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Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die RWE-Aktie (ISIN DE0007037129 / WKN 703712) von "kaufen" auf "halten" herab.
Beim zweitgrößten deutschen Energieversorger gebe es ein gemischtes Bild. Die Zahlen der Vergangenheit würden sich sehr gut lesen, der Ausblick sei im aktuellen Umfeld aber enttäuschend. Im ersten Quartal 2010 hätten die Essener einen Nettogewinn von 1,557 Mrd. Euro erzielt. Dies sei gegenüber dem Vorquartal ein Zuwachs von knapp 100%. Auch die Umsätze hätten in diesem Zeitraum um 1,06 Mrd. Euro auf 14,523 Mrd. Euro zugelegt. Die kommenden Quartale könnten nun aber wieder schwächer werden, habe man im ersten Quartal doch von dem sehr strengen Winter profitiert.
Zudem drücke die hohe Verschuldung. Laut Finanzvorstand Pohlig wachse die Nettoschuld bis Jahresende noch auf 29,2 Mrd. Euro. Die Begründung hierfür liege in dem umfangreichen Investitionsprogramm. Ein erster Schritt zur Entschuldung könnte der Verkauf der Gas-Transportnetz-Tochter Thyssengas sein. Beim Thema Elektromobilität wolle RWE Pionier werden. Jüngst habe man sich an einer Ausschreibung für 25.000 Ladestationen in England beteiligt. In Deutschland stünden bereits 500 solcher Aufladestationen, Tendenz steigend. Positive Nachrichten kämen auch von dem Projekt Desertec, bereits 2015 solle der erste Ökostrom aus Afrika nach Europa fließen. Die Planungen würden derzeit zügiger als gedacht verlaufen.
Die deutschen Versorger treffe es derzeit knüppeldick, so auch RWE. Nach der Bundestagswahl im September 2009 hätten viele Marktbeobachter mit einer zügigen Novellierung der Energiepolitik gerechnet, doch es sei anders gekommen. Die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke sei immer noch nicht in Gesetzesform gegossen und allmählich laufe den Versorgern die Zeit davon. Stünden doch für RWE weitere Abschaltungen von Kernkraftwerken in 2011 an (Biblis A und B). Gleichzeitig solle eine neue Sondersteuer auf nukleare Brennelemente erhoben werden, welche etwa 40% der Gewinne aus den kerntechnischen Anlagen abschöpfe.
Daneben sei die Senkung der Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbaren Quellen nicht so rasch und umfangreich beschnitten worden, wie gedacht. Somit würden die Belastungen aus dem EEG anhaltend hoch bleiben. Zudem könne RWE nur bedingt von einer anziehenden globalen Konjunktur profitieren, da 80% der Umsätze allein in Deutschland und Großbritannien erwirtschaftet würden. Insgesamt habe sich die Stimmungslage um RWE deutlich eingetrübt, einzig die angekündigte Dividendenerhöhung auf 3,75 Euro (+7,14%) steche momentan positiv heraus.
Bis zur abschließenden Klärung der anstehenden Gesetzesvorhaben nehmen die Analysten der Oldenburgischen Landesbank das Votum für die RWE-Aktie von "kaufen" auf "halten" zurück. (Analyse vom 15.07.2010) (15.07.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Beim zweitgrößten deutschen Energieversorger gebe es ein gemischtes Bild. Die Zahlen der Vergangenheit würden sich sehr gut lesen, der Ausblick sei im aktuellen Umfeld aber enttäuschend. Im ersten Quartal 2010 hätten die Essener einen Nettogewinn von 1,557 Mrd. Euro erzielt. Dies sei gegenüber dem Vorquartal ein Zuwachs von knapp 100%. Auch die Umsätze hätten in diesem Zeitraum um 1,06 Mrd. Euro auf 14,523 Mrd. Euro zugelegt. Die kommenden Quartale könnten nun aber wieder schwächer werden, habe man im ersten Quartal doch von dem sehr strengen Winter profitiert.
Zudem drücke die hohe Verschuldung. Laut Finanzvorstand Pohlig wachse die Nettoschuld bis Jahresende noch auf 29,2 Mrd. Euro. Die Begründung hierfür liege in dem umfangreichen Investitionsprogramm. Ein erster Schritt zur Entschuldung könnte der Verkauf der Gas-Transportnetz-Tochter Thyssengas sein. Beim Thema Elektromobilität wolle RWE Pionier werden. Jüngst habe man sich an einer Ausschreibung für 25.000 Ladestationen in England beteiligt. In Deutschland stünden bereits 500 solcher Aufladestationen, Tendenz steigend. Positive Nachrichten kämen auch von dem Projekt Desertec, bereits 2015 solle der erste Ökostrom aus Afrika nach Europa fließen. Die Planungen würden derzeit zügiger als gedacht verlaufen.
Daneben sei die Senkung der Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbaren Quellen nicht so rasch und umfangreich beschnitten worden, wie gedacht. Somit würden die Belastungen aus dem EEG anhaltend hoch bleiben. Zudem könne RWE nur bedingt von einer anziehenden globalen Konjunktur profitieren, da 80% der Umsätze allein in Deutschland und Großbritannien erwirtschaftet würden. Insgesamt habe sich die Stimmungslage um RWE deutlich eingetrübt, einzig die angekündigte Dividendenerhöhung auf 3,75 Euro (+7,14%) steche momentan positiv heraus.
Bis zur abschließenden Klärung der anstehenden Gesetzesvorhaben nehmen die Analysten der Oldenburgischen Landesbank das Votum für die RWE-Aktie von "kaufen" auf "halten" zurück. (Analyse vom 15.07.2010) (15.07.2010/ac/a/d)
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Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 55,90 € | 57,92 € | -2,02 € | -3,49% | 17.04./20:33 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0007037129 | 703712 | 59,46 € | 30,95 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
55,90 € | -3,49% | 20:33 |
| Nasdaq OTC Other | 70,20 $ | +2,25% | 15.04.26 |
| Hannover | 57,78 € | -2,30% | 08:16 |
| Hamburg | 56,12 € | -2,81% | 14:20 |
| München | 56,46 € | -3,62% | 12:49 |
| Düsseldorf | 55,56 € | -3,68% | 19:32 |
| Xetra | 55,90 € | -3,79% | 17:35 |
| Frankfurt | 55,74 € | -3,86% | 20:08 |
| Stuttgart | 55,66 € | -4,03% | 20:05 |
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