VARTA: Ende der Talfahrt noch nicht in Sicht - Aktienanalyse




16.04.24 10:23
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - VARTA-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) unter die Lupe.

Die VARTA-Aktie habe nach dem Einbruch vom Freitag ihren Kursrutsch im am Montag fortgesetzt und bei 8,84 Euro ein weiteres Rekordtief markiert. Damit würden sich die Kurseinbußen im laufenden Jahr bereits auf mehr als 55 Prozent belaufen. Ein Ende der Talfahrt sei noch nicht in Sicht. Immer mehr Analysten würden ihre Kursziele reduzieren - oder sie vorläufig aussetzen.

Bei VARTA sei Restrukturierungsplan aus dem vergangenen Jahr gescheitert. Nun solle ein neues Sanierungsgutachten erstellt werden. Die Investmentbank Rothschild suche zudem nach alternativen Finanzierungsmaßnahmen. Erste Analysten hätten bereits ihre Kursziele zusammengestrichen, weitere würden nachlegen.

Warburg Research habe das Kursziel von 15,00 auf 8,00 Euro fast halbiert und das Rating auf "Sell" belassen. Nach wie vor gehe er davon aus, dass der verschobene Geschäftsbericht für 2023 die Zielvorgaben des Batterieherstellers erfüllen werde und dass sich die liquiden Mittel im Schlussquartal deutlich verbessert hätten, so Analyst Robert-Jan van der Horst. Jedoch habe der Experte seine Umsatz- und Ergebnisprognosen (bereinigtes EBITDA) für 2024 und 2025 deutlich gesenkt.

Zur Erinnerung: VARTA habe nach dem Cyberangriff zwar wieder teilweise Zugriff auf die IT-Systeme erlangt und große Teile der Produktion wieder hochgefahren, aber es bestünden dem Vernehmen nach weiter erhebliche Beeinträchtigungen, die eine Finalisierung des Geschäftsberichts 2023 deutlich erschweren würden. Einen voraussichtlichen neuen Termin für die Veröffentlichung des Berichts solle "zeitnah bekannt geben" werden. Auch für die am 23. Mai geplante Hauptversammlung müsse ein neuer Termin gefunden werden.

Analyst George Galliers von Goldman Sachs habe nach der Hiobsbotschaft seine Bewertung sogar ausgesetzt. Unter seinem letzten Update habe zuletzt bereits nur noch "Sell" und Ziel 17 Euro gestanden. Es gebe keine ausreichende Basis mehr für Rating, Kursziel und Gewinnprognosen, so der Experte. Immerhin: Er wolle die Entwicklung des angeschlagenen Batterieherstellers weiterhin im Auge behalten.

VARTA arbeite fieberhaft an einem überarbeiteten Sanierungsplan. Es bleibe abzuwarten, ob die neu ausgerichteten Maßnahmen den hochverschuldeten Batteriehersteller noch einmal in ruhigere Fahrwasser führen könnten, zumal sich die Wettbewerbssituation kurzfristig sicher nicht verbessern dürfte.

Angesichts der negativen Gemengelage bleiben Anleger weiter an der Seitenlinie, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 16.04.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze VARTA-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
8,185 EUR -6,78% (16.04.2024, 10:12)

XETRA-Aktienkurs VARTA-Aktie:
8,25 EUR -7,67% (16.04.2024, 09:57)

ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55

WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5

Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1

Kurzprofil VARTA AG:

Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.

Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.

Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (16.04.2024/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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