Roche Aktie: Doppelter Durchbruch




04.10.25 00:06
Börse Global

Roche Aktie

Die Schweizer haben gleich zwei Erfolge zu verbuchen: eine bahnbrechende US-Zulassung für eine neue Krebstherapie und politische Rückendeckung für bessere Standortbedingungen in Deutschland. Während die Aktie bereits reagiert, könnte das erst der Anfang einer größeren Bewegung sein.


Medizinischer Meilenstein sorgt für Kursschub


Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat grünes Licht für eine revolutionäre Kombinationstherapie gegen kleinzelligen Lungenkrebs gegeben. Das Besondere: Es handelt sich um die erste und einzige Kombinationstherapie dieser Art für die Erstlinien-Erhaltungsbehandlung einer Erkrankung, die bisher nur wenige Behandlungsoptionen bot.


Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Kombination aus Tecentriq und Lurbinectedin reduziert das Risiko eines Krankheitsfortschritts oder Todes um beeindruckende 46 Prozent. Das Sterberisiko sinkt sogar um 27 Prozent verglichen mit der alleinigen Tecentriq-Therapie. Diese Ergebnisse stammen aus einer Phase-III-Studie, deren positive Daten bereits im Juni präsentiert wurden.


Die Börse honorierte die Nachricht prompt: Der Titel legte an der Schweizer SIX zeitweise um ein Prozent auf 287,14 Franken zu.


Deutschland-Chef kämpft um bessere Rahmenbedingungen


Doch nicht nur medizinisch, auch politisch bewegt sich etwas bei dem Pharma-Riesen. Hagen Pfundner, Deutschlandchef von Roche, geht in die Offensive und fordert eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Medikamente. Sein Argument ist schlagkräftig: "Wenn man die Mehrwertsteuer für die Gastronomie senken kann - warum nicht auch für lebenswichtige Medikamente?"


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Deutschland gehört neben nur einer Handvoll weiterer EU-Länder zu den wenigen, die den vollen Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel erheben. Alle anderen haben bereits reduzierte Sätze eingeführt. Dazu kommen weitere Belastungen: Ein siebenprozentiger Zwangsrabatt, plus 20 Prozent Rabatt bei Kombinationstherapien - "Plus, plus, plus", wie Pfundner es formuliert.


Bürokratie frisst Innovationskraft


Besonders alarmierend: Jede fünfte Arbeitsstunde in der Pharmabranche geht für Bürokratie drauf - Zeit, die dringend für Forschung und Entwicklung benötigt würde. Die Folgen sind bereits spürbar: In den USA haben Patienten deutlich früheren Zugang zu neuen Therapien. Bei Gen- und Zelltherapien kommen dort rund 30 Prozent mehr Innovationen auf den Markt als in Deutschland.


Hoffnung kommt von politischer Seite: Bundeskanzler Friedrich Merz hat bereits signalisiert, den Pharmastandort stärken und die Pharmastrategie der Vorgängerregierung weiterentwickeln zu wollen. Erste Gespräche laufen bereits, so Pfundner.


Die aktuelle Entwicklung zeigt: Roche kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig - mit medizinischen Durchbrüchen und politischer Lobbyarbeit für bessere Standortbedingungen. Eine Strategie, die erste Früchte zu tragen scheint.


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