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Wien (www.aktiencheck.de) - Nestlé-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Manuel Schleifer, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in seiner aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Nestlé S.A. (ISIN: CH0038863350, WKN: A0Q4DC, Ticker-Symbol: NESR, SIX Swiss Exchange-Symbol: NESN, NASDAQ OTC-Symbol: NSRGF) weiterhin zu kaufen.
⚪ Der Umsatz Nestlés habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% auf CHF 44,23 Mrd. reduziert und habe damit leicht unter den Erwartungen von CHF 44,54 Mrd. gelegen. Das organische Umsatzwachstum habe jedoch um 80 Basispunkte auf 2,9% verbessert werden können, was hauptsächlich auf Preiserhöhungen von im Schnitt 2,7% zurückzuführen sei. Der bereinigte Gewinn je Aktie habe sich um 5,4% auf CHF 2,27 reduziert. Damit habe man die Konsensschätzungen von im Schnitt CHF 2,10 jedoch übertreffen können. Belastet worden sei das Ergebnis vor allem durch steigende Rohstoffkosten für Kaffee und Kakao, erhöhte Marketingausgaben sowie den starken Schweizer Franken.
🟢 Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2025 rechne Nestlé weiterhin mit einer Verbesserung des organischen Umsatzwachstums im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr.
⚪ Die aktuelle Berichtssaison zeige, der Fokus des Marktes liege auf Volumenwachstum. Zahlreiche namhafte Hersteller seien in der Hochinflationsphase mit ihrer Markentreue an die Grenzen gestoßen und hätten Marktanteile an Billighersteller abgeben müssen. Trotz rückläufiger Inflation habe Nestlé es bislang nicht geschafft, signifikant die verloren gegangenen Marktanteile wieder zurückzuerobern. Dass der neue CEO Laurent Freixe wieder mehr Fokus aufs Kerngeschäft legen möchte, klinge in Anbetracht dessen nach einer vernünftigen Strategie. Bislang seien davon jedoch herzlich wenig konkrete Maßnahmen zu vernehmen gewesen und selbst wenn, werde eine strategische Neuausrichtung Zeit in Anspruch nehmen.
⚪ Abseits der organischen Entwicklungen mache die Wechselkursentwicklung dem Konzern zu schaffen. Als global agierender Konzern sei Nestlé zwar international diversifiziert, exponiere sich dadurch aber auch bedeutenden Wechselkursrisiken. Beinahe ein Drittel der Umsätze Nestlés würden in Nordamerika generiert - ein Umstand, der in Anbetracht der aktuellen Dollarschwäche ordentlich Gegenwind verursache. Die schlechte Nachricht sei, eine länger anhaltende Dollarschwäche sei im Einklang mit der Trump'schen Politik durchaus als wahrscheinlich einzustufen. Die gute Nachricht sei, ein Großteil dessen müsse mittlerweile im Aktienkurs eingepreist sein, und das negative Überraschungspotenzial halte sich damit in Grenzen.
🟢 In Zeiten fallender Zinsen komme der Dividendenrendite wieder mehr Bedeutung zu. Mit knapp über 4,3% offeriere Nestlé mittlerweile Renditeniveaus, wie sie zuletzt in den Jahren nach der Finanzkrise 2008 gesehen worden seien. Es wäre damit eine gute Gelegenheit, sich einen soliden Dividendentitel ins Portfolio zu holen. Schließlich habe der Konzern auch seit den 80ern im Durchschnitt die Dividende um jährlich rund 9% erhöht.
🟢 Bewertung: Seit dem Allzeithoch in der ersten Jahreshälfte 2024 seien die Unternehmensgewinne Nestlés um rund 10% eingebrochen, während die Aktie um mehr als 20% korrigiert habe. Der damit einhergehende Bewertungsabbau habe die Multiples auf die tiefsten Niveaus seit gut fünf Jahren gedrückt. Im Vergleich zur eigenen Historie handele Nestlé 30% unter dem 5-Jahres-Median. In Relation zum breiten Markt wäre eine historische moderate Prämie von 6% angemessen. Aktuell sei die Aktie jedoch zu einem Discount von 28% zu haben. Nestlé sei daher klar unterbewertet.
