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München (www.aktiencheck.de) - Wenn heute mit der Lufthansa (ISIN DE0008232125 / WKN 823212) ein Gründungsmitglied des DAX den Index verlassen muss, ist das ein Drama für die Airline, so Marc Decker, Leiter Asset Management bei der Merck Finck Privatbankiers AG.
Für den DAX selbst ändere sich dadurch wenig - vielleicht zu wenig. Denn der Wechsel im Oberhaus des deutschen Aktienmarktes werfe ein Schlaglicht darauf, dass sich der Leitindex noch immer recht altmodisch zusammensetze. Die Liste der 30 DAX-Titel klinge in Teilen mehr nach einem Industriemuseum als nach dem Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft.
In den USA würden die Technologieriesen der FAANG-Riege in den Börsenindices seit Jahren die Speerspitze der Kursgewinne bilden. Auch die Erholungsrally der vergangenen Wochen sei in erster Linie durch die Tech-Werte getrieben. Das habe den eklatanten Unterschied der US-Indices zu den europäischen und deutschen Leitindices erneut deutlich gemacht. Der DAX sei nach wie vor stark durch die "Old Economy" geprägt. Zwar habe die große Indexreform der Deutschen Börse 2018 die strikte Trennung zwischen reinen Tech- und Industrieunternehmen beendet. Doch seien mit SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460) und Infineon (ISIN DE0006231004 / WKN 623100) auch heute nur zwei wirklich schwergewichtige Technologiefirmen im DAX zu finden.
Die Gründe dafür seien vielfältig und hätten auch mit der Struktur der deutschen Wirtschaft zu tun, die stark mittelständisch und exportorientiert geprägt sei. Technologische Innovationen würden oftmals in kleineren Einheiten stattfinden, die in Familienbesitz seien oder aber in anderen Börsensegmenten zu finden seien. Zweifelsohne hätten auch einige der Industriekonzerne alter Schule überzeugende Innovationen vorzuweisen, doch als Ganzes stehe vielen von ihnen noch ein tief greifender Wandel bevor. Kurzum: Ein Investment in den deutschen Leitindex sei nicht unbedingt ein Investment in die Zukunft der deutschen Wirtschaft.
Solche Überlegungen seien vor allem für diejenigen Investoren relevant, die ihr Geld in ETFs anlegen und damit den zugrunde liegenden Index nachbilden würden. Sie sollten sich bewusst machen, welche Art von Index sie sich mit ihrem Investment ins Depot holen würden. Denn ein Index bilde mitnichten den "breiten Markt" ab, wie gerne behauptet werde. Er sei immer das Ergebnis der Kriterien seiner Zusammensetzung. Und wenn er zusätzlich auf einen regionalen oder nationalen Markt fokussiert sei, trage er auch der Wirtschaftsstruktur des jeweiligen Marktes Rechnung.
Wer in Deutschland investieren möchte, aber eher auf Zukunftstechnologien als auf "Old Economy" setze, der sollte den TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) in Erwägung ziehen. Der weise in etwa die gleiche Wertentwicklung wie der US-amerikanische NASDAQ 100 auf - sowohl kurz- als auch langfristig - und habe den DAX weit hinter sich gelassen. Zudem gebe es interessante Einzelunternehmen, die aus den unteren Börsenligen nach oben streben würden: So werde beispielsweise die Aktie der schon im TecDAX notierten AIXTRON SE als vielversprechender Kandidat für den Aufstieg in den MDAX gehandelt. Sollte die Aachener Firma einmal den Sprung in den DAX schaffen, wäre sie wohl Teil eines notwendigen Wandels. (04.06.2020/ac/a/m)
Für den DAX selbst ändere sich dadurch wenig - vielleicht zu wenig. Denn der Wechsel im Oberhaus des deutschen Aktienmarktes werfe ein Schlaglicht darauf, dass sich der Leitindex noch immer recht altmodisch zusammensetze. Die Liste der 30 DAX-Titel klinge in Teilen mehr nach einem Industriemuseum als nach dem Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft.
Die Gründe dafür seien vielfältig und hätten auch mit der Struktur der deutschen Wirtschaft zu tun, die stark mittelständisch und exportorientiert geprägt sei. Technologische Innovationen würden oftmals in kleineren Einheiten stattfinden, die in Familienbesitz seien oder aber in anderen Börsensegmenten zu finden seien. Zweifelsohne hätten auch einige der Industriekonzerne alter Schule überzeugende Innovationen vorzuweisen, doch als Ganzes stehe vielen von ihnen noch ein tief greifender Wandel bevor. Kurzum: Ein Investment in den deutschen Leitindex sei nicht unbedingt ein Investment in die Zukunft der deutschen Wirtschaft.
Solche Überlegungen seien vor allem für diejenigen Investoren relevant, die ihr Geld in ETFs anlegen und damit den zugrunde liegenden Index nachbilden würden. Sie sollten sich bewusst machen, welche Art von Index sie sich mit ihrem Investment ins Depot holen würden. Denn ein Index bilde mitnichten den "breiten Markt" ab, wie gerne behauptet werde. Er sei immer das Ergebnis der Kriterien seiner Zusammensetzung. Und wenn er zusätzlich auf einen regionalen oder nationalen Markt fokussiert sei, trage er auch der Wirtschaftsstruktur des jeweiligen Marktes Rechnung.
Wer in Deutschland investieren möchte, aber eher auf Zukunftstechnologien als auf "Old Economy" setze, der sollte den TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) in Erwägung ziehen. Der weise in etwa die gleiche Wertentwicklung wie der US-amerikanische NASDAQ 100 auf - sowohl kurz- als auch langfristig - und habe den DAX weit hinter sich gelassen. Zudem gebe es interessante Einzelunternehmen, die aus den unteren Börsenligen nach oben streben würden: So werde beispielsweise die Aktie der schon im TecDAX notierten AIXTRON SE als vielversprechender Kandidat für den Aufstieg in den MDAX gehandelt. Sollte die Aachener Firma einmal den Sprung in den DAX schaffen, wäre sie wohl Teil eines notwendigen Wandels. (04.06.2020/ac/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 24.698,94 - | 24.154,47 - | 544,47 - | +2,25% | 01.01./00:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008469008 | 846900 | 25.509 | 21.042 | |
Werte im Artikel
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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24.638,81 | +2,25% | 17.04.26 |
| Xetra | 24.698,94 - | +2,25% | 17.04.26 |
= Realtime
Aktuell
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