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Kulmbach (www.aktiencheck.de) - VARTA-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die B-Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) unter die Lupe.
Eigentlich sei zu VARTA alles gesagt. Der angeschlagene Batteriekonzern werde nach Umsetzung des Sanierungskonzepts unter Anwendung des Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetzes (StaRUG) finanziell neu aufgestellt. Die Altaktionäre würden dabei leer ausgehen. Die Börsennotiz werde eingestellt. Ruhe dürfte dennoch nicht einkehren.
VARTA habe Mitte August mit nahezu allen Konsortialkreditgebern und Schuldscheindarlehensgläubigern eine Einigung über ein Sanierungskonzept unter Anwendung erreicht. Dieses werde den Konzern wesentlich entschulden und mit frischer Liquidität ausstatten.
Das Sanierungskonzept sehe aber auch eine vereinfachte Herabsetzung des Grundkapitals auf null Euro vor. Damit würden die derzeitigen VARTA-Aktionäre kompensationslos herausgedrängt.
Mit einer Ausnahme: Im Rahmen der anschließenden Kapitalerhöhung dürfe VARTA-Mehrheitsaktionär Michael Tojner (und Porsche als weiterer Investor) neue Aktien zeichnen und beziehen können. Die restlichen Altaktionäre müssten außen vor bleiben.
Hintergrund: Das StaRUG sei am 1. Januar 2021 in Kraft getreten. Es solle Unternehmen eine Sanierung noch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ermöglichen, um es zu vermeiden. Das StaRUG regele aber eines nicht zureichend: den Ausschluss des Bezugsrechts von Bestandsaktionären bei der dem Kapitalschnitt folgenden Kapitalerhöhung. Es sehe diesen weder vor, noch erlaube es diesen ausdrücklich.
Tojner halte als Großaktionär 50,1 Prozent der VARTA-Anteile. Die restlichen Papiere würden sich im Streubesitz befinden, die Zahl der betroffenen Aktionäre sei damit entsprechend groß. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) wolle diesen Ausschluss der Kleinaktionäre nicht hinnehmen und fordere ein Bezugsrecht für alle Bestandsaktionäre.
Doch damit nicht genug: Wie die "WirtschaftsWoche" schreibe, könnte der mögliche Bezugsrechtsausschluss bei StaRUG-Verfahren Ende September in Erfurt für Diskussionen sorgen. Dort treffe sich der Deutsche Restrukturierungs- und Insolvenzgerichtstag, ein unabhängiger Verein von Insolvenzexperten. Ein Tagesordnungspunkt sei das StaRUG. Aber auch das Bundesjustizministerium scheine dem Vernehmen nach aktiv zu werden - und prüfe, ob das StaRUG wirklich das leiste, was sich der Gesetzgeber ursprünglich davon versprochen habe.
Die Zahl der Sanierungen unter StaRUG-Anwendung nehme zu. Nicht nur der Fall VARTA zeige, dass dabei die Kleinaktionäre, die das bisherige Wachstum einer Gesellschaft zum Teil über viele Jahre mitfinanziert hätten, am Ende leer ausgehen würden. Eine Lücke im Gesetz, die die Politik zeitnah schließen sollte - auch wenn dies für die VARTA-Aktionäre zu spät kommen dürfte, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 13.09.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze VARTA-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
1,497 EUR +1,08% (13.09.2024, 14:55)
Xetra-Aktienkurs VARTA-Aktie:
1,492 EUR +0,95% (13.09.2024, 14:34)
ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55
WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5
Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1
Kurzprofil VARTA AG:
Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (13.09.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die B-Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) unter die Lupe.
Eigentlich sei zu VARTA alles gesagt. Der angeschlagene Batteriekonzern werde nach Umsetzung des Sanierungskonzepts unter Anwendung des Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetzes (StaRUG) finanziell neu aufgestellt. Die Altaktionäre würden dabei leer ausgehen. Die Börsennotiz werde eingestellt. Ruhe dürfte dennoch nicht einkehren.
VARTA habe Mitte August mit nahezu allen Konsortialkreditgebern und Schuldscheindarlehensgläubigern eine Einigung über ein Sanierungskonzept unter Anwendung erreicht. Dieses werde den Konzern wesentlich entschulden und mit frischer Liquidität ausstatten.
Das Sanierungskonzept sehe aber auch eine vereinfachte Herabsetzung des Grundkapitals auf null Euro vor. Damit würden die derzeitigen VARTA-Aktionäre kompensationslos herausgedrängt.
Mit einer Ausnahme: Im Rahmen der anschließenden Kapitalerhöhung dürfe VARTA-Mehrheitsaktionär Michael Tojner (und Porsche als weiterer Investor) neue Aktien zeichnen und beziehen können. Die restlichen Altaktionäre müssten außen vor bleiben.
Hintergrund: Das StaRUG sei am 1. Januar 2021 in Kraft getreten. Es solle Unternehmen eine Sanierung noch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ermöglichen, um es zu vermeiden. Das StaRUG regele aber eines nicht zureichend: den Ausschluss des Bezugsrechts von Bestandsaktionären bei der dem Kapitalschnitt folgenden Kapitalerhöhung. Es sehe diesen weder vor, noch erlaube es diesen ausdrücklich.
Tojner halte als Großaktionär 50,1 Prozent der VARTA-Anteile. Die restlichen Papiere würden sich im Streubesitz befinden, die Zahl der betroffenen Aktionäre sei damit entsprechend groß. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) wolle diesen Ausschluss der Kleinaktionäre nicht hinnehmen und fordere ein Bezugsrecht für alle Bestandsaktionäre.
Doch damit nicht genug: Wie die "WirtschaftsWoche" schreibe, könnte der mögliche Bezugsrechtsausschluss bei StaRUG-Verfahren Ende September in Erfurt für Diskussionen sorgen. Dort treffe sich der Deutsche Restrukturierungs- und Insolvenzgerichtstag, ein unabhängiger Verein von Insolvenzexperten. Ein Tagesordnungspunkt sei das StaRUG. Aber auch das Bundesjustizministerium scheine dem Vernehmen nach aktiv zu werden - und prüfe, ob das StaRUG wirklich das leiste, was sich der Gesetzgeber ursprünglich davon versprochen habe.
Die Zahl der Sanierungen unter StaRUG-Anwendung nehme zu. Nicht nur der Fall VARTA zeige, dass dabei die Kleinaktionäre, die das bisherige Wachstum einer Gesellschaft zum Teil über viele Jahre mitfinanziert hätten, am Ende leer ausgehen würden. Eine Lücke im Gesetz, die die Politik zeitnah schließen sollte - auch wenn dies für die VARTA-Aktionäre zu spät kommen dürfte, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 13.09.2024)
Börsenplätze VARTA-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
1,497 EUR +1,08% (13.09.2024, 14:55)
Xetra-Aktienkurs VARTA-Aktie:
1,492 EUR +0,95% (13.09.2024, 14:34)
ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55
WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5
Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1
Kurzprofil VARTA AG:
Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (13.09.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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