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DAX die Zuversicht steigt




11.01.12 16:23
Deutsche Börse AG

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach kurzer Verschnaufpause meldet sich in Europa die Schuldenkrise zurück, so die Deutsche Börse AG.

Marktteilnehmer hätten sich bisher zwar wenig beeindruckt gezeigt und beim DAX am gestrigen Dienstag für ein Plus von 2,42 Prozent gesorgt. Zudem würden technische Analysten dem deutschen Leitindex weiteres Potenzial nach oben bescheinigen. Dennoch erkenne die Helaba angesichts der anstehenden Emissionen spanischer und italienischer Staatsanleihen Rückfallpotenzial für den DAX, falls diese vom Markt nur zu erschwerten Bedingungen angenommen würden. Die sich abzeichnenden Fortschritte bei der Verhandlung Griechenlands über einen Schuldenschnitt mit seinen Privatgläubigern würden von Anlegern hingegen positiv aufgenommen. Ebenso wecke der optimistische Ausblick von Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) Hoffnungen auf einen positiven Verlauf der Quartalsberichtssaison.

Trotz holpriger Wegstrecke schließe Jana Meier weiteres Potenzial nach oben für den DAX nicht aus. Auch während der Korrektur in der vergangenen Woche habe sich der deutsche Leitindex wacker oberhalb der 6.000 Punkte-Marke halten können. "Man erkennt, dass sich der DAX derzeit nicht allzu leicht geschlagen gibt", beobachte die technische Analystin der HSBC Trinkaus. Bestes Beispiel sei der jüngst erfolgte erneute Angriff auf die entscheidende Widerstandszone aus den zyklischen Hochs bei 6.170 bzw. 6.179 Punkten. Eine nachhaltige Eroberung dieser Marken ermögliche dem DAX "einen Hauch von Freiheit" auf der Oberseite.

Die nächste Widerstandszone befinde sich in diesem Fall erst wieder im Bereich der 200-Tages-Linie bei aktuell 6.404 Punkten, dem Oktoberhoch 2011 bei 6.431 Zählern sowie dem "Fukushima-Tief" vom März 2011 bei 6.483 Punkten. "Der Sprung über diese Marken käme dann endgültig einem Befreiungsschlag gleich, der die Perspektiven des deutschen Aktienindex grundlegend aufbessert", meine Meier.

Die technischen Indikatoren würden dieses Szenario zwar mit Kaufsignalen unterstützen. Allerdings seien die Oszillatoren wie die Stochastik bereits relativ weit gelaufen. Deshalb könne eine zeitnahe Atempause nicht ausgeschlossen werden. In diesem Fall finde der DAX eine erste Unterstützung beim jüngsten Verlaufstief bei 5.988 Punkten. "Gefährlicher wird es aber erst, wenn eine Rückkehr in den alten Abwärtstrend seit Juli 2011 aktuell bei 5.877 Punkten droht."

Einen positiven Grundton bescheinige auch Sophia Wurm dem deutschen Leitindex aus technischer Sicht. Seit dem Erreichen seines bisherigen Baisse-Tiefs bei 4.965 Punkten im September 2011 durchlaufe der DAX laut technischer Analystin der Commerzbank derzeit eine mittelfristige Stabilisierung. Diese habe die Form einer breiten Handelsspanne mit Unterstützungen bei 4.950 bis 5.100 Indexpunkten auf der einen und der Widerstandszone ab 6.150 Zählern auf der anderen Seite.

Zuletzt habe sich der DAX im oberen Bereich dieser breiten Zone etabliert. Unterstützt werde diese Entwicklung durch die verbesserte Lage bei einigen Schwergewichten im DAX, insbesondere bei BASF (ISIN DE000BASF111 / WKN BASF11) und Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001). "Kurzfristig durchläuft das deutsche Aktienbarometer eine Konsolidierung oberhalb von 6.000 Indexpunkten mit trendbestätigendem Charakter nach oben", erkenne Wurm. Deshalb sollten Anleger einen erneuten Versuch des DAX, die Widerstandszone ab 6.180 Zähler zu überwinden, mit einkalkulieren.

Ein wenig ernüchtert nach fulminantem Jahresauftakt, aber weit weg vom Kater, erscheine die Marktstimmung nach der heutigen Befragung von 300 aktiven Investoren. Bereits in der Vorwoche hätten die Anleger mit Verkäufen ihrer Long-Positionen auf das Kursfeuerwerk der ersten Handelstage reagiert. Nun sei das Bullenlager erneut um 2 Prozent geschrumpft. 3 Prozent seien seit vergangenem Mittwoch short gegangen. Der Bull/Bear-Index liege mit 58,3 Prozent für den DAX aber immer noch im optimistischen Bereich.

Einen vergleichbaren Stimmungswechsel gebe es im TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327), hier hätten die Bullen 2 Prozent an die Bären und 1 Prozent an die neutral Gestimmten verloren. Der Bull/Bear-Index für Technologiewerte liege bei 58,6 Punkten. Der Bull/Bear-Index messe das Maß an Optimismus im Markt. Dafür würden die Optimisten ins Verhältnis zu den Pessimisten gesetzt und mit den neutral Gestimmten gewichtet. Werte unter 50 Punkte würden eine pessimistische Gesamtstimmung der Anleger zeigen. (11.01.2012/ac/a/m)








 
 
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