👉 Fazit: Wechselkursbewegungen und deren Auswirkungen auf Unternehmen seien erratisch und vor allem in der kurzen Frist kaum seriös zu prognostizieren. Die stärksten Bewegungen im Dollar sollten jedoch bereits hinter uns liegen, sodass die negativen Effekte von dieser Seite zunehmend an Schrecken verlieren sollten.
Im operativen Geschäft hingegen seien die Baustellen größer. Wenngleich der neue CEO die Probleme zu erkennen scheine, werde deren Lösung die eine oder andere strategische Neuausrichtung benötigen - welche im Normalfall nicht nur Zeit, sondern auch Ressourcen in Anspruch nehme.
Wenngleich die Analysten der RBI lange Zeit für Nestlé äußerst optimistisch gewesen seien, müssten sie eingestehen, dass eine rasche Rückkehr zu alter Stärke zunehmend unrealistisch erscheine. Die Analysten der RBI würden dabei bleiben, die Kursreaktion als übertrieben anzusehen. Jedoch nähmen sie eine Neubewertung der Wachstumsaussichten und Multipleentwicklung vor, welche ein drastisches Kappen des Kursziels erfordere.
Die Kaufempfehlung für die Aktie von Nestlé bleibt nach dem jüngsten Kurseinbruch aufrecht, so Manuel Schleifer, Analyst der Raiffeisen Bank International AG. Das Kursziel von CHF 85,00 ergebe sich mittels eines Multipleansatzes. Der faire Wert der Multiples sei anhand einer Querschnittsregression von Peer-Group-Unternehmen ermittelt worden. (Analyse vom 31.07.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (31.07.2025/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Manuel Schleifer, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in seiner aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Nestlé S.A. (ISIN: CH0038863350, WKN: A0Q4DC, Ticker-Symbol: NESR, SIX Swiss Exchange-Symbol: NESN, NASDAQ OTC-Symbol: NSRGF) weiterhin zu kaufen.
⚪ Der Umsatz Nestlés habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% auf CHF 44,23 Mrd. reduziert und habe damit leicht unter den Erwartungen von CHF 44,54 Mrd. gelegen. Das organische Umsatzwachstum habe jedoch um 80 Basispunkte auf 2,9% verbessert werden können, was hauptsächlich auf Preiserhöhungen von im Schnitt 2,7% zurückzuführen sei. Der bereinigte Gewinn je Aktie habe sich um 5,4% auf CHF 2,27 reduziert. Damit habe man die Konsensschätzungen von im Schnitt CHF 2,10 jedoch übertreffen können. Belastet worden sei das Ergebnis vor allem durch steigende Rohstoffkosten für Kaffee und Kakao, erhöhte Marketingausgaben sowie den starken Schweizer Franken.
🟢 Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2025 rechne Nestlé weiterhin mit einer Verbesserung des organischen Umsatzwachstums im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr.
⚪ Die aktuelle Berichtssaison zeige, der Fokus des Marktes liege auf Volumenwachstum. Zahlreiche namhafte Hersteller seien in der Hochinflationsphase mit ihrer Markentreue an die Grenzen gestoßen und hätten Marktanteile an Billighersteller abgeben müssen. Trotz rückläufiger Inflation habe Nestlé es bislang nicht geschafft, signifikant die verloren gegangenen Marktanteile wieder zurückzuerobern. Dass der neue CEO Laurent Freixe wieder mehr Fokus aufs Kerngeschäft legen möchte, klinge in Anbetracht dessen nach einer vernünftigen Strategie. Bislang seien davon jedoch herzlich wenig konkrete Maßnahmen zu vernehmen gewesen und selbst wenn, werde eine strategische Neuausrichtung Zeit in Anspruch nehmen.
