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Wien (www.aktiencheck.de) - Die Börsen in Europa profitierten am Montag von den am Wochenende bekannt gewordenen Ausnahmeregelungen bei den Zöllen für elektronische Geräte wie Mobiltelefone und
bestimmte Bauteile, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Allerdings handle es sich laut US-Handelsminister Lutnik hierbei nur um eine Übergangslösung, zumal die genannten Geräte und Artikel nach einer Evaluierung in ein bis zwei Monaten mit separaten Halbleiterzöllen belegt werden könnten. An den europäischen Börsen habe dennoch der Optimismus überwogen und gestützt von damit verbunden nachlassenden Konjunktursorgen hätten - bezogen auf den STOXX Europe 600 - in Europa vor allem die zyklischen Sektoren wie Finanz (+3%) und Industrie (+2,9%) zugelegt. Erstere hätten auch von Goldman Sachs' starken Quartalszahlen Rückenwind gekommen.
In den USA seien die wichtigsten US-Leitindices ebenfalls mit Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Der mit Standardwerten bestückte Dow-Jones-Index und der marktbreite S&P 500 hätten beide um 0,8% zugelegt und der technologielastige NASDAQ 100 um 0,6%. Die Anlegerschaft hoffe derweil auf weitere Ausnahmeregelungen, etwa für den Automobilsektor. Weitere Erleichterungen sollten folgen, denn die Erholung stehe auf tönernen Füßen und gleiche eher einer "Bärenmarktrally". China habe indessen den Export wichtiger Mineralien und Magnete ausgesetzt, was die Versorgung vieler Branchen im verarbeitenden Gewerbe bzw. in der Industrie und Technologie weltweit empfindlich treffen könnte.
Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen seien in diesem Umfeld um gut neun Basispunkte auf 4,37% abgesackt. Diese Anlageklasse habe an ihrem Ruf als bislang "sicherer Hafen" in den letzten Wochen stark eingebüßt. Der durch Trump angerichtete Vertrauensschaden scheine enorm, was sich auch am Abwärtstrend des US-Dollars zeige. Davon habe bislang vor allem Gold profitiert, das zwar gestern etwas verloren habe, aber heute Morgen schon wieder zulegen könne und aktuell bei rund USD 3.230 notiere. Ansonsten hätten sich an den Rohstoffmärkten die Ölpreise gestern wenig verändert gezeigt. Der Bitcoin handele mit rund USD 85.000 aktuell ebenfalls wenig verändert.
Die Börsen in Asien würden sich heute Morgen uneinheitlich zeigen. Während Japan und Korea im Plus notieren würden, würden die chinesischen Börsen knapp um die "Nulllinie" handeln. Die vorbörslichen Indikationen würden für Europas Börsen einen positiven Auftakt erwarten lassen. Datenseitig stünden heute die ZEW-Konjunkturerwartungen zur Veröffentlichung an, wo die RBI für die Komponente betreffend den Zukunftserwartungen einen Rückgang von 51,6 auf 10 Punkte prognostiziere. Weiters würden Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone im Monat Februar vorgelegt. In Übersee würden die nach Bilanzsumme zweit- und drittgrößte Bank, Bank of America und Citigroup, ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Diese dürften in dieselbe Kerbe wie jene bei den Mitbewerbern schlagen: Flachere Entwicklung bei den Nettozinserträgen und robustere Entwicklung der kapitalmarktbezogenen Geschäftsfelder sowie formidable Ergebniszuwächse. (15.04.2025/ac/a/m)
bestimmte Bauteile, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Allerdings handle es sich laut US-Handelsminister Lutnik hierbei nur um eine Übergangslösung, zumal die genannten Geräte und Artikel nach einer Evaluierung in ein bis zwei Monaten mit separaten Halbleiterzöllen belegt werden könnten. An den europäischen Börsen habe dennoch der Optimismus überwogen und gestützt von damit verbunden nachlassenden Konjunktursorgen hätten - bezogen auf den STOXX Europe 600 - in Europa vor allem die zyklischen Sektoren wie Finanz (+3%) und Industrie (+2,9%) zugelegt. Erstere hätten auch von Goldman Sachs' starken Quartalszahlen Rückenwind gekommen.
Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen seien in diesem Umfeld um gut neun Basispunkte auf 4,37% abgesackt. Diese Anlageklasse habe an ihrem Ruf als bislang "sicherer Hafen" in den letzten Wochen stark eingebüßt. Der durch Trump angerichtete Vertrauensschaden scheine enorm, was sich auch am Abwärtstrend des US-Dollars zeige. Davon habe bislang vor allem Gold profitiert, das zwar gestern etwas verloren habe, aber heute Morgen schon wieder zulegen könne und aktuell bei rund USD 3.230 notiere. Ansonsten hätten sich an den Rohstoffmärkten die Ölpreise gestern wenig verändert gezeigt. Der Bitcoin handele mit rund USD 85.000 aktuell ebenfalls wenig verändert.
Die Börsen in Asien würden sich heute Morgen uneinheitlich zeigen. Während Japan und Korea im Plus notieren würden, würden die chinesischen Börsen knapp um die "Nulllinie" handeln. Die vorbörslichen Indikationen würden für Europas Börsen einen positiven Auftakt erwarten lassen. Datenseitig stünden heute die ZEW-Konjunkturerwartungen zur Veröffentlichung an, wo die RBI für die Komponente betreffend den Zukunftserwartungen einen Rückgang von 51,6 auf 10 Punkte prognostiziere. Weiters würden Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone im Monat Februar vorgelegt. In Übersee würden die nach Bilanzsumme zweit- und drittgrößte Bank, Bank of America und Citigroup, ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Diese dürften in dieselbe Kerbe wie jene bei den Mitbewerbern schlagen: Flachere Entwicklung bei den Nettozinserträgen und robustere Entwicklung der kapitalmarktbezogenen Geschäftsfelder sowie formidable Ergebniszuwächse. (15.04.2025/ac/a/m)
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