETRA-Aktienkurs VARTA-Aktie:
3,55 EUR -65,60% (22.07.2024, 11:00)
ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55
WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5
Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1
Kurzprofil VARTA AG:
Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (22.07.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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