Germany’s
leading cybersecurity company
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Security Networks AG schneidet im ersten Halbjahr 2022 insgesamt schlechter ab als im H1 2021: Der Konzernumsatz beträgt EUR 135,5 Mio. Euro (-8,2 % zu H1 2021). Der EBIT liegt bei 14,9 Mio. Euro (-38,4 %).
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H2 ist traditionell stärker und daher hält secunet an ihrer Company Guidance fest.
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Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum 30.06.2022 127 Mio. Euro im Vergleich zu 209 Mio. Euro am 31.12.2021. Hauptsächlich ist dies auf die Reduzierung der Zahlungsmittel zurückzuführen, die für die SysEleven GmbH-Akquisition und für die Dividendenzahlung genutzt wurden.
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Die secunet AG hat am 17. Mai 2022 alle Geschäftsanteile an der SysEleven GmbH aus Berlin per Kaufvertrag übernommen. Die SysEleven GmbH ist ein Cloud-Infrastruktur-Spezialist, der Cloud-Services, Managed-Services und Managed Kubernetes anbietet.
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SysEleven GmbH sollte secunet´s Marktstellung in den Geschäftsbereichen Cloud und Cloud Security entscheidend verbessern.
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Company Guidance für 2022 bleibt bestehen: Umsatz von 320 Mio. Euro und ein EBIT von ca. 50 Mio Euro.
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Aufgrund gestiegener Kapitalmarktzinsen erhöht sich in unserem DCF-Modell Abzinsungsfaktor WACC wodurch sich unser fairer Wert leicht reduziert auf 385 Euro je Aktie. Our rating is still BUY.
Results
of 2022 First Half Year
Security Networks AG schneidet im ersten Halbjahr 2022 insgesamt schlechter ab als im H1 2021, allerdings liegen die Zahlen noch gerade Bereich des Erwarteten. Der Vorstand geht davon aus, dass das operative Geschäft sich traditionell im zweiten Halbjahr verbessert. Die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatz von 320 Mio. Euro und ein EBIT von ca. 50 Mio Euro wird bestätigt, auch weil das Unternehmen sich mit der Übernahme von SysEleven verstärkt hat. Die Ergebnisse im Einzelnen sind:
• Der Konzernumsatz beträgt EUR 135,5 Mio. Euro (-8,2 % zu H1 2021)
• Der EBIT liegt bei 14,9 Mio. Euro (-38,4 %)
• Konzernergebnis: 10,1 Mio. Euro (-36,9 %)
• Verwässertes und unverwässertes Ergebnis pro Aktie: 1,57 Euro (H1: 2,48 Euro)
Public Sector
Hier erzielte secunet einen
• Umsatz von 113,1 Mio. Euro (-7,6 % zu H1 2021)
• ein EBIT von 14,2 Mio. Euro (-38,3 %)
Aufgrund abnehmender pandemiebedingter Markteffekte hat sich die Nachfragesituation im Geschäftsbereich Public Sector wieder normalisiert.
Business Sector
• Im Geschäftsbereich Business Sector betrug der Umsatz 22,4 Mio. Euro (-11,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum)
• Das EBIT lag bei 0,7 Mio. Euro (-41,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum)
Das Geschäft zielt auf Unternehmen in der Privatwirtschaft und auf den Gesundheitssektor ab. Die sich abschwächende Entwicklung in diesen Bereichen ist auf eine geringere Nachfrage nach Softwarelizenzen im Bereich des secunet konnektors zurückzuführen.
Dieser Bereich fiel im Vorjahreszeitraum besonders stark aus. Grosser Mengenabsatz führte dann auch zu sehr hohen Margen im Vergleich zum jetzten Berichtszeitraum.
Vermögens- und Finanzlage
Die Kapitalstruktur von secunet weisst folgende Grössen auf:
• Langfristige Vermögenswerte: 128,8 Mio. EUR im Vergleich zu 64,9 Mio Euro zum 31.12.2021. Dies ist auf die Übernahme der SysEleven GmbH zurückzuführen. Daher stiegen auch die Geschäfts- oder Firmenwerte von 10,3 Mio. Euro (31.12.2021) auf 57 Mio. Euro. Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich von 12,2 Mio. Euro (31.12.2021) auf 30,5 Mio. Euro.
• Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum 30.06.2022 127 Mio. Euro im Vergleich zu 209 Mio. Euro am 31.12.2021. Hauptsächlich ist dies auf die Reduzierung der Zahlungsmittel zurückzuführen, die für die SysEleven GmbH-Akquisition und für die Dividendenzahlung genutzt wurden.
• Zum 30.06.2022 betrugen die kurzfristigen Verbindlichkeiten 76 Mio. Euro und die langfristigen Verbindlichkeiten 73,1 Mio. Euro.
• Das Eigenkapital betrug zum Halbjahr 106,7 Mio. Euro was einer Eigenkapitalquote von 41,7% entspricht (im Vergleich zum Jahresende von 47,4%). Dies ist auf die Dividendenauschüttung von 34,8 Mio. Euro, die aus der Gewinnrücklage entnommen wurde.
Die Akquisition der SysEleven GmbH (Zahlung von 49,4 mio. Euro) erfolgte ebenfalls aus dem Zahlungsmittelbestand.
Challenges
• Durch die COVID-19 Pandemie hatte die secunet AG, insbesondere im letzten Jahr, stark profitiert und durch die Lockerungen in allen Bereichen sank die Nachfrage nach secunet-Produkten
• Die Nachfrage nach Software-Lizenzen, die den Umsatzbereich des Business Sectors betreffen, ist gesunken
• Es bestehen allgemeine Engpässe bei der Versorgung mit Halbleitern und Zwischenprodukten. Dies führte im Berichtszeitraum zu Verschiebungen bei Kundenprojekten. Das Management ist diesem Problem mit einer frühzeitigen Erhöhung des Lagerbestandes begegnet.
• Die secunet AG unterhält keine Produktionsstandorte sowieso Geschäftsbeziehungen in der Ukraine oder in Russland. Daher sind keine Nachteile daraus zu erwarten.
• Die Bundesregierung beabsichtigt 100 Mrd. Euro zur Stärkung der Bundeswehr einzusetzen. Secunet rechnet mit ersten möglichen Aufträgen frühestends im kommenden Jahr.
Kauf der SysEleven GmbH
Die secunet AG hat am 17. Mai 2022 alle Geschäftsanteile an der SysEleven GmbH aus Berlin per Kaufvertrag übernommen. Der Kaufpreis wurde mit Eigenkapital beglichen. Die SysEleven GmbH ist ein Cloud-Infrastruktur-Spezialist, der Cloud-Services, Managed-Services und Managed Kubernetes anbietet. Ab 31. Mai 2022 wird das Unternehmen konsolidiert und dem secunet-Geschäftsbereich Public Sector zugeordnet. secunet kann jetzt mehr Lösungsangebote in den Bereichen Cloud und Cloud Security anbieten.
Outlook
• Die secunet AG hält an der herausgebenden Guidance fest und prognostiziert für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 320 Mio. Euro (2021: 330 Mio. Euro) und ein EBIT von 50 Mio. Euro (2021: 59 Mio. Euro)
• Es wurden 177 neue Mitarbeiter eingestellt, was ein Zeichen für eine deutliche Verbesserung der Umsatz-Zahlen für die nächsten Jahre sein könnte
• Darüber hinaus wird von der secunet AG eine sichtbare Regeneration des Hardware-Markts ab dem Jahr 2023 prognostiziert, welche schließlich die Nachfrage im Business Sector steigern würde
• Im Public Sector möchte visiert man eine Verbesserung der Kern-Technologie und die Expansion des bestehenden Kunden-Stamms an
Der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten lag in den letzten Jahren immer auf der zweiten Hälfte des Jahres, aufgrund der Beschaffungsprozesse und öffentlichen Bedarfsträger, daher gehen wir in H2/2022 von besseren Zahlen aus, verglichen mit H1/2022.









