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Berlin (www.aktiencheck.de) - Der in Kalifornien ansässige Hersteller von Elektrofahrzeugen Fisker (ISIN US33813J1060/ WKN A2P9A3) meldete am 18. Juni Insolvenz an und ist damit das fünfte Unternehmen in diesem Sektor - neben Lordstown, Proterra, Arrival und Arcimoto - das mit Konkurrenz, Produktionszyklen, regulatorischen Herausforderungen und veränderten Verbraucherpräferenzen nicht zurechtkommt, so Timur Turlov, CEO und Gründer der Freedom Holding Corp.
Die Probleme der Elektrofahrzeugbranche würden nicht nur neue Akteure, sondern auch die Säulen der Autoindustrie betreffen: Ford (ISIN US3453708600/ WKN 502391), General Motors (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM) und Stellantis (ISIN NL00150001Q9/ WKN A2QL01). Alle drei Auto-Riesen hätten in den letzten sechs Monaten aktiv ihre eigenen Prognosen gesenkt.
Die Lage beim Verkauf von Elektroautos der Volkswagen-Gruppe (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) (neben der gleichnamigen Marke würden sie Audi, Porsche, Skoda produzieren), Mercedes-Benz (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) und der BMW-Gruppe (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) sei uneindeutig. Der Grund für die Insolvenzen der neuen US-Elektroautohersteller sei, dass sie versuchen würden, das Geschäftsmodell der Smartphone-Branche in ihrem Sektor umzusetzen, das bedeute die Entwicklung der Technik und des Designs, während die Montage an Drittanbieter ausgelagert werde.
Dieses Modell funktioniere jedoch im Automobilsektor nicht, da die Geschäftsmargen durch den Produktionszyklus und Skaleneffekte bestimmt würden. Tesla (ISIN US88160R1014/ WKN A1CX3T) führe die Elektroautoindustrie genau deshalb an, weil das Unternehmen weltweit mehrere Fabriken besitze. Wettbewerber, die sich als Teslas "Killer" positioniert hätten, würden in diesem Segment nicht mehr konkurrieren.
Auch Autoindustrie-Akteure wie Rivian (ISIN US76954A1034/ WKN A3C47B) würden schwierige Zeiten durchleben, jedoch weiterhin ums Überleben kämpfen, indem sie eigene Produktionsanlagen entwickeln würden. Das Unternehmen habe eine strategische Vereinbarung mit Volkswagen getroffen, um ein Joint Venture zur Entwicklung von Software für seine Elektroautos zu gründen. Rivian plane, aus diesem Projekt in den nächsten Jahren fünf Milliarden Dollar zu beschaffen, um sein Finanzierungsdefizit zu decken.
Der Sektor der Elektrofahrzeuge habe in den letzten zehn Jahren einen massiven Sprung gemacht, aber der Kampf um Marktanteile (eine der schwierigsten Phasen für jede neue Branche) beginne jetzt. Für einen Investor könnte dies eine der interessantesten Gelegenheiten sein, den neuen Branchenführer oder die Top-Fünf zu identifizieren. Vertreter der alten Garde - Ford, General Motors, Stellantis, Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW - hätten enorme Erfahrung im Management von Produktionskapazitäten angesammelt. Dies gebe ihnen die Fähigkeit, Geschäftsmargen effektiver anzupassen als jüngere Unternehmen.
Allerdings hätten die Neulinge große technologische Vorteile, daher hätten Tesla, Rivian, NIO (ISIN US62914V1061/ WKN A2N4PB), Li Auto (ISIN US50202M1027/ WKN A2P93Z), Xpeng (ISIN US98422D1054/ WKN A2QBX7) und ZEEKR (ISIN US98923K1034/ WKN A4ZZZZ) gute Chancen, die alten schwerfälligen Unternehmen zu überholen, die sich nicht besonders erfolgreich an neue Trends angepasst hätten.
Die Experten hätten immer eine positive Meinung über Tesla. Und in den letzten zehn Jahren habe man gesehen, wie ein neuer Akteur in einem der am stärksten konsolidierten Märkte aufgetaucht sei und den Spitzenplatz in seiner Nische eingenommen habe. Dieser Erfolg werde vielleicht nicht von allen wiederholt. Aber wichtig sei die Fähigkeit, sich anzupassen und neue Geschäftsbedingungen zu akzeptieren.