⚪ Abseits der organischen Entwicklungen mache die Wechselkursentwicklung dem Konzern zu schaffen. Als global agierender Konzern sei Nestlé zwar international diversifiziert, exponiere sich dadurch aber auch bedeutenden Wechselkursrisiken. Beinahe ein Drittel der Umsätze Nestlés würden in Nordamerika generiert - ein Umstand, der in Anbetracht der aktuellen Dollarschwäche ordentlich Gegenwind verursache. Die schlechte Nachricht sei, eine länger anhaltende Dollarschwäche sei im Einklang mit der Trump'schen Politik durchaus als wahrscheinlich einzustufen. Die gute Nachricht sei, ein Großteil dessen müsse mittlerweile im Aktienkurs eingepreist sein, und das negative Überraschungspotenzial halte sich damit in Grenzen.
🟢 In Zeiten fallender Zinsen komme der Dividendenrendite wieder mehr Bedeutung zu. Mit knapp über 4,3% offeriere Nestlé mittlerweile Renditeniveaus, wie sie zuletzt in den Jahren nach der Finanzkrise 2008 gesehen worden seien. Es wäre damit eine gute Gelegenheit, sich einen soliden Dividendentitel ins Portfolio zu holen. Schließlich habe der Konzern auch seit den 80ern im Durchschnitt die Dividende um jährlich rund 9% erhöht.
🟢 Bewertung: Seit dem Allzeithoch in der ersten Jahreshälfte 2024 seien die Unternehmensgewinne Nestlés um rund 10% eingebrochen, während die Aktie um mehr als 20% korrigiert habe. Der damit einhergehende Bewertungsabbau habe die Multiples auf die tiefsten Niveaus seit gut fünf Jahren gedrückt. Im Vergleich zur eigenen Historie handele Nestlé 30% unter dem 5-Jahres-Median. In Relation zum breiten Markt wäre eine historische moderate Prämie von 6% angemessen. Aktuell sei die Aktie jedoch zu einem Discount von 28% zu haben. Nestlé sei daher klar unterbewertet.
Im operativen Geschäft hingegen seien die Baustellen größer. Wenngleich der neue CEO die Probleme zu erkennen scheine, werde deren Lösung die eine oder andere strategische Neuausrichtung benötigen - welche im Normalfall nicht nur Zeit, sondern auch Ressourcen in Anspruch nehme.
Wenngleich die Analysten der RBI lange Zeit für Nestlé äußerst optimistisch gewesen seien, müssten sie eingestehen, dass eine rasche Rückkehr zu alter Stärke zunehmend unrealistisch erscheine. Die Analysten der RBI würden dabei bleiben, die Kursreaktion als übertrieben anzusehen. Jedoch nähmen sie eine Neubewertung der Wachstumsaussichten und Multipleentwicklung vor, welche ein drastisches Kappen des Kursziels erfordere.
Die Kaufempfehlung für die Aktie von Nestlé bleibt nach dem jüngsten Kurseinbruch aufrecht, so Manuel Schleifer, Analyst der Raiffeisen Bank International AG. Das Kursziel von CHF 85,00 ergebe sich mittels eines Multipleansatzes. Der faire Wert der Multiples sei anhand einer Querschnittsregression von Peer-Group-Unternehmen ermittelt worden. (Analyse vom 31.07.2025)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity (31.07.2025/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 85,20 € | 85,10 € | 0,10 € | +0,12% | 16.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| CH0038863350 | A0Q4DC | 95,35 € | 74,60 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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85,20 € | +0,12% | 16.04.26 |
| Stuttgart | 85,15 € | +0,38% | 16.04.26 |
| Frankfurt | 85,27 € | +0,32% | 16.04.26 |
| Düsseldorf | 84,90 € | +0,08% | 16.04.26 |
| Hannover | 85,21 € | -0,13% | 16.04.26 |
| Xetra | 85,15 € | -0,29% | 16.04.26 |
| Hamburg | 85,00 € | -0,47% | 16.04.26 |
| München | 84,66 € | -0,76% | 16.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 98,532 $ | -2,48% | 16.04.26 |
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