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Wien (www.aktiencheck.de) - Nachdem in den letzten Tagen vor allem Unternehmensberichte, insbesondere aus den USA, den Ton an den Börsen bestimmten, kamen gestern Konjunkturdaten aus der Eurozone und einzelnen Mitgliedstaaten hinzu, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Die größten Überraschungen seien dabei aus Deutschland und Österreich gekommen: In Österreich sei die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 0,4% gewachsen, obwohl ein leichter Rückgang prognostiziert worden sei. Ebenso unerwartet sei die deutsche Wirtschaft im Sommer gewachsen: Das Bruttoinlandsprodukt sei im dritten Quartal um 0,2% gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Im Vorfeld sei erwartet worden, dass das BIP das zweite Quartal in Folge leicht schrumpfen und damit in eine technische Rezession abrutschen würde. Keine guten Nachrichten seien allerdings von der Inflationsfront gekommen. Die deutschen Verbraucherpreise seien im Oktober um 0,4% gegenüber dem Vormonat und damit stärker als die erwarteten 0,2% gestiegen. Im Euroraum habe sich das Wirtschaftsklima im Oktober weiter eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) sei im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Punkte auf 95,6 Punkte gefallen, obwohl im Vorfeld noch mit einer leichten Stimmungsaufhellung gerechnet worden sei. Noch tiefer habe der Indexwert zuletzt im Februar gelegen. Bei den Industrieunternehmen habe sich die Stimmung weiter eingetrübt, bei den Dienstleistern sei sie stabil geblieben. Verbessert habe sich das Wirtschaftsvertrauen hingegen im Konsumsektor, im Einzelhandel und in der Bauwirtschaft. Die positiven BIP-Daten würden durchaus als falkenhaftes Signal für die EZB gesehen, zinssensitive Branchen wie der Technologiesektor hätten sich gestern schwach entwickelt, was auch den europäischen Gesamtmarkt merklich nach unten gedrückt habe.
Auch aus den USA habe es gestern Konjunkturdaten gegeben, wenn auch in geringerem Umfang: Die erste Schätzung für das BIP-Wachstum im abgelaufenen Quartal habe mit 2,8% knapp unter der Prognose von 2,9% und unter dem Wachstum im zweiten Quartal von 3,0% gelegen. In den USA seien im Oktober zudem 233.000 neue Stellen im privaten Sektor geschaffen worden, deutlich mehr als die erwarteten 113.000. Die Daten würden auf eine solide Verfassung des US-Arbeitsmarktes und damit auf keinen akuten Handlungsbedarf der FED hindeuten. Mit Blick auf den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Oktober habe an der Wall Street Zurückhaltung geherrscht, temporäre Impulse seien von der Einzeltitelebene gekommen. Nachbörslich seien mit Microsoft und Meta Platforms zwei weitere Mitglieder der sogenannten "Glorreichen Sieben" weitere richtungsweisende Berichte veröffentlicht worden.
Der Ölpreis sei am Mittwoch gestiegen, ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember habe sich um mehr als 2% verteuert. Als Grund würden die jüngste Entwicklung der Ölvorräte in den USA angeführt, die US-Regierung habe gestern einen überraschenden Rückgang der Lagerbestände gemeldet. Die Hausse am Goldmarkt gehe in die nächste Runde, gestern habe das Edelmetall mit knapp USD 2.790 ein neues Allzeithoch erreicht. Der Bitcoin hingegen habe gestern leicht nachgegeben.
Die asiatischen Börsen würden sich heute, Donnerstag, mehrheitlich im negativen Bereich zeigen, einzig der Hang Seng liege im positiven Terrain. Während gestern die BIP-Zahlen im Vordergrund gestanden seien, stünden heute Inflations- und Arbeitsmarktdaten aus Europa und den USA auf der Agenda. (31.10.2024/ac/a/m)
Die größten Überraschungen seien dabei aus Deutschland und Österreich gekommen: In Österreich sei die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 0,4% gewachsen, obwohl ein leichter Rückgang prognostiziert worden sei. Ebenso unerwartet sei die deutsche Wirtschaft im Sommer gewachsen: Das Bruttoinlandsprodukt sei im dritten Quartal um 0,2% gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Im Vorfeld sei erwartet worden, dass das BIP das zweite Quartal in Folge leicht schrumpfen und damit in eine technische Rezession abrutschen würde. Keine guten Nachrichten seien allerdings von der Inflationsfront gekommen. Die deutschen Verbraucherpreise seien im Oktober um 0,4% gegenüber dem Vormonat und damit stärker als die erwarteten 0,2% gestiegen. Im Euroraum habe sich das Wirtschaftsklima im Oktober weiter eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) sei im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Punkte auf 95,6 Punkte gefallen, obwohl im Vorfeld noch mit einer leichten Stimmungsaufhellung gerechnet worden sei. Noch tiefer habe der Indexwert zuletzt im Februar gelegen. Bei den Industrieunternehmen habe sich die Stimmung weiter eingetrübt, bei den Dienstleistern sei sie stabil geblieben. Verbessert habe sich das Wirtschaftsvertrauen hingegen im Konsumsektor, im Einzelhandel und in der Bauwirtschaft. Die positiven BIP-Daten würden durchaus als falkenhaftes Signal für die EZB gesehen, zinssensitive Branchen wie der Technologiesektor hätten sich gestern schwach entwickelt, was auch den europäischen Gesamtmarkt merklich nach unten gedrückt habe.
Der Ölpreis sei am Mittwoch gestiegen, ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember habe sich um mehr als 2% verteuert. Als Grund würden die jüngste Entwicklung der Ölvorräte in den USA angeführt, die US-Regierung habe gestern einen überraschenden Rückgang der Lagerbestände gemeldet. Die Hausse am Goldmarkt gehe in die nächste Runde, gestern habe das Edelmetall mit knapp USD 2.790 ein neues Allzeithoch erreicht. Der Bitcoin hingegen habe gestern leicht nachgegeben.
Die asiatischen Börsen würden sich heute, Donnerstag, mehrheitlich im negativen Bereich zeigen, einzig der Hang Seng liege im positiven Terrain. Während gestern die BIP-Zahlen im Vordergrund gestanden seien, stünden heute Inflations- und Arbeitsmarktdaten aus Europa und den USA auf der Agenda. (31.10.2024/ac/a/m)
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