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Rekordjagd an den Börsen setzt sich fort




06.12.24 08:25
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Rekordjagd an den Börsen setzte sich gegen Ende der Woche in Europa fort, ungeachtet des politischen Rückschlags durch das Scheitern der französischen Regierung, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Der europäische Aktienmarkt habe sich weiterhin robust gezeigt, angeführt vom DAX, der mit einem neuen Allzeithoch von 20.373 Punkten abgeschlossen habe. Der deutsche Leitindex habe somit weiterhin die Möglichkeit, das Jahr mit einem beeindruckenden Plus von über 20% abzuschließen. Der EURO STOXX 50 habe seine Erfolgsserie fortgesetzt und ebenfalls zugelegt, den fünften Tag in Folge. Auch die Wiener Börse habe sich von ihrer starken Seite gezeigt. Der ATX habe am gestrigen Handelstag einen Zuwachs von 0,88% verzeichnet. An den Börsen in Übersee sei es vor der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts für November zu Zurückhaltung bei den Aktien gekommen. Der Dow Jones, der zuvor erstmals über der Marke von 45.000 Punkten geschlossen habe, habe den gestrigen Handelstag mit einem leichten Minus beendet. Der marktbreite S&P 500 habe nach einer weiteren Bestmarke um 0,19% nachgegeben und auch der technologielastige NASDAQ 100 habe zwar in den ersten Handelsstunden ein neues Rekordhoch geschafft, jedoch leicht unter dem Vortagsniveau geschlossen.

Auch makroseitig sei der gestrige Tag durchwachsen verlaufen - es seien Daten zur Industrieproduktion in Frankreich und Spanien veröffentlicht worden. Der Index messe die Entwicklung des Produktionsvolumens der Industrie ohne Baugewerbe auf Basis saison- und arbeitstäglich bereinigter Daten. In Frankreich habe sich die Industrieproduktion von -0,9 auf -0,1 verbessert, sei damit aber unter den RBI-Erwartungen geblieben. In Spanien sei sie von 0,6 auf 1,9 gestiegen und habe damit die RBI-Schätzungen übertroffen. Außerdem seien in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht worden, die um 9.000 auf 224.000 gestiegen seien und damit den höchsten Stand seit Mitte Oktober erreicht hätten. Die Erstanträge würden an den Finanzmärkten als Indikator für die allgemeine Entwicklung am US-Arbeitsmarkt gelten, der eine wichtige Rolle für die Zinsentscheidungen der US-Notenbank spiele. Aufschluss über die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt der größten Volkswirtschaft der Welt werde der Monatsbericht der US-Regierung für November geben, der heute auf der Tagesordnung stehe. Darüber hinaus würden Daten zu den durchschnittlichen Stundenlöhnen, zur Beschäftigung ex. Landwirtschaft aus den USA und Daten zur Industrieproduktion aus Deutschland veröffentlicht.

Die Mitglieder der OPEC+ hätten beschlossen, ihre restriktive Förderpolitik über das ursprünglich geplante Ende hinaus beizubehalten. Die Maßnahme solle nun erst Ende März und nicht wie ursprünglich vorgesehen ab Januar umgesetzt werden. Derzeit liege der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar bei USD 72. Der Goldpreis habe nachgegeben, nachdem die Renditen für US-Staatsanleihen nach der Veröffentlichung der wöchentlichen Arbeitsmarktdaten gestiegen seien. Der Preis für eine Feinunze liege aktuell bei rund USD 2.646. Auch der Bitcoin habe nach seinem neuen Rekordhoch wieder etwas abgeben müssen und notiere aktuell bei rund USD 98.060.

Die asiatischen Börsen würden sich heute Morgen uneinheitlich zeigen. Die Spanne reiche dabei von einem aktuellen Plus beim Hang Seng in Hongkong bis hin zu deutlichen Verlusten beim südkoreanischen KOSPI. Für Europa würden die vorbörslichen Indikationen auf einen Handelsstart unter den gestrigen Schlusskursen hindeuten. (06.12.2024/ac/a/m)







 
 
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