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DAX auf neuem Jahreshöchststand




13.06.03 14:45
Frankfurter Sparkasse

Der DAX hat seinen kurzfristigen Aufwärtstrend dynamisch fortgesetzt, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Unterstützt von freundlichen Vorgaben von der Wall Street sei dabei ein neuer Jahreshöchststand gelungen. Zudem habe neben der psychologisch wichtigen Marke bei 3.000 Punkten das bisherige Jahreshoch von 3.068 Punkten überwunden werden können, was Trend bestätigend wirke. Besonders bemerkenswert sei diese positive Entwicklung vor dem Hintergrund negativer konjunktureller und unternehmensspezifischer Nachrichten.

So habe auf der einen Seite die Gewinnwarnungen von Texas Instruments und Motorola wie auch der Skandal um den Baufinanzierer Freddie Mac, der erneut Zweifel an der Solidität der Bilanzierungen in den USA aufkommen lasse, verdaut werden müssen. Auf der anderen Seite habe es eine in Deutschland im April rückläufige Industrieproduktion mit Befürchtungen einer erneuten Schrumpfung im zweiten Quartal sowie nur schleppende konjunkturelle Signale des aktuellen Beige Books in den USA zur Kenntnis zu nehmen gegolten.

Phantasie erhalte der Aktienmarkt stattdessen weiterhin von der Spekulation auf sinkende Leitzinsen sowie den zunehmenden Übernahme- und Fusionsgerüchten. Hinzu komme der nächste Woche anstehende wichtige Fälligkeitstermin an den Options- und Futures-Börsen wie auch der bevorstehende Abrechnungstermin für die Fonds Ende des Monats, der für weitere Eindeckungen der Marktteilnehmer sorgen könnte. Rein charttechnisch betrachtet könne die Aufwärtsbewegung daher noch ein wenig weiter laufen. Allerdings würden sich größere Widerstandsbereiche spätestens zwischen 3.400 und 3.500 Punkten im DAX befinden.

Nichtsdestotrotz dürfe man die Risiken nicht ganz aus den Augen verlieren. So sei der für die Konjunktur wichtige Ölpreis bereits wieder auf ein Dreimonatshoch geklettert. Weiterhin halte sich der Euro gegenüber dem Dollar auf hohem Niveau. Zudem bestehe durchaus erheblicher Enttäuschungsspielraum angesichts der laufenden Gewinnrevidierungssaison durch die Analysten.

Die Chance, dass daher demnächst erst einmal eine Konsolidierungsphase eingeleitet werde, würden damit nicht schlecht stehen. Nach unten hin würde der Bereich um 3.000 Punkte im DAX dabei recht gute Unterstützung bieten. Privatanleger sollten zur Zeit keine übereilten Zukäufe tätigen, sondern nur Gewinne laufen lassen.








 
 
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