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Kulmbach (www.aktiencheck.de) - VARTA-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) unter die Lupe.
VARTA plane nun also doch die Durchführung eines Restrukturierungsvorhabens nach dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (kurz: StaRUG). Damit werde eine Insolvenz vermieden. Bei dieser Form der Sanierung würden die bisherigen Aktionäre aber aus dem Unternehmen gedrängt - ihnen drohe damit also ein Totalverlust.
"Aktionär"-Leser würden wissen: Der Batteriekonzern stecke schon länger in der Krise. Mitte April habe VARTA eingestehen müssen, dass das eigene Umstrukturierungskonzept nicht mehr ausreiche, um wie geplant bis Ende 2026 auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren. Der Konzern habe seine Geldgeber erneut um Hilfe gerufen - die sollten aber erst einmal stillhalten, bis der Gutachter AuxilPartner das bestehende Sanierungsgutachten überarbeitet habe.
Mit der Anzeige des StaRUG-Verfahrens solle eine mögliche Insolvenz des Unternehmens nachhaltig abgewendet werden. Auf diese Weise sollten Unternehmen zur Insolvenzvermeidung die Möglichkeit erhalten, ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen und Arbeitsplätze zu erhalten. Bei der Restrukturierung der Leoni AG angewandt, sei im Sommer 2023 ein Delisting und die Aktionäre verloren ihre Anteile erfolgt.
"VARTA wird die Schulden mit Hilfe des StaRUG Verfahrens auf eine angemessene Größenordnung bringen müssen, um wieder Schritte nach vorne machen zu können", so Michael Giesswein, CRO der VARTA AG. "Die aktuelle Schuldensituation verbaut der Varta-Gruppe absehbar die Chancen auf ein positive Geschäftsentwicklung. Ohne die Reduzierung unserer Schulden können wir notwendige Investitionen nicht tätigen", so Giesswein weiter.
"Den Ausweg aus dieser Situation böte ein Schuldenschnitt im Rahmen des StaRUG-Verfahrens", heiße es in einer entsprechenden Mitteilung. "Der Schuldenschnitt ist eine Vereinbarung zwischen dem Schuldner und seinen Gläubigern, die einen Teil der Schulden erlassen, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens wiederherzustellen."
Jetzt komme das große aber: Zu diesem Schritt wären die Gläubiger zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nur bereit, wenn ein Kapitalschnitt auf null erfolge - das bestehende Grundkapital werde auf null herabgesetzt - und frisches, für die Restrukturierung benötigtes Kapital (Fremdkapital oder Eigen- und Fremdkapital), eingebracht werde. Durch den Kapitalschnitt auf null würden sämtliche der bestehenden Aktien ihren Wert verlieren und die Börsennotierung zeitnah dauerhaft eingestellt (Delisting).
Zu diesem Neuanfang gehöre auch die Beteiligung von Finanzgläubigern und Investoren, die einen Beitrag zur Restrukturierung der VARTA würden leisten, um nach aktueller Schätzung, einen finanziellen Bedarf im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zu decken. Hierzu würden der Mitteilung zufolge bereits Verhandlungen mit unterschiedlichen, potenziellen Investoren laufen, unter anderem einer vom derzeitigen mittelbaren Mehrheitseigentümer Michael Tojner kontrollierten Gesellschaft, der Porsche AG, sowie weitere interessierte Parteien, mit denen unterschiedliche Vorschläge diskutiert würden.
"Der Aktionär" hatte das drohende StaRUG-Verfahren bereits als Option in den Raum gestellt und Anlegern wiederholt geraten, bei VARTA weiter an der Seitenlinie zu bleiben, so Michael Schröder. Die Aktie werde am Montag mit einem deutlichen Kursverlust in die neue Handelswoche starten. Die bestehenden Aktionäre dürften durch das StaRUG-Verfahren aus dem Unternehmen gedrängt werden - und am Ende komplett leer ausgehen. (Analyse vom 21.07.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze VARTA-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
2,198 EUR -78,64% (22.07.2024, 09:19)
Xetra-Aktienkurs VARTA-Aktie:
10,32 EUR -2,09% (19.07.2024)
ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55
WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5
Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1
Kurzprofil VARTA AG:
Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (22.07.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) unter die Lupe.
