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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die bevorstehende Bundestagswahl geht aktuell in die heiße Phase, so Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ.
Kennzeichnend dafür sei auch die wachsende Polemik: Beide Lager würden im Falle eines Wahlsiegs der Konkurrenten eine düstere Zukunft für Deutschland prophezeien. Tatsächlich würden sich die Parteien anhand ihrer Steuermodelle und auch dem Grad der möglichen Markteingriffe deutlich unterscheiden. Werde der 26. September also zum Schicksalstag für Anleger?
Es sollte zumindest nicht ausgeschlossen werden, dass eine mögliche Koalition aus SPD, Grünen und der Linken an den Märkten für Verunsicherung sorgen könnte. Angesichts der bereits stark gestiegenen Kurse und der ohnehin fragilen Lage an den Märkten, wäre ein Rücksetzer der großen deutschen Indices durchaus möglich. Auch für Immobilien-Investoren könnte es eng werden - eine bundesweite Mietpreisbremse sowie weitere Regulierungen könnten die beliebte Anlageklasse für Investoren unattraktiver machen. Während große Immobilienkonzerne mit einer starken Regulierung für gewöhnlich besser zu Recht kommen würden, könnten erschwerte Rahmenbedingungen gerade die kleinen Vermieter härter treffen. Trotzdem sollten Anleger gerade jetzt einen kühlen Kopf bewahren.
Selbst eine Regierungskoalition, die eher auf der linken Seite des politischen Spektrums zu verorten sei, unterliege einer gewissen Pfadabhängigkeit. Dass eine rot-grün-rote Koalition das gesamte Steuersystem radikal umkremple, erscheine unwahrscheinlich. Hinzu komme, dass eine Regierungskoalition unter Beteiligung der Linken von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zwar nicht ausgeschlossen, aber auch nicht aktiv angestrebt werde. Angesichts der abwartenden Taktik spreche vieles dafür, dass es dem amtierenden Finanzminister eher darum gehe, seine Verhandlungsposition gegenüber FDP und CDU nicht zu schwächen.
Während die Partei um Christian Lindner zwischen sich und der SPD eher wenige Anknüpfpunkte sehe, sei man in der CDU aktuell auf Kuschelkurs - zuletzt habe CDU-Bundesvorsitzender Armin Laschet den Umgang der Kanzlerkandidaten und Kanzlerkandidatin untereinander gelobt und habe eine große Koalition nicht ausgeschlossen. Letztere Regierungskoalition könnte angesichts der jüngsten Umfragen zwar nur mit einer äußerst knappen Mehrheit ausgestattet sein, doch dürfte dieses Ergebnis der Bundestagswahl für die Märkte wohl noch am ehesten für Kontinuität sprechen.
Unabhängig vom möglichen Wahlausgang sollten sich Anleger sowieso eher auf das fokussieren, was sie auch in der Hand hätten: die Struktur des eigenen Portfolios. Sei dieses breit diversifiziert, global investiert und bestückt mit verschiedenen Anlageklassen, dürfte selbst der vermeintliche Worst Case zwar kurzfristig für negative Entwicklungen sorgen, für die mittel- und langfristige Vermögensplanung aber eher unbedeutend sein.
Hinzu komme, dass es an der Börse zahlreiche globale Megatrends gebe, die unabhängig von der Zusammensetzung des nächsten Bundestages Renditechancen ermöglichen würden. Beispiele seien Wertpapiere rund um die Themen Klimaschutz und Digitalisierung. Wenn Anleger mit einem robust aufgestellten Portfolio sorgsam auf Sicht fahren würden, könnte eine nervenaufreibende Phase aus Sondierungsgesprächen und Koalitionsverhandlungen sogar auf lange Sicht Chancen bieten - und zwar dann, wenn sich im Zuge nervöser Märkte bei deutschen Qualitätsunternehmen in Form kurzfristig nachgebender Kurse Einstiegschancen ergeben würden. Eine Alternative zur Suche nach günstigen Gelegenheiten könne ein schrittweiser Einstieg sein. Früher oder später stimme er häufig eben doch, der Spruch von den kurzen Beinen politischer Börsen. (21.09.2021/ac/a/m)
Kennzeichnend dafür sei auch die wachsende Polemik: Beide Lager würden im Falle eines Wahlsiegs der Konkurrenten eine düstere Zukunft für Deutschland prophezeien. Tatsächlich würden sich die Parteien anhand ihrer Steuermodelle und auch dem Grad der möglichen Markteingriffe deutlich unterscheiden. Werde der 26. September also zum Schicksalstag für Anleger?
Es sollte zumindest nicht ausgeschlossen werden, dass eine mögliche Koalition aus SPD, Grünen und der Linken an den Märkten für Verunsicherung sorgen könnte. Angesichts der bereits stark gestiegenen Kurse und der ohnehin fragilen Lage an den Märkten, wäre ein Rücksetzer der großen deutschen Indices durchaus möglich. Auch für Immobilien-Investoren könnte es eng werden - eine bundesweite Mietpreisbremse sowie weitere Regulierungen könnten die beliebte Anlageklasse für Investoren unattraktiver machen. Während große Immobilienkonzerne mit einer starken Regulierung für gewöhnlich besser zu Recht kommen würden, könnten erschwerte Rahmenbedingungen gerade die kleinen Vermieter härter treffen. Trotzdem sollten Anleger gerade jetzt einen kühlen Kopf bewahren.
Während die Partei um Christian Lindner zwischen sich und der SPD eher wenige Anknüpfpunkte sehe, sei man in der CDU aktuell auf Kuschelkurs - zuletzt habe CDU-Bundesvorsitzender Armin Laschet den Umgang der Kanzlerkandidaten und Kanzlerkandidatin untereinander gelobt und habe eine große Koalition nicht ausgeschlossen. Letztere Regierungskoalition könnte angesichts der jüngsten Umfragen zwar nur mit einer äußerst knappen Mehrheit ausgestattet sein, doch dürfte dieses Ergebnis der Bundestagswahl für die Märkte wohl noch am ehesten für Kontinuität sprechen.
Unabhängig vom möglichen Wahlausgang sollten sich Anleger sowieso eher auf das fokussieren, was sie auch in der Hand hätten: die Struktur des eigenen Portfolios. Sei dieses breit diversifiziert, global investiert und bestückt mit verschiedenen Anlageklassen, dürfte selbst der vermeintliche Worst Case zwar kurzfristig für negative Entwicklungen sorgen, für die mittel- und langfristige Vermögensplanung aber eher unbedeutend sein.
Hinzu komme, dass es an der Börse zahlreiche globale Megatrends gebe, die unabhängig von der Zusammensetzung des nächsten Bundestages Renditechancen ermöglichen würden. Beispiele seien Wertpapiere rund um die Themen Klimaschutz und Digitalisierung. Wenn Anleger mit einem robust aufgestellten Portfolio sorgsam auf Sicht fahren würden, könnte eine nervenaufreibende Phase aus Sondierungsgesprächen und Koalitionsverhandlungen sogar auf lange Sicht Chancen bieten - und zwar dann, wenn sich im Zuge nervöser Märkte bei deutschen Qualitätsunternehmen in Form kurzfristig nachgebender Kurse Einstiegschancen ergeben würden. Eine Alternative zur Suche nach günstigen Gelegenheiten könne ein schrittweiser Einstieg sein. Früher oder später stimme er häufig eben doch, der Spruch von den kurzen Beinen politischer Börsen. (21.09.2021/ac/a/m)
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