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20.10.25 09:04
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Nachdem am Donnerstag noch die Sorge einer neuen Bankenkrise in den USA das Börsenparkett dominierte, kehrte am Freitag Beruhigung ein, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Kalmierend habe gewirkt, dass Branchenvertreter geraten hätten, die individuellen Probleme nicht auf den gesamten Finanzsektor zu extrapolieren. Wie gerufen sei hierzugekommen, dass am selben Tag weitere Regionalbanken ihre Zahlenwerke offengelegt und diese deutlich über den Konsenserwartungen gelegen hätten. Die Kursverluste vom Vortag seien damit zwar nicht neutralisiert worden, dennoch habe die Wall Street zum Handelsschluss ein Plus verbuchen können. Dass Donald Trump zusätzlich noch angedeutet habe, dass die Zölle auf chinesische Importe wohl nicht dauerhaft auf den aktuellen hohen Niveaus bleiben würden, habe zusätzlich gestützt. In Asien würden die freundlicheren Töne der Wall Street heute Morgen für Rückenwind sorgen.

In der neuen Handelswoche würden die Finanzwerte den Staffelstab an die restlichen Industrien übergeben. In den kommenden drei Wochen stehe ein regelrechter Zahlenreigen am Programm, welcher den shutdownbedingten Makrodatenmangel weitgehend kompensieren sollte. In Richtung Wochenende jedoch werde es auch makroseitig spannend, schließlich werde der Veröffentlichung der PMI-Schnellschätzungen für Oktober in der Eurozone und in den USA besonderes Augenmerk zukommen. Der Industrie-PMI in der Eurozone habe im September erstmals in diesem Jahr einen Rückgang hinnehmen müssen und sei von 50,7 auf 49,8 Punkte gesunken. Damit liege der Index weiterhin nah an der 50 Punkte-Marke. Die RBI prognostiziere, dass dies auch so bleiben sollte und veranschlage für Oktober 49,7 Punkte. Der Dienstleistungs-PMI habe im September mit einer gegensätzlichen Entwicklung aufwarten können, er sei von 50,5 auf 51,3 Punkte gestiegen. Die RBI denke, dass der Indikator dieses Level im Oktober in etwa halten können sollte, und prognostiziere einen Wert von 51,4 Punkten. Beim ebenfalls erscheinenden Oktober-Konsumentenvertrauen für die Eurozone halte die RBI eine leichte Eintrübung von -14,9 auf -15,3 Punkte für wahrscheinlich.

In den USA sei das Erscheinen der PMI-Schnellschätzung diesen Monat umso wichtiger im Lichte dessen, dass der Shutdown des öffentlichen Sektors weiter anhalte. Angesichts der vorherrschenden Datenflaute könnten die PMIs und ihre Subkomponenten wichtige Anhaltspunkte zur aktuellen Konjunkturdynamik enthalten. Zuletzt hätten die Stimmungsindikatoren jedenfalls noch auf soliden Niveaus gelegen, der Industrie-Index habe bei 52 Punkten notiert, und der Index die Dienstleistungen betreffend bei 54,2 Punkten. Neben der Entwicklung dieser beiden Komponenten würden vor allem die Subkomponenten zur Beschäftigung und zu den Input- und Outputpreisen relevant sein. Trotz des Shutdowns sollte in den USA aber auch ein weiteres Datenhighlight anstehen. So habe das Bureau of Labour Statistics verkündet, die VPI-Inflationszahlen für September publizieren zu wollen (das ursprüngliche Erscheinungsdatum sei letzte Woche gewesen). Dies liege vor allem darin begründet, dass die Zahlen dringend zur Berechnung von Sozialversicherungszahlungen und Sozialhilfen benötigt würden. Allerdings seien die Zahlen zur Preisdynamik klarerweise auch für die Federal Reserve und die Finanzmärkte weiterhin von großem Interesse.

An den Rohstoffmärkten hätten nach scheinbar nicht enden wollenden Kursanstiegen die Edelmetalle endlich wieder einmal Federn lassen müssen. Der Goldpreis habe rund 2% nachgegeben, der Preis für Silber sogar um mehr als 4% nachgeben müssen. Schwach sei es auch am Kryptomarkt hergegangen, nachdem der Bitcoin zwischenzeitlich unter die Marke von USD 105.000 gefallen sei. Kaum Bewegung habe es hingegen beim Ölpreis gegeben. Das Barrel der Nordsee-Sorte Brent scheine zumindest vorerst seine Talfahrt gestoppt zu haben und habe am Freitag die USD 61,00 verteidigt. (20.10.2025/ac/a/m)







 
 
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