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Internationale Börsen im Überblick




16.10.25 08:10
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Zur Wochenmitte lieferten die europäischen Konjunkturdaten ein gemischtes Bild, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

In der Eurozone sei die Industrieproduktion im August um 1,2% gegenüber dem Vormonat gefallen. Dieser Rückgang sei damit deutlich geringer ausgefallen als von der RBI erwartet (-3%), wobei der Konsens bei -1,6% angesiedelt gewesen sei. Im Jahresvergleich habe die Produktion sogar um 1,1% zugelegt. Auffällig sei allerdings der deutliche Einbruch der deutschen Industrie gewesen, deren Produktion um 5,2% gesunken sei, der stärkste Rückgang unter allen Mitgliedsländern. Auch auf fiskalischer Seite hätten sich Belastungen gezeigt, denn die Verschuldung des deutschen öffentlichen Gesamthaushalts sei zum Ende des zweiten Quartals beim nicht-öffentlichen Bereich auf EUR 2.554 Mrd. gestiegen, was einem Zuwachs von 1,2% gegenüber dem Vorquartal entspreche. Während der Bund seine Schulden weiter erhöht habe, hätten die Länder ihre Verbindlichkeiten leicht reduzieren können. Vor diesem Hintergrund hätten die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch mit vorsichtigem Optimismus agiert. Getragen von der Hoffnung auf weitere geldpolitische Lockerungen in den USA habe der EURO STOXX 50 mit einem leichten Plus von 1% geschlossen. Trotz einer Stabilisierungstendenz im Tagesverlauf habe der DAX letztlich 0,2% niedriger geschlossen. Auch der Wiener ATX habe nachgegeben und zum Handelsschluss 0,5% verloren.

In den USA sei die Geldpolitik auch zur Wochenmitte das beherrschende Thema geblieben. Nach den jüngsten Signalen für mögliche weitere Zinssenkungen hätten sich die Blicke der Anleger auf neue Konjunkturdaten und Unternehmensberichte gerichtet. Das Beige Book der US-Notenbank habe gegenüber dem vorigen Bericht eine weitgehend unveränderte Wirtschaftsaktivität gezeigt. Die Lage im verarbeitenden Gewerbe sei je nach Distrikt unterschiedlich ausgefallen, während zahlreiche Berichte auf erschwerte Bedingungen durch höhere Zölle und eine nachlassende Gesamtnachfrage hingewiesen hätten. Im Fokus hätten zudem die soliden Ergebnisse großer Banken gestanden, die für Zuversicht gesorgt und zusammen mit der Erwartung einer weiterhin lockeren Geldpolitik die Marktstimmung gestützt hätten. Während der marktbreite S&P 500 um 0,4% zugelegt habe, habe der Dow Jones nahezu unverändert geschlossen. Der technologielastige NASDAQ 100 sei um 0,7% gestiegen, getragen von kräftigen Gewinnen im Halbleitersektor.

Öl sei gestern auch nicht gefragt gewesen, notiere heute aber wieder etwas höher. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember liege heute Morgen bei rund USD 62,30. Der Goldpreis habe seine Rekordrally fortgesetzt und zur Wochenmitte neue Höchststände erreicht. Angetrieben worden sei der Anstieg vor allem durch die Erwartung weiterer Zinssenkungen in den USA und anhaltende geopolitische Unsicherheiten. Derzeit liege der Kurs bei knapp USD 4.210 pro Feinunze. Der Bitcoin hingegen schwächele etwas vor sich hin und handele aktuell bei knapp USD 111.500.

Die asiatischen Börsen würden sich heute Morgen uneinheitlich zeigen. Die Spanne reiche dabei von einem aktuellen Plus beim südkoreanischen KOSPI bis hin zu deutlichen Verlusten beim Hang Seng aus Hongkong. Für Europa würden die vorbörslichen Indikationen auf einen Handelsstart unter den gestrigen Schlusskursen hindeuten. (16.10.2025/ac/a/m)







 
 
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