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Wochenausblick: Stabile Seitenlage




16.07.12 13:03
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Das Hoffen auf die rettende Hand der Notenbanken geht in eine neue Runde, so die Deutsche Börse AG.

Nachdem in den vergangenen beiden Wochen die EZB und die Bank of Japan mit ihren Zinsentscheidungen im Fokus der Anleger gestanden hätten, würden sich die Blicke nun wieder auf die US-Notenbank richten, wenn sich Gouverneur Ben Bernanke am Dienstag und Mittwoch vor den beiden Häusern des US-Kongresses zur wirtschaftlichen Lage der Nation äußere. An den Aktienmärkten dürfte es aus Sicht von Analysten erst einmal seitwärts gehen, da sich die geldpolitischen Hoffnungen und die politischen Sorgen neutralisiert hätten.

Der deutsche Leitindex DAX starte am Montagvormittag mit 0,2 Prozent Plus und 6.560 Punkte nahezu unverändert in die neue Woche, während der EURO STOXX 50 bei 2.252 Punkten ebenso leicht im Minus liege.

"In der Vergangenheit nutzte Bernanke die Rechtfertigung vor dem Kongress häufig, um Hinweise zur künftigen Marschrichtung der Geldpolitik zu geben", würden die Analysten der HSBC erläutern. So habe Bernanke im vergangenen Jahr betont, dass die schwache Konjunktur einer weiteren geldpolitischen Lockerung bedürfe. In den Folgemonaten habe die FED dann den Zeitraum verlängert, in dem der Leitzins auf dem historischen Tief von 0,25 Prozent gehalten werden solle und sei zudem ihr Anleihetauschprogramm "Operation Twist" gestartet.

Ein Hinweis darauf, ob die FED im weiteren Jahresverlauf ein weiteres Anleihekauf-Programm - so genannte quantitative Lockerungen - plane, könnte aus Sicht der HSBC fallen. Wie aus dem jüngsten Protokoll der Notenbank-Sitzung Ende Juni hervorgegangen sei, seien sich die Währungshüter in diesem Punkt zuletzt noch uneinig gewesen.

Robert Halver von der Baader Bank rechne mit einem weiteren Einschreiten der Federal Reserve: "Die FED kann nicht zögern, Konjunkturstützung zu betreiben, sollte insbesondere die US-Arbeitsmarkterholung weiter abebben. Nichts fürchtet der Teufel mehr als Weihwasser, nichts fürchtet ein Notenbankchef mehr als deflationäre Tendenzen, die, wenn erst einmal zugelassen - siehe Japan - kaum mehr zu stoppen sind."

An den Aktienmärkten stünden sich aus Sicht von Halver damit die politische Krise der Eurozone und eine historisch bislang einmalig freizügige, weltweite Geldpolitik gegenüber. "Die Aktienmärkte scheinen diese Faktoren insgesamt ausgeglichen zu bewerten, ähnlich wie bei einer stabilen Seitenlage. Das legt auch die Betrachtung der Volatilität des DAX nahe. Diese ist aktuell deutlich niedriger als zur Hochphase der Krise in Europa Ende September 2011, obwohl der ifo-Geschäftsklimaindex heute auf deutlich schwächerem Niveau verläuft", erkläre der Kapitalmarktanalyst. Der Ausschlag der Waage in die eine oder andere Börsenrichtung liege in der Macht der Euro-Politik.

Nach Einschätzung der Helaba würden derzeit die mittlerweile sehr niedrigen Markterwartungen - zumindest vorerst - weitere Verwerfungen an den Märkten verhindern: "Obwohl die Risikoaufschläge bei Staatsanleihen der Euro-Problemländer auf erhöhtem Niveau verharrten und auch der Euro gegenüber dem US-Dollar weiter unter Druck blieb, hat sich die implizite Aktienmarktvolatilität zurückgebildet. Offenbar haben Aktienmarktteilnehmer ihre Wachstumserwartungen bereits hinreichend stark zurückgeschraubt. Nun warten sie auf neue Impulse", schätze Markus Reinwald die Lage ein.

Die angelaufene Berichtssaison sei angesichts der Schuldenkrise wie auch schon in den vergangenen Quartalen etwas in den Hintergrund getreten. Aus Sicht der LBBW sei der eingetrübten Konjunkturaussicht von dieser Seite aber ohnehin wenig Anregung zu erwarten: "Nachlassende Gewinndynamik oder sogar fallende Gewinne dürften das Gesamtbild prägen", erwarte die Landesbank.

Das Chartbild des DAX habe sich nach Ansicht des technischen Analysten der Helaba, Christian Schmidt, zuletzt kaum verändert: "Die seit geraumer Zeit etablierte Handelsrange mit Begrenzungen bei 6.350 Zählern auf der Unter- und 6.497 Punkten auf der Oberseite ist weiterhin intakt." Obwohl sich die trendfolgenden Indikatoren im "Long-Modus" befänden, seien die Indikatoren jedoch mehrheitlich negativ zu werten. "Vor allem die Oszillatoren weisen negative Divergenzen auf. Zudem fiel das Volumen bei steigenden Kursen unterdurchschnittlich aus. Eine deutlich ausgeprägte Kursbewegung ist aber erst mit dem Ausbruch aus der genannten Range zu erwarten." (16.07.2012/ac/a/m)








 
 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008469008 846900 25.509 21.724
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Xetra 24.155,45 - -0,16%  23.04.26
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