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Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Konjunkturdaten aus den USA fielen insgesamt gemischt aus, so die Analysten der Weberbank.
Die Einzelhandelsumsätze für den Monat Januar seien mit 0,3% weniger stark gewachsen, als von den Marktteilnehmern ursprünglich erwartet worden sei. Etwas widersprüchliche Daten seien vom Arbeitsmarktbericht gekommen: Zwar habe sich die Arbeitslosenrate von 9,4% auf 9,0% reduziert, gleichzeitig habe aber die Neueinstellung im privaten Sektor deutlich unter den Erwartungen der Volkswirte gelegen. Dies dürfte neben statistischen Effekten auch darauf zurückzuführen sein, dass sich viele US-Bürger aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht auf die Suche nach Arbeit begeben hätten.
Positiv habe sich der Dienstleistungsbereich entwickelt. So habe der diesbezügliche ISM Einkaufsmanagerindex mit 59,4 Punkten den höchsten Stand seit August 2005 erreicht. Die positiven Konjunkturdaten sollten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Immobilien- und Arbeitsmärkte immer noch angeschlagen seien. Vor allem im Immobiliensektor könne man bestenfalls von einer Bodenbildung sprechen, aber eine Trendwende sei noch nicht in Sicht. Auch der Arbeitsmarkt sei - trotz Konjunkturaufschwungs - noch nicht wirklich angesprungen. Die Erholung der amerikanischen Wirtschaft schreite zwar voran, die Analysten würden allerdings vor überschwänglichem Optimismus warnen.
In Europa seien die ersten Schätzungen des europäischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das vierte Quartal 2010 veröffentlicht worden. Demnach sei die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 0,3% und auf Jahresbasis um 2,0% gewachsen. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft sei mit einem Wachstum von 0,4% gegenüber dem Vorquartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Grund für die enttäuschenden Steigerungen liege u. a. am frühen Wintereinbruch, der die Aktivitäten in der Bauwirtschaft um 25% habe einbrechen lassen.
Innerhalb des Euroraums zeige sich ein erhebliches Wachstumsgefälle. Während Länder wie Finnland, Estland und Deutschland jährliche Wachstumsraten von 4 bis 6% aufgewiesen hätten, würden andere Länder wie Griechenland weiter in einer Rezession stecken. Die starke Entwicklung der konjunkturellen Frühindikatoren wie des ifo-Geschäftsklimas oder der Einkaufsmanagerindices würden auf einen anhaltenden Aufschwung der deutschen Wirtschaft deuten.
Während die Aktienmärkte anscheinend nur eine positive Richtung kennen würden, herrsche an den europäischen Rentenmärkten miese Stimmung. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe sei auf 3,32% gestiegen und habe damit ein neues Jahreshoch markiert. Vor allem die Erwartung einer kräftigeren Konjunkturerholung sowie die Sorge vor einer höheren Inflation und damit verbunden frühzeitigen Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) hätten sich auf die Renten negativ ausgewirkt. Die Analysten der Weberbank halten die Spekulationen einer baldigen Zinserhöhung für übertrieben.
Viele Länder der Euro-Peripherie seien weiter hochverschuldet und würden ihre Sparanstrengungen ausweiten müssen. Zudem würden sie unter einer hohen Arbeitslosigkeit leiden, die überdurchschnittliche Lohnerhöhungen nicht wahrscheinlich machen würden. Die Analysten würden daher auf mittlere Frist keine Gefahr eines breit angelegten Preisauftriebs sehen. Die Erwartungen der Marktteilnehmer auf frühzeitige Zinserhöhung sollten sich wieder zeitlich nach hinten verschieben. Zudem würden die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten deutsche Bundesanleihen als sicheren Hafen attraktiver machen. Insgesamt würden die Analysten von einem wieder steigenden deutschen Rentenmarkt ausgehen.