Den neuesten Nachrichten nach zu urteilen, habe Rivian begonnen, sich in diese Richtung zu bewegen. Solche strategischen Entscheidungen würden die Flexibilität eines Unternehmens signalisieren und die Fähigkeit, sich anzupassen. Es sei wichtig für Investoren, solche Signale zu erkennen, um den echten Tesla-"Killer" zu finden und profitabel in dieses Unternehmen zu investieren. (11.07.2024/ac/a/m)
Die Probleme der Elektrofahrzeugbranche würden nicht nur neue Akteure, sondern auch die Säulen der Autoindustrie betreffen: Ford (ISIN US3453708600/ WKN 502391), General Motors (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM) und Stellantis (ISIN NL00150001Q9/ WKN A2QL01). Alle drei Auto-Riesen hätten in den letzten sechs Monaten aktiv ihre eigenen Prognosen gesenkt.
Die Lage beim Verkauf von Elektroautos der Volkswagen-Gruppe (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) (neben der gleichnamigen Marke würden sie Audi, Porsche, Skoda produzieren), Mercedes-Benz (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) und der BMW-Gruppe (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) sei uneindeutig. Der Grund für die Insolvenzen der neuen US-Elektroautohersteller sei, dass sie versuchen würden, das Geschäftsmodell der Smartphone-Branche in ihrem Sektor umzusetzen, das bedeute die Entwicklung der Technik und des Designs, während die Montage an Drittanbieter ausgelagert werde.
Dieses Modell funktioniere jedoch im Automobilsektor nicht, da die Geschäftsmargen durch den Produktionszyklus und Skaleneffekte bestimmt würden. Tesla (ISIN US88160R1014/ WKN A1CX3T) führe die Elektroautoindustrie genau deshalb an, weil das Unternehmen weltweit mehrere Fabriken besitze. Wettbewerber, die sich als Teslas "Killer" positioniert hätten, würden in diesem Segment nicht mehr konkurrieren.
Der Sektor der Elektrofahrzeuge habe in den letzten zehn Jahren einen massiven Sprung gemacht, aber der Kampf um Marktanteile (eine der schwierigsten Phasen für jede neue Branche) beginne jetzt. Für einen Investor könnte dies eine der interessantesten Gelegenheiten sein, den neuen Branchenführer oder die Top-Fünf zu identifizieren. Vertreter der alten Garde - Ford, General Motors, Stellantis, Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW - hätten enorme Erfahrung im Management von Produktionskapazitäten angesammelt. Dies gebe ihnen die Fähigkeit, Geschäftsmargen effektiver anzupassen als jüngere Unternehmen.
Allerdings hätten die Neulinge große technologische Vorteile, daher hätten Tesla, Rivian, NIO (ISIN US62914V1061/ WKN A2N4PB), Li Auto (ISIN US50202M1027/ WKN A2P93Z), Xpeng (ISIN US98422D1054/ WKN A2QBX7) und ZEEKR (ISIN US98923K1034/ WKN A4ZZZZ) gute Chancen, die alten schwerfälligen Unternehmen zu überholen, die sich nicht besonders erfolgreich an neue Trends angepasst hätten.
Die Experten hätten immer eine positive Meinung über Tesla. Und in den letzten zehn Jahren habe man gesehen, wie ein neuer Akteur in einem der am stärksten konsolidierten Märkte aufgetaucht sei und den Spitzenplatz in seiner Nische eingenommen habe. Dieser Erfolg werde vielleicht nicht von allen wiederholt. Aber wichtig sei die Fähigkeit, sich anzupassen und neue Geschäftsbedingungen zu akzeptieren.
Den neuesten Nachrichten nach zu urteilen, habe Rivian begonnen, sich in diese Richtung zu bewegen. Solche strategischen Entscheidungen würden die Flexibilität eines Unternehmens signalisieren und die Fähigkeit, sich anzupassen. Es sei wichtig für Investoren, solche Signale zu erkennen, um den echten Tesla-"Killer" zu finden und profitabel in dieses Unternehmen zu investieren. (11.07.2024/ac/a/m)
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