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DAX 30 vor Entscheidung




20.01.12 16:59
ETX Capital

London (aktiencheck.de AG) - Der DAX 30-Index (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) befindet sich nach den Kursgewinnen der letzten Tage an einem entscheidenden charttechnischen Punkt, so die Experten von ETX Capital.

Zum einen stoße der deutsche Leitindex von unten an den 200-Tage-Durchschnitt, der für viele Markttechniker einen wichtigen Trendfilter darstelle. Momentan verlaufe der 200-Tage-Durchschnitt für den DAX 30 bei 6.375 Punkten. Sollte der deutsche Aktienindex in den kommenden Tagen signifikant über diese wichtige Linie laufen, dann könnte die Trendampel bei vielen Investoren auf grün springen und in Folge zusätzliche Aktienkäufe generieren. Zusätzlich befinde sich der Kurs des DAX 30-Index kurz vor dem Bruch einer charttechnisch wichtigen Widerstandslinie, die bei 6.430 Punkten verlaufe. Sollte das deutsche Aktienbarometer den Widerstand bei 6.430 Punkten nachhaltig überschreiten, dann wäre der Weg bis in den Bereich von 7.000 Punkten vorerst frei. Bis zu diesem Kursniveau hätte der DAX 30 aus Sicht der Chartanalyse keine nennenswerten Widerstände mehr vor sich.

Für Investoren und Fondsmanager, die sich bislang aufgrund der Sorgen über die Auswirkungen der Euro-Schuldenkrise und einer Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums mit ihren Aktieninvestments zurückgehalten hätten, könnte ein Ausbruch des DAX 30-Index über die genannten Marken eine Kaufentscheidung erzwingen. Auch der VDAX, das Volatilitätsmaß des DAX 30-Index, signalisiere mit Kursniveaus um 24 Punkte eine deutliche Beruhigung des Marktsentiments. Die lokalen Höchststände des VDAX hätten noch im Oktober 2011 mit Kursständen bei knapp 48 Punkten auf Krisenniveau gelegen. Der VDAX zeige den Marktteilnehmern an, wie viel Nervosität im Markt vorherrsche.

Unterm Strich weise die technische Analyse des DAX 30 darauf hin, dass sich die Situation stabilisiert habe. Erst DAX-Kurse unterhalb von 6.000 Punkten könnten das positive charttechnische Bild des deutschen Aktienindex neutralisieren.

Aus fundamentaler Sicht bleibe den Märkten die Eurokrise auch im Jahr 2012 erhalten und nicht wenige Analysten würden von einem Schicksalsjahr für den Euro reden. Die Maßnahmen der EZB zur Stärkung der Liquiditätslage der europäischen Banken auf Sicht der nächsten drei Jahre und die gelungenen Anleihenauktionen europäischer Problemstaaten hätten bislang ihre Wirkung nicht verfehlt und könnten die Marktteilnehmer auch in den nächsten Wochen beruhigen. Das könnte der europäischen Politik wertvolle Zeit in der Bekämpfung der Schuldenkrise verschaffen. Selbst die massive Herabstufung der Bonität vieler Euroländer durch die Ratingagentur Standard & Poor's habe die positive Stimmung der Marktteilnehmer nicht nachhaltig ändern können. Nichtsdestotrotz würden die strukturellen Probleme der Eurozone wie ein Damoklesschwert über den Märkten und dem DAX 30-Index schweben.

Neben den Problemen der Eurozone dränge sich zunehmend die Frage in den Vordergrund, inwieweit die chinesische Volkswirtschaft von der globalen Wachstumsdelle, die die meisten Analysten erwarten würden, betroffen sein werde. Die chinesische Wirtschaft sei im vierten Quartal 2011 um 8,9 Prozent verglichen mit dem vierten Quartal 2010 gewachsen. Das sei immer noch ein Wachstum, von dem andere Volkswirtschaften nur träumen könnten, für chinesische Verhältnisse jedoch das schwächste Wachstum seit zwei Jahren.

Volkswirte würden sich verstärkt die Frage stellen, ob die hohen Wachstumsraten Chinas, die im Schnitt in den letzten zwei Jahren deutlich oberhalb von 9 Prozent gelegen hätten, der Vergangenheit angehören würden und in Zukunft von moderaten Wachstumszahlen um den Bereich von vier bis fünf Prozent abgelöst würden. Einige Analysten würden sogar vor einem Platzen der chinesischen Immobilienblase warnen. Mehrere Rohstoffe, hier allen voran die Industriemetalle, hätten in den letzten Monaten schon auf breiter Front abgewertet und würden eine deutlichere Verlangsamung des chinesischen Wachstums signalisieren. Geringere Wachstumsraten in China seien sicherlich auch für die Ertrags- und Umsatzlage Export orientierter DAX-Unternehmen nicht ohne Auswirkungen geblieben.

Privatanleger, die der positiven Stimmung am Markt nicht trauen würden, könnten sich alternativ den marktneutralen Strategien, auch Pairs Trading genannt, zuwenden. Diese Art von Strategie sei für Privatanleger relativ einfach mit Contracts for Difference (CFDs) umzusetzen. Merkmal dieses Handelsansatzes sei, dass zwei Werte gegeneinander gestellt würden, indem man in den starken Wert long gehe und mit dem gleichen Handelsvolumen in den vermeintlich schwachen Wert short gehe. Wer z.B. erwarte, dass der global agierende Konsumgüterproduzent adidas (ISIN DE000A1EWWW0 / WKN A1EWWW) auch in Zukunft den DAX 30-Index outperforme, der könne sich diesen Handelansatz zu nutze machen, indem er DAX 30 CFD Kontrakte Short gehe und zur gleichen Zeit adidas CFDs kaufe. Mit dieser Strategie könne man also auch in fallenden Märkten an der relativen Stärke von Aktien partizipieren.

Die Korrelation der K+S-Aktie (ISIN DE000KSAG888 / WKN KSAG88) mit dem DAX 30-Index sei eng, bezogen auf den Kursverlauf in Prozent im letzten halben Jahr. In den letzten zwei Monaten habe die enge Korrelation ausgesetzt und die K+S-Aktie habe stark underperformt. Wer diesen Verlauf als nur temporär ansehe, der könnte auf eine Konvergenz der Performances der K+S-Aktie und des DAX 30-Index über die angesprochene Strategie setzen, ohne dem Marktrisiko ausgesetzt zu sein. Natürlich heiße marktneutral nicht risikolos und wie bei jedem Trade, so müsse auch hier diszipliniert mit Stopps agiert werden. (20.01.2012/ac/a/m)








 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008469008 846900 25.509 21.724
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