Die europäischen Aktienmärkte würden scheinbar unaufhörlich steigen. Dem DAX wie dem EURO STOXX 50 sei es gelungen, neue Mehrjahreshöchststände zu erreichen. Vor allem gute Konjunkturdaten, eine gute US-Berichtssaison und die anhaltende Fusionswelle hätten zu dieser guten Entwicklung geführt.
Die Berichtssaison zum vierten Quartal verlaufe in Amerika weiter sehr erfreulich. Mittlerweile hätten über zwei Drittel der im S&P 500-Index enthaltenden Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt. Davon hätten 72% der Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten schlagen können. Das zu erwartende Gewinnwachstum habe im Jahresvergleich 34% betragen, beim Umsatz sei ein Wachstum von 8,8% erzielt worden.
In Deutschland gewinne die Berichtssaison erst in den nächsten Wochen richtig an Schwung. Bisher hätten die DAX-Unternehmen außerhalb der Finanzbranche mit ihrem Zahlenwerk überzeugen können. Die Analysten der Weberbank sind für die europäischen Aktienmärkte mittelfristig positiv eingestellt. Das weiterhin niedrige Zinsumfeld, eine hohe Überschussliquidität, die historisch niedrigen Bewertungen sowie die erfreuliche Konjunktur- und Ertragsentwicklung sollten auch zukünftig die Aktienmärkte stützen. Allerdings müsse nach dem fulminanten Anstieg der Märkte kurzfristig mit einer Konsolidierung gerechnet werden. So würden zahlreiche Stimmungsindikatoren einen übertriebenen Optimismus der Anleger anzeigen, was als Warnhinweis gedeutet werden könne.
Auch wenn der EUR/USD sein Hoch bei 1,3856 nicht habe halten können, seien die Analysten mittelfristig positiv für den Euro eingestellt. Die USA würden noch weiter mit einem schwächeren Arbeits- und Immobilienmarkt zu kämpfen haben und daher ihre Zinsen länger niedrig halten als die EZB. Der EU-Gipfel im März, auf dem eine überzeugende Neuregelung des Schutzschirmes und Weichenstellungen für den weiteren Umgang mit der Schuldenkrise erfolgen sollten, gebe zusätzliche Hoffnung und sollte einen Absturz des EUR/USD verhindern. (18.02.2011/ac/a/m)
Die Einzelhandelsumsätze für den Monat Januar seien mit 0,3% weniger stark gewachsen, als von den Marktteilnehmern ursprünglich erwartet worden sei. Etwas widersprüchliche Daten seien vom Arbeitsmarktbericht gekommen: Zwar habe sich die Arbeitslosenrate von 9,4% auf 9,0% reduziert, gleichzeitig habe aber die Neueinstellung im privaten Sektor deutlich unter den Erwartungen der Volkswirte gelegen. Dies dürfte neben statistischen Effekten auch darauf zurückzuführen sein, dass sich viele US-Bürger aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht auf die Suche nach Arbeit begeben hätten.
Positiv habe sich der Dienstleistungsbereich entwickelt. So habe der diesbezügliche ISM Einkaufsmanagerindex mit 59,4 Punkten den höchsten Stand seit August 2005 erreicht. Die positiven Konjunkturdaten sollten jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Immobilien- und Arbeitsmärkte immer noch angeschlagen seien. Vor allem im Immobiliensektor könne man bestenfalls von einer Bodenbildung sprechen, aber eine Trendwende sei noch nicht in Sicht. Auch der Arbeitsmarkt sei - trotz Konjunkturaufschwungs - noch nicht wirklich angesprungen. Die Erholung der amerikanischen Wirtschaft schreite zwar voran, die Analysten würden allerdings vor überschwänglichem Optimismus warnen.
In Europa seien die ersten Schätzungen des europäischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das vierte Quartal 2010 veröffentlicht worden. Demnach sei die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 0,3% und auf Jahresbasis um 2,0% gewachsen. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft sei mit einem Wachstum von 0,4% gegenüber dem Vorquartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Grund für die enttäuschenden Steigerungen liege u. a. am frühen Wintereinbruch, der die Aktivitäten in der Bauwirtschaft um 25% habe einbrechen lassen.
