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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nach dem Ölpreisschock rücken Konjunktur und Geldpolitik erneut in den Fokus der Devisenmärkte, so die Helaba.
Der US-Dollar stehe wieder grob auf seinem Vorkriegsniveau.
Bei Ausbruch des Krieges hätten sich der Ölpreis und der US-Dollar noch unisono bewegt, wobei der Ölpreis den Takt vorgegeben habe. Mittlerweile habe sich der Ölpreis bei knapp 100 USD pro Barrel eingependelt, sodass wieder vermehrt andere Kennzahlen Beachtung finden würden. Insbesondere das Zinsdifferenzial sei der Grund dafür, dass der US-Dollar mittlerweile wieder sein Ausgangsniveau von vor dem Krieg erreicht habe.
Die am Dienstag veröffentlichten Produzentenpreise aus den USA seien mit einem Anstieg um 0,5% gegenüber dem Vormonat niedriger ausgefallen als erwartet (Bloomberg Consensus: 1,1%). Dies habe die Inflationserwartungen etwas gedämpft und über fallende Treasury-Renditen zu einem Kursverlust des US-Dollars geführt. Aufgrund des dualen Notenbankmandats der FED gehe die Helaba ohnehin von keiner Zinserhöhung aus. Denn der Ölpreisschock wirke sich nicht nur auf die Inflation, sondern auch auf den Arbeitsmarkt aus. Die Helaba glaube aber auch, dass sich in der aktuell angespannten wirtschaftlichen Lage demnächst keine Mehrheit für eine Zinssenkung finden lasse.
In der Eurozone hingegen gehe die Helaba von einer Zinserhöhung aus. Sollte sich die Situation im Nahen Osten nicht bald beruhigen, könnte sich der Druck auf die EZB sogar noch weiter erhöhen - Zinsfutures würden sogar mehr als zwei Leitzinserhöhungen einpreisen. Somit verbessere sich die relative Attraktivität des Euros im Vergleich zum US-Dollar, was Raum für eine weitere Aufwertung biete.
Am Dienstag werde der designierte Notenbankpräsident Kevin Warsh vor dem Senat angehört. Die aktuelle Situation werde ihm dabei vermutlich helfen, von Kommentaren über starke Zinssenkungen abzusehen, obwohl Trump dies von ihm erwarte. Dennoch gehe von diesem Termin ein Risiko für den US-Dollar aus. Sollte Warsh doch einen dovishen Ton anschlagen, könnte dies den Dollar weiter unter Druck setzen.
Abseits von Geopolitik und Ölpreis stünden in der Berichtswoche wenige Datenveröffentlichungen an, die Impulse für die Devisenmärkte geben könnten. Dafür dann in der Folgewoche: Ab dem 28. April würden die großen Notenbanken tagen. Das Augenmerk richte sich dann insbesondere auf die EZB, von der unklar sei, ob sie schon im April für eine Zinserhöhung stimme. Bis dahin würden sich die Devisenmärkte auf die Waffenruhe im Nahen Osten konzentrieren und beobachten, ob eine baldige Öffnung der Meerenge möglich sei. (Wochenausblick vom 17.04.2026) (20.04.2026/ac/a/m)
Der US-Dollar stehe wieder grob auf seinem Vorkriegsniveau.
Bei Ausbruch des Krieges hätten sich der Ölpreis und der US-Dollar noch unisono bewegt, wobei der Ölpreis den Takt vorgegeben habe. Mittlerweile habe sich der Ölpreis bei knapp 100 USD pro Barrel eingependelt, sodass wieder vermehrt andere Kennzahlen Beachtung finden würden. Insbesondere das Zinsdifferenzial sei der Grund dafür, dass der US-Dollar mittlerweile wieder sein Ausgangsniveau von vor dem Krieg erreicht habe.
In der Eurozone hingegen gehe die Helaba von einer Zinserhöhung aus. Sollte sich die Situation im Nahen Osten nicht bald beruhigen, könnte sich der Druck auf die EZB sogar noch weiter erhöhen - Zinsfutures würden sogar mehr als zwei Leitzinserhöhungen einpreisen. Somit verbessere sich die relative Attraktivität des Euros im Vergleich zum US-Dollar, was Raum für eine weitere Aufwertung biete.
Am Dienstag werde der designierte Notenbankpräsident Kevin Warsh vor dem Senat angehört. Die aktuelle Situation werde ihm dabei vermutlich helfen, von Kommentaren über starke Zinssenkungen abzusehen, obwohl Trump dies von ihm erwarte. Dennoch gehe von diesem Termin ein Risiko für den US-Dollar aus. Sollte Warsh doch einen dovishen Ton anschlagen, könnte dies den Dollar weiter unter Druck setzen.
Abseits von Geopolitik und Ölpreis stünden in der Berichtswoche wenige Datenveröffentlichungen an, die Impulse für die Devisenmärkte geben könnten. Dafür dann in der Folgewoche: Ab dem 28. April würden die großen Notenbanken tagen. Das Augenmerk richte sich dann insbesondere auf die EZB, von der unklar sei, ob sie schon im April für eine Zinserhöhung stimme. Bis dahin würden sich die Devisenmärkte auf die Waffenruhe im Nahen Osten konzentrieren und beobachten, ob eine baldige Öffnung der Meerenge möglich sei. (Wochenausblick vom 17.04.2026) (20.04.2026/ac/a/m)
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