Der Schweizer Bundesrat hat heute die lange erwarteten Entscheidungen zur Bankenregulierung verkündet — und lieferte der UBS eine Teilerleichterung. Der Aktienkurs zog an der SIX um rund 0,6 Prozent auf 33,68 Franken an.
Was Bern nachgegeben hat
Kern der Erleichterung: UBS muss nicht sofort 11 Milliarden Dollar von ihrer Kapitalbasis von 71 Milliarden Dollar abziehen. Betroffen wären immaterielle Vermögenswerte wie Software und latente Steueransprüche gewesen. Kritiker hatten diese stets als Krisenkapital ohne echten Wert eingestuft. Bern sah darin allerdings einen zu großen Wettbewerbsnachteil gegenüber europäischen Konkurrenten. Software wird künftig nur noch teilweise abgezogen — analog zu den Regeln unter EU-Aufsicht.
Die 20 Milliarden bleiben
Was der Bundesrat nicht zurückgenommen hat, ist die Kernforderung: rund 20 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital, das die UBS innerhalb der Schweiz als Puffer für potenzielle Verluste ihrer Auslandstöchter — insbesondere in den USA und Großbritannien — vorhalten soll. Dieser Gesetzesentwurf geht nun ins Parlament und soll dort 2027 debattiert werden.
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SNB und Finma begrüßten die Maßnahmen ausdrücklich. Sie verweisen auf das strukturelle Problem des sogenannten „Double Leverage" — ausländische Töchter systemrelevanter Banken, die nicht vollständig mit hartem Kernkapital unterlegt sind. Genau dieses Schlupfloch hatte den Blick auf die wahre Schieflage der Credit Suisse jahrelang vernebelt.
Die UBS-Führung sieht das erwartungsgemäß anders. Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher hatte auf der Hauptversammlung vergangene Woche zwar bekräftigt, dass der Hauptsitz in der Schweiz bleiben soll — gleichzeitig aber „unausweichliche Geschäftsentscheidungen" als mögliche Konsequenz der Regulierungsbelastung in Aussicht gestellt. Ein Standortwechsel in die USA oder nach Großbritannien steht bei einigen Aktionären weiterhin als Option im Raum — auch wenn Analysten daran zweifeln, dass eine US-amerikanische UBS dasselbe Kundenvertrauen genießen würde wie die Schweizer Hausmarke.
Die Schweiz rudert damit gegen den globalen Regulierungstrend: Viele andere Aufsichtsbehörden lockern derzeit ihre Anforderungen, um Wachstumsimpulse zu setzen. Bern hält dagegen — mit dem Sündenfall Credit Suisse als mahnendes Beispiel im Hinterkopf.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 41,45 $ | 41,06 $ | 0,39 $ | +0,95% | 24.04./16:56 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| CH0244767585 | A12DFH | 49,36 $ | 29,33 $ | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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35,39 € | +0,63% | 16:44 |
| NYSE | 41,43 $ | +0,95% | 16:55 |
| Nasdaq | 41,43 $ | +0,90% | 16:55 |
| Frankfurt | 35,34 € | +0,83% | 16:44 |
| Stuttgart | 35,37 € | +0,83% | 16:47 |
| Düsseldorf | 35,30 € | +0,37% | 16:30 |
| AMEX | 41,06 $ | 0,00% | 23.04.26 |
| Xetra | 35,38 € | -0,28% | 16:50 |
| Hannover | 35,10 € | -1,04% | 08:03 |
| Hamburg | 35,09 € | -1,13% | 08:03 |
| München | 35,35 € | -2,16% | 08:14 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 498 | UBS mit Erholungs Potential | 04.02.26 |