Innerhalb des Euroraums zeige sich ein erhebliches Wachstumsgefälle. Während Länder wie Finnland, Estland und Deutschland jährliche Wachstumsraten von 4 bis 6% aufgewiesen hätten, würden andere Länder wie Griechenland weiter in einer Rezession stecken. Die starke Entwicklung der konjunkturellen Frühindikatoren wie des ifo-Geschäftsklimas oder der Einkaufsmanagerindices würden auf einen anhaltenden Aufschwung der deutschen Wirtschaft deuten.
Viele Länder der Euro-Peripherie seien weiter hochverschuldet und würden ihre Sparanstrengungen ausweiten müssen. Zudem würden sie unter einer hohen Arbeitslosigkeit leiden, die überdurchschnittliche Lohnerhöhungen nicht wahrscheinlich machen würden. Die Analysten würden daher auf mittlere Frist keine Gefahr eines breit angelegten Preisauftriebs sehen. Die Erwartungen der Marktteilnehmer auf frühzeitige Zinserhöhung sollten sich wieder zeitlich nach hinten verschieben. Zudem würden die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten deutsche Bundesanleihen als sicheren Hafen attraktiver machen. Insgesamt würden die Analysten von einem wieder steigenden deutschen Rentenmarkt ausgehen.
Die europäischen Aktienmärkte würden scheinbar unaufhörlich steigen. Dem DAX wie dem EURO STOXX 50 sei es gelungen, neue Mehrjahreshöchststände zu erreichen. Vor allem gute Konjunkturdaten, eine gute US-Berichtssaison und die anhaltende Fusionswelle hätten zu dieser guten Entwicklung geführt.
Die Berichtssaison zum vierten Quartal verlaufe in Amerika weiter sehr erfreulich. Mittlerweile hätten über zwei Drittel der im S&P 500-Index enthaltenden Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt. Davon hätten 72% der Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten schlagen können. Das zu erwartende Gewinnwachstum habe im Jahresvergleich 34% betragen, beim Umsatz sei ein Wachstum von 8,8% erzielt worden.
In Deutschland gewinne die Berichtssaison erst in den nächsten Wochen richtig an Schwung. Bisher hätten die DAX-Unternehmen außerhalb der Finanzbranche mit ihrem Zahlenwerk überzeugen können. Die Analysten der Weberbank sind für die europäischen Aktienmärkte mittelfristig positiv eingestellt. Das weiterhin niedrige Zinsumfeld, eine hohe Überschussliquidität, die historisch niedrigen Bewertungen sowie die erfreuliche Konjunktur- und Ertragsentwicklung sollten auch zukünftig die Aktienmärkte stützen. Allerdings müsse nach dem fulminanten Anstieg der Märkte kurzfristig mit einer Konsolidierung gerechnet werden. So würden zahlreiche Stimmungsindikatoren einen übertriebenen Optimismus der Anleger anzeigen, was als Warnhinweis gedeutet werden könne.
Auch wenn der EUR/USD sein Hoch bei 1,3856 nicht habe halten können, seien die Analysten mittelfristig positiv für den Euro eingestellt. Die USA würden noch weiter mit einem schwächeren Arbeits- und Immobilienmarkt zu kämpfen haben und daher ihre Zinsen länger niedrig halten als die EZB. Der EU-Gipfel im März, auf dem eine überzeugende Neuregelung des Schutzschirmes und Weichenstellungen für den weiteren Umgang mit der Schuldenkrise erfolgen sollten, gebe zusätzliche Hoffnung und sollte einen Absturz des EUR/USD verhindern. (18.02.2011/ac/a/m)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008469008 | 846900 | 25.509 | 21.724 | |
Werte im Artikel
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