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VARTA: "Einzige Möglichkeit für positive Unternehmenszukunft" - Aktienanalyse
23.07.24 08:55
Der Aktionär
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - VARTA-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
VARTA strebe ein Sanierungsvorhaben nach dem Gesetz zur Stabilisierung und Umstrukturierung von Unternehmen (StaRUG) an. Den Aktionären des Batterieherstellers drohe damit ein Totalverlust. Die Aktie sei zum Wochenstart deutlich eingebrochen. Erste Analysten würden das Kursziel auf null setzen. Für Großaktionär und Aufsichtsrat Michael Tojner sei der Weg "die einzige Möglichkeit für positive Unternehmenszukunft".
Der angeschlagene Batteriekonzern VARTA, der mehrheitlich dem österreichischen Investor Michael Tojner gehöre, habe gestern ein vorinsolvenzliches Sanierungsverfahren angemeldet. Mit diesem Restrukturierungsvorhaben nach dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) solle eine mögliche Insolvenz abgewendet werden.
"Gemeinsam mit dem Management wurden alle Alternativen abgewogen, die Entscheidung ist keinem leichtgefallen. Auch alle Gutachten und Berechnungen sind zu diesem Ergebnis gekommen", so Tojner in einer entsprechenden Mitteilung. Das wichtigste Ziel sei es gewesen, die Schuldenlast des Konzerns zu reduzieren und damit zugleich den Bewegungsspielraum für eine positive Geschäftsentwicklung zu vergrößern. Um neue Marktfelder zu erschließen und die laufende Geschäftstätigkeit zu stabilisieren reiche die Versorgung des Unternehmens mit zusätzlichem Kapital nicht aus.
Bei den Verbindlichkeiten, die der Konzern institutionellen Kreditgebern schulde, gehe es dem Vernehmen nach um einen Konsortialkredit und Schuldscheine in Höhe von knapp einer halben Milliarde Euro.
Beim Kampf ums Überleben würden die bisherigen Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt. Der Mitteilung von Sonntagabend zufolge sei ein nennenswerter Schuldenschnitt für bestimmte Gläubigergruppen und die Stundung verbleibender Forderungen notwendig geworden, um die Zukunftsaussichten des Unternehmens zu sichern. "Schuldner waren jedoch nur bereit, diesen Schritt in Verbindung mit einer Herabsetzung des bestehenden Aktienkapitals auf null zu akzeptieren", heiße es bei Warburg Research.
"Zuerst muss das Grundproblem der Verschuldung behoben werden. Diese Entscheidung ist mir harten Einschnitten verbunden - auch ich verliere im Zuge der nun gestarteten Sanierung den gesamten Aktienwert", ergänze Mehrheitsaktionär Tojner.
Dabei richte der Vorstand der Montana Tech Components AG und Aufsichtsratsvorsitzende der Varta AG aber auch den Blick nach vorne. "Wir müssen diesen Schritt setzen, um VARTA eine Zukunft zu geben, fast 4.000 Arbeitsplätze zu sichern und das Unternehmen als Wirtschaftsfaktor in der Region und vor allem als Technologieträger für Europa zu erhalten", so Tojner.
"Der Aktionär" habe das drohende StaRUG-Verfahren bereits im April als Option in den Raum gestellt und Anlegern wiederholt geraten, bei VARTA weiter an der Seitenlinie zu bleiben. Im Rahmen der angestrebten finanziellen Neuaufstellung dürften die Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt werden und am Ende komplett leer ausgehen.
Für Anleger heißt es daher weiter: Finger weg, so Michael Schröder. (Analyse vom 23.07.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Börsenplätze VARTA-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
2,432 EUR -11,43% (23.07.2024, 08:55)
XETRA-Aktienkurs VARTA-Aktie:
3,25 EUR -68,51% (22.07.2024)
ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55
WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5
Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1
Kurzprofil VARTA AG:
Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (23.07.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
VARTA strebe ein Sanierungsvorhaben nach dem Gesetz zur Stabilisierung und Umstrukturierung von Unternehmen (StaRUG) an. Den Aktionären des Batterieherstellers drohe damit ein Totalverlust. Die Aktie sei zum Wochenstart deutlich eingebrochen. Erste Analysten würden das Kursziel auf null setzen. Für Großaktionär und Aufsichtsrat Michael Tojner sei der Weg "die einzige Möglichkeit für positive Unternehmenszukunft".
Der angeschlagene Batteriekonzern VARTA, der mehrheitlich dem österreichischen Investor Michael Tojner gehöre, habe gestern ein vorinsolvenzliches Sanierungsverfahren angemeldet. Mit diesem Restrukturierungsvorhaben nach dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) solle eine mögliche Insolvenz abgewendet werden.
"Gemeinsam mit dem Management wurden alle Alternativen abgewogen, die Entscheidung ist keinem leichtgefallen. Auch alle Gutachten und Berechnungen sind zu diesem Ergebnis gekommen", so Tojner in einer entsprechenden Mitteilung. Das wichtigste Ziel sei es gewesen, die Schuldenlast des Konzerns zu reduzieren und damit zugleich den Bewegungsspielraum für eine positive Geschäftsentwicklung zu vergrößern. Um neue Marktfelder zu erschließen und die laufende Geschäftstätigkeit zu stabilisieren reiche die Versorgung des Unternehmens mit zusätzlichem Kapital nicht aus.
Bei den Verbindlichkeiten, die der Konzern institutionellen Kreditgebern schulde, gehe es dem Vernehmen nach um einen Konsortialkredit und Schuldscheine in Höhe von knapp einer halben Milliarde Euro.
Beim Kampf ums Überleben würden die bisherigen Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt. Der Mitteilung von Sonntagabend zufolge sei ein nennenswerter Schuldenschnitt für bestimmte Gläubigergruppen und die Stundung verbleibender Forderungen notwendig geworden, um die Zukunftsaussichten des Unternehmens zu sichern. "Schuldner waren jedoch nur bereit, diesen Schritt in Verbindung mit einer Herabsetzung des bestehenden Aktienkapitals auf null zu akzeptieren", heiße es bei Warburg Research.
"Zuerst muss das Grundproblem der Verschuldung behoben werden. Diese Entscheidung ist mir harten Einschnitten verbunden - auch ich verliere im Zuge der nun gestarteten Sanierung den gesamten Aktienwert", ergänze Mehrheitsaktionär Tojner.
Dabei richte der Vorstand der Montana Tech Components AG und Aufsichtsratsvorsitzende der Varta AG aber auch den Blick nach vorne. "Wir müssen diesen Schritt setzen, um VARTA eine Zukunft zu geben, fast 4.000 Arbeitsplätze zu sichern und das Unternehmen als Wirtschaftsfaktor in der Region und vor allem als Technologieträger für Europa zu erhalten", so Tojner.
"Der Aktionär" habe das drohende StaRUG-Verfahren bereits im April als Option in den Raum gestellt und Anlegern wiederholt geraten, bei VARTA weiter an der Seitenlinie zu bleiben. Im Rahmen der angestrebten finanziellen Neuaufstellung dürften die Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt werden und am Ende komplett leer ausgehen.
Für Anleger heißt es daher weiter: Finger weg, so Michael Schröder. (Analyse vom 23.07.2024)
Börsenplätze VARTA-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
2,432 EUR -11,43% (23.07.2024, 08:55)
XETRA-Aktienkurs VARTA-Aktie:
3,25 EUR -68,51% (22.07.2024)
ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55
WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5
Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1
Kurzprofil VARTA AG:
Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (23.07.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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