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DAX: Handbremse bleibt angezogen




23.04.12 17:10
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Wie in den schlimmsten Monaten des Krisenjahres 2011 sind es auch jetzt wieder die Risikoaufschläge der Südeuropäer, die über Wohl und Wehe an den Aktienmärkten entscheiden: In der vergangenen Woche interessierte jedenfalls nichts so sehr wie die Anleiheemissionen des neuen Sorgenkindes Spanien, so die Deutsche Börse AG.

Nachdem diese zumindest einigermaßen glimpflich verlaufen seien, hätten sich die Aktienmärkte erholt, der DAX habe auf Wochensicht immerhin um 2,5 Prozent zugelegt. Von Entwarnung könne aber keine Rede sein. Das zeige auch die Entwicklung deutscher Staatsanleihen: Der Euro-Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe in der vergangenen Woche ein neues historisches Hoch markiert.

Die meisten Analysten würden davon ausgehen, dass der bislang extrem launenhafte April auch weiterhin seinem Ruf gerecht werden werde. Unterstützung würden die Märkte allerdings von der Berichtssaison erhalten, Zahlen der US-Unternehmen hätten bisher meist positiv überraschen können. In Deutschland gehe es in den kommenden Tagen erst richtig los: SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460), Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610), Deutsche Bank und Deutsche Börse sowie Volkswagen (ISIN DE0007664039 / WKN 766403), Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000), Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001) und BASF (ISIN DE000BASF111 / WKN BASF11) würden einen Blick in ihre Bücher gewähren.

Klaus Stabel von ICF Kursmakler zeige sich mit Verweis auf die jüngsten Anleiheemissionen der Spanier und die bislang veröffentlichten Quartalszahlen aus den USA und Deutschland durchaus zuversichtlich für den DAX. "Auch der ifo-Index macht deutlich, dass die Lage in den Unternehmen besser ist als die Stimmung an den Börsen," ergänze der Analyst. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei am Freitag den sechsten Monat in Folge gestiegen und befinde sich inzwischen auf dem höchsten Level seit Juli 2011.

Stabel zufolge stünden in Deutschland seitens der DAX-Unternehmen im Übrigen bald Rekordausschüttungen von rund 27 Milliarden Euro an. "Das ergibt eine Rendite von über 3,5 Prozent." Allerdings befürchte er, dass es aufgrund der Wahlen in Frankreich zu Verwerfungen kommen könnte. "Hollande gilt ja nicht gerade als kapitalmarktfreundlich."

"Das Wiederaufflammen der Schuldenkrise zeigt, dass Liquidität nicht ausreicht, um die Probleme der Peripherie zu lösen", kommentiere die Landesbank Berlin. Das Vertrauen der Investoren könne nur durch einen verbindlichen Konsolidierungs- und Reformkurs zurückgewonnen werden. Angesichts der Schuldenkrise und der konjunkturellen Schwierigkeiten würden die Analysten nicht davon ausgehen, dass die Nervosität der Marktteilnehmer in nächster Zeit spürbar abflauen werde. "Gerade mit Blick auf die Anfang Mai stattfindende zweite Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich und die vorgezogenen griechischen Parlamentswahlen könnte die Verunsicherung noch zunehmen." Stabilisierend werde sich aber - neben der reichlichen Liquidität - die inzwischen auf Hochtouren laufende US-Berichtssaison auswirken.

Von der Charttechnik würden keine positiven Signale kommen: Laut Christian Schmidt von der Helaba habe sich die Abwärtsbewegung des DAX nach dem Scheitern an der Widerstandsmarke von 6.820 Zählern nochmals beschleunigt. "Im Zuge dessen wurde eine Reihe von gleitenden Durchschnitten, allen voran die 55-Tagelinie, unterschritten." Entsprechend seien nun Unterstützungen bei 6.613 und 6.548 Zählern wieder in den Fokus gerückt. "Mit einem nachhaltigen Rutsch unter 6.613 Punkte würde weiteres Abwärtspotenzial mit Kurszielen von 6.480 und 6.430 Zählern generiert." (23.04.2012/ac/a/m)








 
 
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DE0008469008 846900 25.509 21.724
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Ariva Indikation
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