Erweiterte Funktionen


Künstliche Intelligenz als Gamechanger für den Finanzsektor?




20.11.24 11:35
Berenberg

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Der Finanzsektor durchläuft dank Künstlicher Intelligenz (KI) fundamentale Veränderungen, so die Experten von Berenberg.

Während andere Branchen bereits in der Vergangenheit umfassende Automatisierungszyklen erlebt hätten, hole die Finanzindustrie in Sachen Innovation und Digitalisierung auf. Laut einer Studie von Accenture seien zwei Drittel der Jobs im Finanzwesen von Disruption durch Künstliche Intelligenz betroffen. Als traditionsreiche Privatbank habe Berenberg früh die strategischen Weichen gestellt, um die Potenziale von Künstlicher Intelligenz auszuschöpfen. Ein dediziertes KI-Team rund um den KI-Experten Nico Baum arbeite an zukunftsweisenden Lösungen, um Kundenbedürfnisse besser und effizienter erfüllen zu können.

Der Finanzindustrie biete Generative KI vor allem Effizienzsteigerungspotenziale. Diese könnten etwa durch schnellere Entscheidungsfindung, Prozessautomatisierung, Content-Generierung und beim Schreiben von Software-Codes realisiert werden. Asset Manager profitierten von KI zusätzlich bei ihren Investitionsentscheidungen - hier handele es sich allerdings hauptsächlich um sogenannte traditionelle (Narrow-KI-) Anwendungen aus dem Machine Learning.

Millionen und exponentiell steigende Mengen von Daten und Dokumenten müssten täglich ausgewertet und in Handelsstrategien berücksichtigt werden. Hier könnten Algorithmen helfen, die großen Datenmengen effizient auszuwerten. Auch auf der Kundenseite sehe man eine zunehmende Nachfrage nach derartigen Investmentprodukten. Mehr denn je werde Expertise im KI-Bereich also zum strategischen Wettbewerbsfaktor für Finanzinstitute.

Als führende Privatbank habe Berenberg bereits früh in den Auf- und Ausbau seiner KI-Kompetenz investiert. Seit 2018 widme sich ein spezialisiertes Team aus Portfoliomanagern, Produktspezialisten und Software-Entwicklern dem Thema Digitalisierung und Einsatz von KI im Asset Management. Fokusthemen der Arbeit des Teams rund um den KI-Experten Nico Baum seien neue Lösungen im Bereich maschinellen Lernens, einem Teilbereich von KI.

Auch die Implementierung von Generative-KI-basierten Assistenten für die Portfoliomanager und andere Funktionen in der Wertschöpfungskette der Bank gehörten zu dem zentralen Aufgabengebiet. Durch den erfolgreichen Aufbau der KI-Plattform manage Berenberg mittlerweile ungefähr fünf Milliarden Euro an Assets in ausschließlich KI-basierten Strategien. Hinzu komme eine relevante Pipeline an Neugeschäft, das die Expertise rund um KI-basiertes Portfoliomanagement nachfrage.

Generative KI finde bei Berenberg konkrete Anwendung im Aktienportfoliomanagement. So habe Berenberg kürzlich einen internen Research-Assistenten eingeführt, der die Portfoliomanager dabei unterstütze, Research zu europäischen Aktien effizienter und schneller zu konsumieren. Laut Nico Baum könne ein Portfoliomanager seine Research mithilfe des Tools um bis zu 80 Prozent schneller betreiben und dadurch mehr relevantes Wissen generieren.

Dazu hätten die KI-Experten dem KI-Modell beigebracht, welche spezifischen KPIs für das Portfoliomanagement entscheidend seien. Wichtig dabei sei, dass KI-Systeme die menschliche Expertise des Portfoliomanagers nicht ersetzten, sondern stets als gleichberechtigte Teammitglieder zum Einsatz kämen, da nicht alles im Portfoliomanagement durch eine KI übernommen werden könne.

Auch organisatorisch trage Berenberg den Potenzialen von KI Rechnung, um in diesem zukunftsweisenden Bereich weiter zu wachsen. Neben seiner Rolle als Head of Innovation & Data, in der er sich vollumfänglich auf die Weiterentwicklung der KI-Strategie von Berenberg konzentriere, habe Nico Baum auch die Portfoliomanagement-Aktivitäten in einem neuen Team, Data Driven Investments, zum 1. September zusammengeführt. (Ausgabe vom 19.11.2024) (20.11.2024/ac/a/m)








 
 
Aktien des Tages



Aktien des Tages

RSS Feeds




Bitte warten...