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Vermögensstudie der UBS: Dynamisches Bild




09.08.24 11:20
LOYS

Oldenburg (www.aktiencheck.de) - Unter dem Namen ihres neuen Eigentümers hat die ehemalige Credit Suisse, die mittlerweile zur UBS gehört, ihren jährlichen Vermögensbericht veröffentlicht, so die Experten von LOYS.

Wie auch in den vergangenen Jahren zeige sich dabei ein dynamisches Bild. Nach dem schwachen Finanzmarktjahr 2022 habe der Jahrgang 2023 starke Zuwächse in der Vermögensentwicklung erbracht. Dabei sei auch zu bedenken, dass die reale Vermögensentwicklung im Jahr 2022 durch die exzessive Inflation torpediert worden sei.

Insgesamt nehme die Anzahl der vermögenden Personen deutlich zu. Die Gruppe derer, die weniger als umgerechnet 10.000 US-Dollar besitzen würden, sei geschrumpft, während die Kohorte der oberhalb dieses Wertes liegenden Menschen erheblich zugenommen habe. Gestiegen sei die Zahl der Millionäre, von denen die meisten in den USA (20 Millionen Menschen) gefolgt von China (sechs Millionen) leben würden. Dem Bericht werde der Hinweis hinzugesetzt, dass die Anzahl der Millionäre im Reich der Mitte inzwischen doppelt so hoch sei als in Großbritannien.

Einmal mehr werde deutlich, dass Asien, angetrieben von China, in den Vermögensstatistiken der Gewinnerkontinent sei. Seit der ersten Publizierung des Credit Suisse Vermögensberichts im Jahr 2008 habe sich kein Kontinent in Bezug auf Vermögen so dynamisch entwickelt wie Asien. Auf dem zweiten Platz folge Amerika, wo die Vermögen ebenfalls recht sportlich nach oben geklettert seien. Dabei sei jedoch zu bedenken, dass auch die Verschuldung in Asien und Amerika sprunghaft angestiegen sei. Weit weniger rasant hätten die Vermögen in Europa zugelegt, wiewohl das durchschnittliche Vermögen europäischer Erwachsener einen Spitzenplatz einnehme. Das liege unter anderem daran, dass etliche Länder Europas beim Median des Vermögensbesitzes vordere Plätze in der Statistik einnehmen würden.

Zu denken sei dabei an Luxemburg, Schweiz, Dänemark, Norwegen, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Italien, Spanien, Malta, Irland, Finnland, Schweden und Slowenien. Diese Länder würden in die Spitzengruppe der Länder mit den vermögendsten Bevölkerungen gemessen am Median gehören. Deutschland sei inzwischen nicht mehr unter den 25 vermögendsten Nationen vertreten. Grund dafür sei vor allem die Aversion gegenüber Aktienanlagen und die Präferenz für nominale Zins- und Versicherungsprodukte.

Auffällig sei das hohe Vermögensniveau in Australien, Hongkong und Neuseeland. Gemessen am Median des Vermögens liege Kanada vor den USA. Blicke man indessen auf das Durchschnittsvermögen, dann führe die Existenz von Superreichen in einigen Ländern zu höheren Platzierungen. Das gelte vor allem für die USA und Deutschland, wo eine Gruppe von sehr Wohlhabenden die Durchschnittswerte nach oben ziehe. Angesichts seiner Bevölkerungsgröße tauche China weder bei der Durchschnitts- noch bei der Medianbetrachtung unter den ersten 25 Ländern der Wohlstandsstatistik auf. Ebenso wenig finde man Russland unter den wohlhabendsten Nationen.

Zur Ungleichheit beim Wohlstand innerhalb der Länder vermerke der Bericht eine diesbezügliche Zunahme in Osteuropa, Südamerika und Asien. Länder wie Südafrika, Brasilien und die Vereinigten Arabischen Emirate würden dort die Liste anführen, während Belgien, Qatar, Australien und Japan nur eine recht geringe Ungleichheit gemessen am Gini-Koeffizienten aufweisen würden. Deutschland belege in dieser Statistik einen Platz im unteren Mittelfeld.

LOYS Investoren würden von den genannten Befunden wenig überrascht sein, zumal die Ergebnisse seit Jahren konsistent in die gleiche Richtung weisen würden. Überdies würden LOYS-Investoren wissen, dass dynamische Realwerte - sprich Aktien - der vorteilhafteste Weg seien, langfristig Vermögen arbeiten zu lassen und aufzubauen. Ein erster Schritt wäre getan, wenn sich die Politik hierzulande einen vertieften Blick in den UBS-Vermögensbericht erlauben würde. (Ausgabe vom 08.08.2024) (09.08.2024/ac/a/m)







 
 
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