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DAX leitet Konsolidierung ein




30.06.03 14:22
Frankfurter Sparkasse

Der DAX hat nach den starken Kursgewinnen der letzten Zeit erst einmal eine Konsolidierung eingeleitet, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Diese vollziehe sich bisher aber recht moderat. So habe die Unterstützungsmarke bei 3.150 Punkten im DAX gehalten werden können. Diese relative Stabilität sei umso bemerkenswerter, da diverse negative Meldungen vermeldet worden seien. Neben den negativen Auswirkungen durch den Streik der Metallarbeiter in Ostdeutschland hätten z. B. Umsatz- bzw. Gewinnwarnungen bei den Eurostoxx-Werten Unilever und Heineken belastet. Andererseits habe der unerwartete Anstieg des Ifo-Geschäftsklima-Indexes im Juni mit einer sich befestigenden Inlandsnachfrage positive Signale aus der Binnenwirtschaft gesendet.

Fundamentale Klarheit würden aber auch die US-Daten nicht anzeigen. Die weiterhin schwachen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Mai hätten hier im Gegensatz zum robuster als erwartet ausgefallenen Verbrauchervertrauen der Amerikaner im Juni wie auch zu der nochmaligen Verbesserung der Lage am Immobilienmarkt im Mai gestanden.

In diesem Kontext sei auch die erneute Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank FED zu sehen, die mit einem Rückgang um 0,25 Prozent auf das neue 45-Jahres-Tief auf 1,00% den Blick auf immer noch vorhandene Konjunkturrisiken gelenkt habe, gleichzeitig das Risiko eines weiteren Rückgangs der Inflation aber höher einschätze als die Gefahr anziehender Preise und somit der Deflationsdebatte noch keine vollständige Absage erteilt habe. Rein charttechnisch betrachtet könne die Aufwärtsbewegung im DAX noch ein wenig weiter laufen. So seien durch den bevorstehenden Abrechnungstermin für die Fonds Ende des Monats, bedingt durch Windowdressing, weitere Eindeckungen der Marktteilnehmer möglich. Allerdings befänden sich größere Widerstandsbereiche spätestens um 3.400 Punkte im DAX.

Zwar sorge die kurzfristige Dollar-Stärke gegenüber dem Euro durchaus für Unterstützung bei den Exportwerten, doch deute der immer noch auf hohem Niveau liegende Ölpreis weiterhin gewisse Risiken an. Für Verunsicherung dürfte zudem die demnächst beginnende Quartalsberichtssaison der Unternehmen sorgen. Sollte die momentan vom Rentenmarkt signalisierte Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr hier Enttäuschungen erfahren, dürfte dies am Aktienmarkt für größere Belastungen sorgen.

Die Wahrscheinlichkeit einer beginnenden größeren Konsolidierungsphase sei daher recht hoch. Nach unten würden der Bereich um 3.000 Punkte im DAX sowie die für den langfristigen Trend wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie bei rund 2.927 Punkten dabei recht gute Unterstützung bieten. Als Strategie für den Privatanleger empfehle es sich, weiterhin Gewinne laufen zu lassen und mit Stop-Kursen abzusichern, während Neuengagements erst einmal zurückgestellt bleiben sollten.








 
 
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