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Zukunftstrend digitale Produkte




21.12.20 10:22
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die digitale Revolution ist in vollem Gange, so Felix Schröder, Produktmanager bei der DZ BANK.

Das große Feld der Unterhaltung mache hierbei keine Ausnahme. Vor einigen Jahren habe man Musik, Filme und Computerspiele in erster Linie in Form von Datenträgern wie CDs und DVDs konsumiert. Diese physischen Medien müssten gekauft und dann in entsprechenden Geräten "abgespielt" werden, um die darauf gespeicherten digitalen Daten zu nutzen. Sie würden jedoch zunehmend online zur Verfügung gestellt. Eine treibende Kraft sei der Ausbau eines immer schnelleren Internets. Zudem steige die Zahl von mobilen und anderen Streaming-fähigen Endgeräten, was zu einer stetig steigenden Nachfrage nach digitalen Medien jeglicher Kategorie führe.

Diese moderne Art des Medienkonsums habe handfeste Vorteile. Anbieter würden damit schneller und kostengünstiger eine größere Kundschaft erreichen. Nutzer könnten einfacher, flexibler und komfortabler auf ein breiteres Angebot an Musik, Filmen und Spielen zugreifen. Über das Internet zugängliche digitale Produkte seien daher auf dem Vormarsch. 2019 habe der weltweite Umsatz (Musik, Filme, Spiele) bei 177,2 Mrd. US-Dollar gelegen. Bis 2025 würden die Prognosen von einem Anstieg auf 255 Mrd. US-Dollar ausgehen.

Der Wachstumsmarkt biete für die Anbieter von digitalen Produkten und Angeboten wie Streaming-Diensten vielversprechende Geschäftschancen. Dazu würden Spotify (ISIN LU1778762911/ WKN A2JEGN) und Netflix (ISIN US64110L1061/ WKN 552484) gehören, deren Kerngeschäft das Betreiben von Musik- und Filmplattformen sei. Beide Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren kräftig steigende Nutzerzahlen verzeichnet. Es seien aber nicht nur solche spezialisierten Gesellschaften in dem zukunftsträchtigen Bereich aktiv.

Eine zunehmende Konkurrenz seien Internetgiganten wie Amazon.com (ISIN US0231351067/ WKN 906866), Alphabet (ISIN US0231351067/ WKN 906866), Tencent (ISIN KYG875721634/ WKN A1138D) und andere große Konzerne wie Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) und Walt Disney (ISIN US2546871060/ WKN 855686). Sie möchten ebenfalls von den sich bietenden Chancen profitieren und seien mit eigenen Angeboten am Start, mit denen sie ihre anderen Aktivitäten ergänzen würden. Und auch kleinere Gesellschaften würden mitmischen. Ein Beispiel sei das Streaming-Portal Joyn, das vom Gemeinschaftsunternehmen der Medienkonzerne ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE000PSM7770/ WKN PSM777) und Discovery betrieben werde.

Teilweise seien diese Anbieter auch im Bereich Computerspiele aktiv, z.B. Alphabet (Google Play, Stadia), Apple (App Store) und Tencent (Tencent Games). Der Markt für Videospiele sei mit einem Anteil von rund 46% bereits der größte Bereich bei den digitalen Medien. Vor allem das Segment der mobilen Spiele nehme dabei einen immer größeren Stellenwert ein. Das hätten auch die klassischen Spieleentwickler wie Activision Blizzard (ISIN US00507V1098/ WKN A0Q4K4), Electronic Arts (ISIN US2855121099/ WKN 878372) und Take-Two Interactive (ISIN US8740541094/ WKN 914508) erkannt und würden mit Zukäufen und Eigenentwicklungen auf den Trend des Mobile Gaming setzen. Gleiches gelte für Anbieter wie Sony (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) und Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747), die damit ihr Spektrum an PC- und Konsolenspielen ergänzen würden. (Ausgabe vom 18.12.2020) (21.12.2020/ac/a/m)








 
 
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