VARTA plane nun also doch die Durchführung eines Restrukturierungsvorhabens nach dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (kurz: StaRUG). Damit werde eine Insolvenz vermieden. Bei dieser Form der Sanierung würden die bisherigen Aktionäre aber aus dem Unternehmen gedrängt - ihnen drohe damit also ein Totalverlust.
"Aktionär"-Leser würden wissen: Der Batteriekonzern stecke schon länger in der Krise. Mitte April habe VARTA eingestehen müssen, dass das eigene Umstrukturierungskonzept nicht mehr ausreiche, um wie geplant bis Ende 2026 auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren. Der Konzern habe seine Geldgeber erneut um Hilfe gerufen - die sollten aber erst einmal stillhalten, bis der Gutachter AuxilPartner das bestehende Sanierungsgutachten überarbeitet habe.
Mit der Anzeige des StaRUG-Verfahrens solle eine mögliche Insolvenz des Unternehmens nachhaltig abgewendet werden. Auf diese Weise sollten Unternehmen zur Insolvenzvermeidung die Möglichkeit erhalten, ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen und Arbeitsplätze zu erhalten. Bei der Restrukturierung der Leoni AG angewandt, sei im Sommer 2023 ein Delisting und die Aktionäre verloren ihre Anteile erfolgt.
"VARTA wird die Schulden mit Hilfe des StaRUG Verfahrens auf eine angemessene Größenordnung bringen müssen, um wieder Schritte nach vorne machen zu können", so Michael Giesswein, CRO der VARTA AG. "Die aktuelle Schuldensituation verbaut der Varta-Gruppe absehbar die Chancen auf ein positive Geschäftsentwicklung. Ohne die Reduzierung unserer Schulden können wir notwendige Investitionen nicht tätigen", so Giesswein weiter.
"Den Ausweg aus dieser Situation böte ein Schuldenschnitt im Rahmen des StaRUG-Verfahrens", heiße es in einer entsprechenden Mitteilung. "Der Schuldenschnitt ist eine Vereinbarung zwischen dem Schuldner und seinen Gläubigern, die einen Teil der Schulden erlassen, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens wiederherzustellen."
Jetzt komme das große aber: Zu diesem Schritt wären die Gläubiger zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nur bereit, wenn ein Kapitalschnitt auf null erfolge - das bestehende Grundkapital werde auf null herabgesetzt - und frisches, für die Restrukturierung benötigtes Kapital (Fremdkapital oder Eigen- und Fremdkapital), eingebracht werde. Durch den Kapitalschnitt auf null würden sämtliche der bestehenden Aktien ihren Wert verlieren und die Börsennotierung zeitnah dauerhaft eingestellt (Delisting).
Zu diesem Neuanfang gehöre auch die Beteiligung von Finanzgläubigern und Investoren, die einen Beitrag zur Restrukturierung der VARTA würden leisten, um nach aktueller Schätzung, einen finanziellen Bedarf im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zu decken. Hierzu würden der Mitteilung zufolge bereits Verhandlungen mit unterschiedlichen, potenziellen Investoren laufen, unter anderem einer vom derzeitigen mittelbaren Mehrheitseigentümer Michael Tojner kontrollierten Gesellschaft, der Porsche AG, sowie weitere interessierte Parteien, mit denen unterschiedliche Vorschläge diskutiert würden.
"Der Aktionär" hatte das drohende StaRUG-Verfahren bereits als Option in den Raum gestellt und Anlegern wiederholt geraten, bei VARTA weiter an der Seitenlinie zu bleiben, so Michael Schröder. Die Aktie werde am Montag mit einem deutlichen Kursverlust in die neue Handelswoche starten. Die bestehenden Aktionäre dürften durch das StaRUG-Verfahren aus dem Unternehmen gedrängt werden - und am Ende komplett leer ausgehen. (Analyse vom 21.07.2024)
Börsenplätze VARTA-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
2,198 EUR -78,64% (22.07.2024, 09:19)
Xetra-Aktienkurs VARTA-Aktie:
10,32 EUR -2,09% (19.07.2024)
ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55
WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5
Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1
Kurzprofil VARTA AG:
Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (22.07.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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